Samstag, 26. Dezember 2015

Eine kleine Weihnachtgeschichte für Kinder






Eine kleine Weihnachtgeschichte

„Antonius!“, rief die kleine graue Maus. Sie schien sehr aufgeregt zu sein. Wenn sie mich bei meinem vollen Vornamen ansprach, musste es sich um eine wichtige Angelegenheit handeln. Fiep, so hieß meine kleine Freundin, kletterte an meinem Hosenbein hoch und sprang auf den Tisch, an dem ich saß.„Möchtest du mitessen?“, fragte ich sie.„Wie kann man an solch einem Tag ans Essen denken!“, rief sie entrüstet.„Wieso? Es ist ein Tag wie jeder andere, nur ist es schon spät und er ist bald vorbei. Sonst ist deine Lieblingsbeschäftigung doch das Essen!“ Ich streichelte ihr sanft über das Köpfchen.„Hast du denn noch gar nichts gehört?“, fragte sie mich und schaute mich erwartungsvoll an.„Was soll ich denn gehört haben?“, entgegnete ich, etwas neugierig geworden. „Alle Mägde und Knechte sind noch im Stall und versorgen die Tiere. Ich werde gleich zu den Schäfern gehen und ihnen Milch und Brot bringen.“„Die Schäfer, die meine ich!“, rief Fiep.„Was ist mit den Schäfern? Wollen sie heute kein Essen zur Nacht? Dann könnte ich hier bleiben.“„Papelapap! Komm mit! Beeile dich! Sonst ist der ganze Spuk vorbei!“ Drängte mich die kleine Maus und turnte an meinem Hosenbein wieder herunter.„Was für ein Spuk?“, wollte ich wissen und machte mich daran, das Brot in den Korb zu packen.„Lass das mit dem Essen, das kannst du später noch bringen. Lauf schnell zur Schafherde, dort ist etwas Wunderbares!“ Die kleine Maus lief zur Tür und ich folgte ihr unwillig. Jetzt werde ich zwei Mal laufen müssen, denn ich hatte das Essen für die Hirten nicht mit. Fiep war so aufgeregt, dass ich mich überreden ließ und mitkam. Sie versuchte mir zu erklären, was bei den Hirten und der Herde geschehen war, aber ich wurde nicht klug daraus. Ab und zu blieb sie stehen und fuchtelte mit ihren kleinen Vorderpfoten herum, zeigte zum Himmel und erzählte von Lichtern und sang irgendetwas mit ihrer piepsigen Stimme. Ich musste lachen.
„Hast du etwa vom Gerstensaft genascht und bist jetzt bedudelt?“, ärgerte ich sie.„Was denkst du von mir? So etwas mache ich doch nicht!", hörte ich sie sagen, als wir den Hügel hochkletterten.„Das wäre nicht das erste Mal!“, entgegnete ich. Ich hörte als Antwort nur ein leises Kichern.Fast hatten wir die Kuppe vom Hügel erreicht, als Fiep rief: „Hörst du es, Anton?“„Ja, ich höre es. Was ist das? Es hört sich so wunderschön an!“, antwortete ich und beeilte mich, um auf den Hügel zu kommen. Fiep war schon dort und schaute ganz ehrfürchtig zu den Hirten hinunter.Überall waren helle Gestalten zu sehen und auf einmal war der ganze Himmel über der Herde voll von ihnen und sie sangen mit einer so schön klingenden Stimme, wie ich es noch nie zuvor gehört hatte. Im ersten Moment war ich vor Staunen erstarrt, aber dann raste ich so schnell ich konnte den Abhang hinunter und über die Wiesen zu den Hirten. Manche hatten sich vor Angst tief geduckt, andere standen und schauten erschrocken, aber auch erstaunt zum Himmel. Ich lief zu meinem Großvater, er war einer der ältesten und erfahrensten Schäfer.„Großvater, was ist geschehen? was hat das hier zu bedeuten?“, fragte ich aufgeregt. Fiep war wieder an meiner Hose hoch gelaufen und hatte sich in meiner Hosentasche verkrochen und blinzelte nur mit seinen niedlichen winzigen Äuglein heraus.„Es sind Engel!“, sagte mein Großvater ehrfurchtsvoll.„Warum sind sie hier? Ich dachte sie sind im Himmel zuhause“, wunderte ich mich. „Ich habe noch nie Engel gesehen! Sie sind wunderschön und singen so lieblich.“„Ich habe auch noch nie welche gesehen. Wir haben uns alle sehr erschrocken, als plötzlich ein Engel vor uns stand und es um uns leuchtete. Wir sollten uns nicht fürchten, sprach der Engel. Wir hätten am Liebsten Reißaus genommen, andererseits war es so faszinierend. Der Engel sagte, es wäre heute der Heiland geboren, welcher Christus ist, der Herr, in der Stadt Davids.“„Wollen wir hingehen? Aber wie finden wir ihn?“, fragte ich meinen Großvater und ließ mir seine Erzählung noch einmal durch den Kopf gehen.„Der Engel sagte noch:* "Und das habt als Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen."“, antwortete mein Großvater.„Mehr hat er nicht erzählt?“, wollte ich wissen.„Nein“, entgegnete er. „Plötzlich waren dann bei dem Engel die himmlischen Heerscharen und lobten Gott und sprachen: "Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens."“„Schau, Großvater, die Engel fahren in den Himmel zurück! Weg sind sie. Alles ist ruhig.“ Stellte ich fest. Langsam kam wieder Leben in die Körper der Hirten. Sie diskutierten über das, was sie gesehen und gehört hatten und scharten sich um meinen Großvater.„Lasst uns nach Bethlehem gehen und sehen, was da geschehen ist!“, schlug er vor. Alle waren einverstanden und machten sich auf den Weg. Ich ging einfach mit und mein Großvater schien nichts dagegen zu haben. Fieps blieb in meiner Hosentasche. Sie wollte auch unbedingt mit, denn sie war eine sehr neugierige Maus. Irgendwann kamen wir an einen Stall, aus dem ein schwaches Licht leuchtete. Wir traten ein und fanden, wie der Engel gesagt hatte, ein Kind in Windeln gewickelt in einer Krippe liegen. Seine Mutter und sein Vater waren anwesend und ein paar Tiere im Stall. Die Hirten erzählten den Eltern des Kindes, was der Engel gesagt hatte. Fiep war inzwischen aus meiner Tasche gekrabbelt und an meiner Hose heruntergerutscht. Weil sie das Kind nicht sehen konnte, kletterte sie kurz entschlossen an der Krippe hoch und schaute sich das Kind an.
„Ist das niedlich!“, piepste sie mit heller Stimme. Mir kam es vor, als lächelte es die Maus an und als streckte es seine Hand nach ihr aus.Auf dem Heimweg lobten und priesen die Hirten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten und erzählten allen die ihnen begegneten, was man ihnen kundgetan hatte. Als wir wieder zu hause waren, war ich sehr müde, aber ich brachte den Hirten doch noch ihr Abendessen. Trotz Müdigkeit konnte ich noch lange nicht schlafen und Fieps ging es ebenso.„Es war ein ganz besonderes Kind!“, piepste das Mäuschen und kuschelte sich in mein Kopfkissen.                                                                   EndeCopyright 2015 by Helga Pikulik
Teiltexte aus:* Die Geburt Jesu nach dem Lukas-Evangelium (Kap.2 aus Verse 1-20)


Dienstag, 1. Dezember 2015

Die Entscheidung Fußballgeschichte für Kinder





Die Entscheidung


„Du hast heute toll gespielt! Den Aufstieg haben wir dir zu verdanken.“ Michael schlug mir anerkennend auf die Schulter.
„Die Tore waren nicht alleine mein Verdienst. Wir waren alle gut und man hat mir den Ball immer zugespielt“, antwortete ich.
„Ach Kai, sei nicht immer so bescheiden.“ Mischte sich Thomas ein.
„Was wollte Dennis Vater denn von dir? Dich etwa abwerben?“ Wollte Michael wissen.
„Erraten“, ich grinste ihn an. Erwartungsvoll schaute er mich an. „Du weißt doch, die blitzen bei mir.“ Michael atmete sichtlich erleichtert auf.
„Wusste ich es doch!“ Meinte er.
„Kommt ihr heute Abend mit ins Kino!“ Wollte Thomas wissen.
„Ich nicht, ich muss noch für die Englischarbeit pauken“, antwortete ich.
„Streber!“ Thomas grinste mich an.
„Ich komme mit!“ Meldete sich Michael.
„Dann bis Morgen.“ Verabschiedeten sich Thomas und Michael, denn hier trennten sich unsere Wege. Ich war ganz froh darüber, denn mein schlechtes Gewissen ließ mir keine Ruhe. Ich hatte meinen Kumpels nicht dir Wahrheit gesagt. Das Angebot, welches Dennis Vater mir gemacht hatte, war nicht schlecht und ich hatte mir Bedenkzeit erbeten. Und dann war da noch Dennis Schwester Mia. Ich kannte sie seit dem Kindergarten. Wir waren immer gute Freunde, aber irgendwann empfand ich mehr für sie. Wenn ich in dem Verein spielen würde, den Dennis Vater trainiert, würde ich Mia sicherlich öfters treffen. Ich musste mich beeilen, denn Dennis hatte mich zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. „Warum hatte ich meinen Freunden gesagt, ich müsste Englisch lernen? Sie wissen ja, dass ich mit Dennis befreundet bin.“ Ich drehte die Dusche kalt auf. Ich wollte einen klaren Kopf haben. Heute Abend musste ich mich entscheiden.
Die Party war schon voll im Gang, als ich endlich eintraf. Mia öffnete die Tür. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Sie sah in dem Kleid so süß aus. Ich musste mich beherrschen, sie nicht in meine Arme zu schließen und zu küssen.
„Hallo Kai! Willst du nicht herein kommen?“ Begrüßte Mia mich mit einer leichten Umarmung. Ich löste mich aus meiner Versteinerung und erwiderte ebenfalls mit einer Umarmung die Begrüßung. Ihr blondes gewelltes Haar roch so gut und ich wünschte mir, dieser Moment würde nie vergehen.
„Schön, dass du gekommen bist!“ Hörte ich Dennis sagen und ich löste mich aus der Umarmung und begrüßte ihn.
„Mein Vater hat mir erzählt, was er dir angeboten hat. Da brauchst du doch sicher nicht lange überlegen.“ Meinte Dennis und legte lächelnd den Arm um meine Schultern und führte mich zu den anderen Gästen.
„Du hast super gespielt!“ Stellte einer der Gäste im Vorbeigehen fest und dann sah ich Dennis Vater auf mich zukommen.
„Na, Kai! Hast du dich entschieden?“ Erwartungsvoll schaute er mich an. Sein Blick war freundlich. Wie würde er auf eine Absage reagieren? Mia schaute zu mir herüber. Gedanken an meine Freunde, an meinen Verein sausten durch meinen Kopf.
„Ich kann ihr Angebot nicht annehmen. Wir sind gerade aufgestiegen und ich will meinen Verein nicht in Stich lassen.“ Antwortete ich.
„Schade, aber ich hatte diese Antwort fast erwartet. Den Ausbildungsplatz biete ich dir dennoch an, denn ich kenne dich von klein an und weiß, was du für ein feiner Kerl bist.“ Er lächelte mich an und klopft mir auf die Schulter. „Ich will dich nicht länger aufhalten, denn ich glaube, da möchte jemand mit dir tanzen.“ Sein Blick richtete sich auf Mia.
„Danke, den Ausbildungsplatz nehme ich gerne an.“ Hörte ich mich sagen, denn ich war etwas verwirrt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass alles so glatt lief und dann kam Mia auf mich zu.
„Für wen hast du dich entschieden?“ Fragte sie lächelnd.
„Nur für dich!“ Antwortete ich und nahm sie in den Arm und führte sie zur Tanzfläche.
„Und warum küsst du mich dann nicht?“, fragte sie.
Das ließ ich mir nicht zweimal sagen.

Ende



Copyright2015by Helga Pikulik

Sonntag, 25. Oktober 2015

Gedanken - Mein Garten im Oktober



Gedanken
Mein Garten im Oktober


Oktober mein Freund
Tauchst die Natur in einen Farbtopf
Laub in den schönsten Tönen
Leuchtet mir entgegen
Letzte Rosenknospen springen auf
Wollen deine Farbenpracht mit ihren herrlichen Farben und Duft unterstützen
Vögel freuen sich über rote Äpfel am Baum
Für sie hängen geblieben
Hier und da schauen die Meisen ins Futterhaus
Darin müsste doch schon etwas sein
Hast meinem Garten viel Regen beschert
Doch die Sonne versucht hier und da durch die Wolken zu brechen
Lässt die Astern in ihrem Licht wie kleine Sonnen strahlen

Oktober mein Freund
Zeigst dich auch von einer anderen Seite
Lässt mich die Vergänglichkeit erahnen
Noch gerade ein Teil der prächtig gefärbten Baumkrone
Tanzt ein Blatt freudig im Wind
Um dann vom weichen Gras sanft aufgefangen zu werden
Umringt von seinen Freunden
Ich streife durch das raschelnde Laub
Welches zum Verwesen verurteilt
Ich halte ein Blatt in meiner Hand
Meine Gedanken eilen voraus
In den November
Der traurigste und trübste Monat für mich 

(c)
  





Der Farn fühlt sich in dem Rost vor unserer Kellertreppe wohl

Freitag, 18. September 2015




Hallo, Tod!

Du bist schon lange nicht mehr mein Freund
Kannst es nicht lassen
Hast wieder deine Hand ausgestreckt
In meinem Verwandtenkreis
So plötzlich
Ohne Vorwarnung
Bald werde ich dich nur noch hassen
Meinst du nicht auch
Es ist etwas viel in er letzten Zeit
Bekommst einfach nicht genug
Kennst kein Erbarmen
Oder tue ich dir Unrecht?




Mai 2018

Hallo Tod
!
 Warum rufst du dich immer wieder in Erinnerung?
Seit 2015 hast du schon wieder so viele Verwandte geholt.
Solltest du an unserer Tür klopfen, werde ich nicht öffnen!
Wir werden gegen dich kämpfen!
Wir geben nicht auf, also gehe weiter!
Du ungeliebter Freund
.





Mittwoch, 16. September 2015














Besuchen wir doch kurz meinen Garten! 



                                                               Renovierung fängt an!






Die Blüten der Gardenie verbreiten einen herrlichen Duft


Uns gibt es auch noch, nur etwas verwittert mit der Zeit, 

Foto etwas verändert, so sehen die Äpfel schon lecker aus, sind aber noch nicht reif!






Das ist ein Teil unseres ehemaligen Kirschbaumes


Brombeeren gab es in diesem Jahr reichlich

Sonntag, 9. August 2015

Gedanken




Zum Andenken an meine Mutter


Ein Jahr
Wo ist es hin
Es flog vorbei
Ein Jahr ohne dich
Ich denke jeden Tag an dich
Finde dich
In den kleinen Dingen der Erinnerung

Dein Bild schaut mich an
Ich versuche die Tränen zu unterdrücken
Ein hohes Alter hatte Gott dir gegeben
Aber der Tod kam dennoch zu früh
Doch war er für dich die Erlösung
Und nur das tröstet mich













Revolverheld - Deine Nähe tut mir weh

Sonntag, 29. März 2015

Gedicht




Gedicht


Ich steige nicht aus...


Ohne ein Wort
Verstehst du mich
Unsere Blicke treffen sich
So lange sind wir verbunden
Jeder kennt die Gefühle des Anderen
Du weißt
Das ich dich liebe
Nicht ohne dich sein will
Doch du weißt
Ich hasse das Leben
Doch du machst es mir jeden Tag wieder lebenswert




Samstag, 28. März 2015

Die Burg 6. Fortsetzung


Die Burg              6. Fortsetzung



„Wir haben die Burg besichtigt und sind dabei in einen Gang geraten, der uns hier her gebracht hat.“ Versicherte Max.
„Unsinn! Der Gang ist für Touristen abgesperrt und wenn jemand neugierig trotzdem hineingeht, der wird wieder schnellstens wenden, weil es zu dunkel ist. Letztlich ist der Gang auch irgendwann zu Ende. Es können nur die aus unserer Welt hinein oder ein Magier öffnet ihnen die Wand für einen kurzen Moment. Der einzige, der Interesse hätte, dass jemand hierher gelangt, ist Rain. Also lügt mich nicht an, wenn euch euer Leben lieb ist! Er hat euch geschickt, um zu spionieren. Welchen Plan hat er und wo befindet er sich zur Zeit? Ist er schon in diesem Land?“
„Was erzählen sie da alle für ein Quatsch?“ Entgegnete Jens wütend. „Wir sind hier im Urlaub und haben eine Burg besichtigt, in der ein Gang uns hier her geführt hat, wie mein Freund schon sagte. Der Gang war abgesperrt gewesen, jemand hatte wohl die Kette mit dem Verbotsschild abgehängt, sie lag auf der Erde. Wir sind trotzdem in den Gang gegangen, weil es uns eben reizte! Wir hatten eine Taschenlampe. Als der Gang in einen Raum mündete, war unser Rückweg plötzlich verschwunden und wir sind dem Gang gefolgt. In ihm gingen plötzlich Fackeln an, ohne dass sie jemand angezündet hatte. Magier gibt es nur in Fantasiefilmen. Oder meinen sie Zauberer im Zirkus oder im Fernsehen? Aber das sind ja nur eingeübte Trix, die die vorführen!“ Versuchte Jens den Mann zu überzeugen.
„Erzählt mir keine Geschichten!“ Fauchte der Mann die Jungen an. Dann wandte er sich an zwei in schwarz gekleidete Männer. Er befahl ihnen, die Beiden in die äußerste Ecke der Höhle zu bringen und sie nicht aus den Augen zu lassen. Unsanft schoben sie Jens und Max in den hinteren Teil der Höhle und stießen sie zu Boden. Die beiden Männer stellten sich etwas abseits, um die Beiden zu bewachen.
„Ich glaube, die haben einen an der Waffel“, flüsterte Jens.
„Das sind garantiert Gangster!“ Meinte Max, der sein Knie rieb, auf das er gefallen war, als die Männer sie auf den Boden schubsten.“
„Hast du den alten Mann auf dem goldenen Stuhl gesehen? Der sieht aus wie eine wandelnde Leiche. Seine weiße Kleidung verschlimmert noch sein Aussehen. Seine Augen waren blutunterlaufen und sein Blick war starr und kalt!“, flüsterte Jens.
„Sie erzählten, dass irgend ein Rain seine Tochter sucht. Scheinbar haben diese Typen sie entführt.“ Antwortete Max leise.
„Vielleicht ist es das Mädchen, welches neben diesem Leichengreis saß! Dieser Rain muss ein berühmter Zauberer sein. Hast du schon einmal im Fernsehen oder sonst wo von dem gehört?“ Fragte Jens.
„Nie gehört“, antwortete Max. „Sieh mal, da kommen noch mehr so schwarz gekleidete Typen herein.“
„Marco, wir haben mit unseren Leuten das Land der schwarzen Magie abgesucht. Wir haben keine Spur von Rains Anwesenheit gefunden. Aber Germeon soll auf den Weg hier her sein“, berichtete einer der herein gekommenen Männer.
„Das dieser Verräter sich hier noch her traut“, entgegnete der Mann mit den blonden Haaren, der also Marco hieß. „Vielleicht steckt er jetzt mit Rain unter einer Decke. Warum sonst hatte Rain ihn nicht sofort getötet, als er erfuhr, dass Germeon in der Gestalt des Großvaters seine Tochter entführt hatte. Rain ist doch sonst nicht so zimperlich.“
„Germeon ist mein Urenkel, also Rains Neffe. So schnell bringt er seine Verwandtschaft nicht um“, sagte die tot aussehende alte Gestalt.
„Das sagst ausgerechnet du? Dich hat er doch ohne zu zögern umgebracht. Und deine Geistgestalt noch einmal. Aber du bist ja unverwüstlich! Du alter Greis! Wie kann man sich nur mit dem Satan persönlich verbünden? Wie lebt es sich eigentlich mit so einer vom Satan neugestalteten schwarzen Seele?“, fragte Marco.
„Du siehst ja, ganz gut. Ich werde durch meine Urenkelin mein Reich der dunklen Mächte wieder erstehen lassen und dieses Land Rain wieder entreißen. Ich werde dich als Herrscher dieses Landes einsetzen. Ab dann wirst du meinen Traum erfüllen, und ein Land dieser Welt nach dem anderen meiner dunklen Macht unterwerfen.


Fortsetzung folgt...


Copyright2015by Helga Pikulik



Gedicht ( Frühlings)erwachen





(Frühlings)erwachen

Die Natur erwacht zum neuen Leben
Sie hat allen viel zu geben
Lange war meine Seele düster und leer
Sah den Lebenssinn nicht mehr

Doch plötzlich wie ein Blitz
Dreht das Leben sich für mich
Mit den aufspringenden Knospen der Natur
Habe ich jetzt Freude am Leben pur

Will mein Gestern verdrängen
will sofort neu beginnen
Musste erst älter werden
Um zu begreifen

Gelassen werden
Um auf alles zu pfeifen
Meine Kindheit vergessen
Die Jugend verdrängen
Muss mich nicht mehr mit anderen messen

Muss nicht mehr bei den Toten verweilen
Denn das Leben hat auch andere Seiten
Will nicht mehr an den Tod nur noch ans Leben denken
Will all meine Liebe meiner Familie schenken

Ansonsten halte ich es mit Götz von Berlichingen:

Gute Nacht ihr lieben Sorgen

L.m.a. A. Bis morgen







Montag, 23. Februar 2015

Gedicht




Whysky

So lange warst du mein kleiner Freund
Fast ein Kind für mich
Ich liebe dich
Mein kleiner Hund
Ich bitte dich
Werde doch gesund

Verlass mich nicht
Ich könnt es nicht ertragen
Du schaust mich an
Als würdest du fragen
Was ist mit mir
Warum geht es mir so schlecht

Wer nimmt mir die Entscheidung ab
OP oder nicht
Wirst du es überstehen
Ich kann nicht in die Zukunft sehen
Kann dir nur meine Liebe schenken
Kann dich nur streicheln
Mit meinen Händen

Kleiner Whysky ich habe dich lieb





(c)

Donnerstag, 5. Februar 2015

Lass uns zum Regenbogen gehen 2. Fortsetzung - Ein Weihnachtsmärchen für Kinder

Lass uns zum Regenbogen gehen


Die Kinder bedankten sich bei der Fee und dann fuhr die Kutsche los. Immer weiter ins Regenbogenland. Die Landschaft wurde immer felsiger und sie fuhren durch Täler und über Berge und plötzlich fuhren sie auf einen großen See zu. Die Geschwister erschraken, denn die Kutsche fuhr mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und kam dem Wasser immer näher. Liselotte und Nico schrien auf, aber plötzlich hob die Kutsche ab und die Schmetterlinge flogen über den See und die Kutsche berührte das Wasser nicht.
„Wir fliegen!“, rief Nico begeistert. „Ist das nicht toll?
„Ich habe mich so erschrocken“, antwortete seine Schwester und holte tief Luft. „Ich dachte, wir sausen ins Wasser.“
„Angsthase!“, rief Nico lachend. Sanft setzten die Schmetterlinge die Kutsche aufs andere Ufer auf und es ging weiter, nur die Landschaft hatte sich verändert. Sie lag in einem dunklen Schatten und der Wald wurde vom Nebel durchzogen und sah bedrohlich aus. Seltsame Laute drangen durch die Baumkronen und jagten den Kindern Angst ein. Doch die Kutsche fuhr unbeirrt weiter. Die Bäume wurden immer uriger. Oft glaubten die Kinder Gesichter in den knorrigen Baumstämmen zu erkennen oder es kam ihnen vor, als winkten die Äste ihnen zu. Plötzlich stoppte die Kutsche. Die Kinder erschraken und schauten aus den offenen Fenstern der Kutsche.
„Warum halten wir?“ Rief Liselotte dem Kutscher zu.
„Bleibt auf jedem Fall in der Kutsche!“ Ermahnte Fabian sie. „Der Zauberer hält uns hier auf. Wir befinden uns in seinem Gebiet.“ Noch ehe das Mädchen antworten konnte, trat ein großer schwarz gekleideter Mann mit einem roten Umhang zu den Kindern ans Fenster.
„Na, ihr Zwei! Das ist aber sehr lieb von euch, dass ihr mich hier besucht. Wollt ihr nicht aussteigen? Wie wäre es mit einer schönen Tasse Kakao und Kuchen?“
„Oh, ja!“ freute sich Nico. „Liselotte, lass uns hier Pause machen!“
„Weißt du nicht mehr, was die Fee uns geraten hat? Nicht aussteigen, wenn wir den Zauberer treffen! Und der Elfenjunge rief es uns gerade auch zu. Wir müssen weiter nach Frau Holle. Du willst doch sicher auch am Heiligen Abend zu hause sein?“
„Nach Frau Holle wollt ihr? Was wollt ihr bei der alten Frau? Sie hat ja sogar den Winter verschlafen!“ Sagte der Zauberer höhnisch und lachte laut.
„Dann werden wir sie wecken!“, antwortete Liselotte.
„Dann viel Spaß!“ Meinte der Zauberer und entfernte sich mit schallendem Gelächter. Die Schmetterlinge flogen weiter und zogen die Kutsche hinter sich her. Nach längerer Zeit wurde die Landschaft endlich wieder heller und farbiger. Überall blühten bunte Blumen und die Bäume sahen freundlicher aus. Irgendwann hielt die Kutsche vor einem großen Tor an. Dahinter lag ein wunderschöner Garten mit einem kleinen weißen Haus mit roten Dachziegeln. An den Hauswänden blühten die schönsten Rosen. Ein kleiner Bach plätscherte so vor sich hin, auf dem einige Enten schnatternd schwammen
„Was wollt ihr hier?“ Fragte ein kleines Männchen, welches vor dem Tor stand.
„Wir wollen zu Frau Holle!“, entgegneten die Kinder.
„Frau Holle wohnt hier, aber sie empfängt keine Gäste“, antwortete das Männchen und es sah sehr traurig aus.
„Was ist denn passiert?“, wollte Nico wissen.
„Frau Holle schläft schon seit Wochen, dabei müsste sie es schon längst schneien lassen“, sagte das Männchen.
„Warum weckt sie denn niemand?“, wollte Liselotte wissen.
„Das haben schon viele versucht, aber keiner hat es geschafft“, erwiderte das Männchen. „Der böse Zauberer hatte sich mit Frau Holle gezankt und hat daraufhin Frau Holle verzaubert. Auf jeden Fall wacht sie einfach nicht auf.“
„Lass uns bitte herein. Wir sind extra gekommen, um Frau Holle zu bitten, dass sie es schneien lässt. Wir wollen versuchen, sie aufzuwecken“, bettelte Liselotte.
„Meinet wegen, man soll nichts unversucht lassen.“ Antwortete das kleine Männchen und öffnete das große Tor. Danach führte er die Kinder ins Haus. Frau Holle lag in ihrem Bett und schlief fest. Sie reagierte weder auf laute Zurufe noch auf das Rütteln an ihrem Arm.
„Ich werde gegen den Zauberer kämpfen!“, rief Nico. Aufgebracht zückte er sein Holzschwert und fuchtelte damit herum.
„Vorsicht!“, rief seine Schwester. Aber da war es schon zu spät. Nico hatte mit seinem Schwert den großen Wecker erwischt, welcher auf dem Nachtschrank stand. Im hohen Bogen flog die Uhr durch die Luft und fiel krachend auf den Boden.
„Ups!“ Meinte Nico und starrte die Einzelteile der Uhr an, die sich auf dem Boden verteilten.
„Was ist denn hier los? Ein Volksauflauf?“ Rief Frau Holle, die sich aufrichtete und die Kinder und den kleinen Mann fragend anschaute.
„Frau Holle, sie sind aufgewacht!“, rief der kleine Mann.
„Ist das so seltsam?“, fragte Frau Holle und schüttelte ihren Kopf.
„Sie haben wochenlang geschlafen und keiner Person gelang es, sie zu wecken. Der böse Zauberer hatte sie verzaubert.“, sagte der kleine Mann.
„Und dadurch, dass der Wecker zerbrach,ist der Zauber verschwunden!“, stellte Liselotte fest.
„Was sagt ihr? Wochen lang? Oh, je! Da hätte es doch schon längs schneien müssen!“, regte sich Frau Holle auf.
„Darum sind wir hier“, antwortete Liselotte. Wir wollten sie bitten, es am Heiligen Abend auf der Erde schneien zu lassen, wir wünschen uns nämlich einen Schlitten.“
„Das werde ich jetzt sofort machen, denn ich habe es euch zu verdanken, dass ich wieder aufgewacht bin. Sonst wäre es mir noch wie Dornröschen ergangen.“ Erwiderte Frau Holle.
„Wissen eure Eltern eigentlich, dass ihr hier seid?“, fragte der kleine Mann.
„Nein“, antwortete Liselotte. „Die hätten uns bestimmt nicht gehen lassen.“
„Dann fahrt ganz schnell zurück! Eure Eltern werden sich sicher schon Sorgen machen. Ihr müsst in Zukunft immer euren Eltern Bescheid sagen und nicht einfach so weggehen!“
Die Kinder versprachen es und dann fuhr die Kutsche die Kinder bis zum Regenbogenanfang, wo sie ihre Räder abgestellt hatten. Als die Kinder zu hause ankamen, war es schon früh am .Morgen. Leise schlichen sie sich ins Haus. Doch die Mutter überraschte sie im Flur.
„Wo wollt ihr denn so früh hin?“ fragte die Mutter erstaunt.
„Wir waren schon fort und kommen gerade wieder“, entgegnete Nico.
„Wir waren im Regenbogenland und haben Frau Holle geweckt, damit sie es schneien lässt“, antwortete Liselotte zaghaft.
„Ich habe sie geweckt!“, rief Nico stolz. „Mit meinem Schwert habe ich den verzauberten Wecker zerstört. Da ist Frau Holle aufgewacht und hat versprochen, es schneien zu lassen. Wir wünschen uns doch einen Schlitten.“
„Ist es doch schön, wenn Kinder noch so viel Fantasie haben“, dachte die Mutter.
„ Es ist noch viel zu früh, um draußen zu spielen. Ich mache gleich das Frühstück, zieht eure Jacken erst mal wieder aus!“ Sagte die Mutter und ging in die Küche.
„Aber wir waren...“ Nico brach seinen Satz ab, da Liselotte ihren Zeigefinger auf ihre Lippen legte. Dann schob sie ihren Bruder vor sich her bis in ihr Zimmer.
„Ist doch gut, wenn Mama meinte, wir wollten nach draußen. Dann bekommen wir auch keinen Ärger, dass wir alleine fort waren. Das mit dem Regenbogen hat sie nicht geglaubt“, erklärte Liselotte ihrem Bruder. In der Zwischenzeit holte ihre Mutter die Zeitung draußen aus dem Briefkasten. Es schneite dicke Flocken und im Nu sah die Gegend wie gepuderte aus. Die Mutter blieb einen Moment stehen und genoss den Anblick des dichten Schneetreibens. Sie schaute zum Himmel und ihr war, als blitzte sekundenschnell ein farbiger Bogen durch den Schnee auf.


Ende

Copyright2015byHelga Pikulik


Donnerstag, 29. Januar 2015






Die Stadtwaage in Osnabrück wird heute als Standesamt genutzt

Die Stadtwaage ist eine öffentliche Einrichtung zum Wiegen von Kaufmannsgütern.
Vor der Verbreitung überregional einheitlicher Maße konnten Gewichte von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein. Um Betrug zu verhindern, waren Kaufleute seit dem Mittelalter in verschiedenen Städten dazu verpflichtet, das Gewicht ihrer Handelswaren in der von den Stadtbehörden errichteten Waage feststellen zu lassen. Meistens mussten sie dafür eine Gebühr, das Waagengeld oder Wiegegeld bezahlen. Das Recht der Stadt, den Kaufleuten eine solche Verpflichtung aufzulegen (Wiegerecht), war oft Teil des vom Landesherrn erteilten Stadtrechts oder Marktrechts. Stadtwaagen sind meistens im Erdgeschoss teiloffene Gebäude. Oft bot die Einrichtung auch die Möglichkeit, Güter aufzuschlagen, meistens stand das Waagengebäude jedoch ohnehin an einem Marktplatz.
 (1532 erbaut, im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, 1953 äußerlich rekonstruiert, heute genutzt als Standesamt)
Text: Wikipedi
Foto: H. Pikulik

Montag, 26. Januar 2015

Gedicht




Mir ist, als wenn es gestern war

Ein halbes Jahr bist du nicht mehr da
Mir ist als wenn es gestern war
Als ich deine flehenden Blicke sah
Du wolltest nicht gehen
Doch ich konnte nicht helfen in der Not
Ich war machtlos gegen deinen Tod

Nie hätte ich gedacht
Dass ich dich jemals verlier
Mutter du warst immer hier
Wir waren so eng verbunden
Den Tod meines Vaters
Haben wir nie überwunden

Einmal werden wir uns wiedersehen
Ich will daran glauben
Doch der Schmerz im Herzen
Der tut so weh
Auch wenn ich es nicht versteh
Einmal müssen wir alle gehen


(c)by Helga Pikulik