Montag, 30. April 2018

Al Bano Carrisi & Romina Power - Felicita (Schlagerchampions 13-1-2018)

Nach Ostern Kindergeschichte




Nach Ostern

Ostern war vorbei und die Hasen und Hühner hatten alle Farben und Pinsel säuberlich fürs nächste Jahr zurückgestellt.
„Ich wünsche euch einen guten Heimweg!“, sagte der Oberste der Hasen, er war der älteste und hatte viel Erfahrung. „Seid vorsichtig, geht dem Fuchs aus dem Weg und ruht euch von der Arbeit aus. Es hat wiedermal alles hervorragend geklappt. Ich danke euch dafür.“
Hansi war das jüngste Häschen und durfte in diesem Jahr das erste Mal dabei sein, die Eier für Ostern zu bemalen.
„Deine Eier sind sehr schön bemalt, du bist ein Naturtalent!“, hatte der älteste der Hasen ihn gelobt. Hansi war sehr stolz auf sich. Es hatte Spaß gemacht, die Eier zu bemalen, aber es war auch ganz schön anstrengend. Jetzt war er ehrlich gesagt froh, dass alles fertig war und er nach Hause gehen konnte. Also machte er sich auf den Weg.
„Sollte der Fuchs nur kommen“, dachte er vor sich hin. „Dem werde ich zeigen, wer der schnellere ist. Alle Kinder haben jetzt so schöne bunte Eier und ich habe noch nicht mal eins.“ Hansi wurde mit einmal traurig.
„Hallo, kleiner Hase, so alleine?“
Hansi zuckte zusammen. Hinter ihm stand der Fuchs. Hansi hatte ihn nicht kommen gehört.
„Hast du für mich und meine Kinder keine bunten Eier? Das ist nicht nett. Meine Kinder werden sehr enttäuscht sein, aber über einen leckeren Hasenbraten werden sie sich auch freuen“, der Fuchs grinste Hansi an und kam noch einige Schritte nähern.
„Ach, her je. Mein junges Hasenleben ist schon zu ende. Fortlaufen kann ich nicht mehr, der Fuchs würde mich sofort einholen. Warum habe ich nicht besser aufgepasst“, dachte der kleine Hase und ihm kamen die Tränen.


Fortsetzung folgt...


(c)

Samstag, 28. April 2018

Die Knochenmänner 1. Fortsetzung Kurzroman




Die Knochenmänner


Mit seinen knochigen Händen lenkte er den Wagen durch Gestrüpp und zwischen Bäumen den Berg zur Wittekindburg hoch. Ich hielt mir die Hände vor mein Gesicht, doch komischer Weise passte der Wagen überall durch. Die Kreatur neben mir kicherte und strich mir mit der Knochenhand übers Haar. Wie ekelig, mir lief ein kalter Schauer über den Rücken.
Plötzlich tauchte vor uns eine dunkle Wolke auf. Der Knochenmann fuhr direkt hinein. Als wir wieder klare Sicht hatten, tat sich eine düstere Ebene auf. Keine Spur mehr vom Nettetal und Wittekindburg. In der Ferne lag ein dunkles Gebirge, auf das der Wagen direkt zu fuhr.
„Wo sind wir hier?“, fragte ich. Aber das Knochengestell schwieg und grinste nur. Was ich auch fragte, ich bekam keine Antwort. Ab und zu ließ es sein fieses Lachen ertönen und schlug dabei mit einer Hand aufs Lenkrad. Die Knochenfinger klapperten und es sah aus, als wenn sie jeden Moment auseinander fielen. Da der Wagen mit einer unheimlichen Geschwindigkeit fuhr, was man der Klapperkiste gar nicht zutraute, erreichten wir bald das Gebirge. Wir fuhren in eine Höhle. Überall liefen dort Knochengerüste herum. Der Wagen hielt und ich konnte die Tür öffnen.
„Los aussteigen!“, befahl der Knochenmann mit quiekender Stimme. Er packte mich am Arm und führte mich in ein Verließ, das er hinter mir mit einem Eisentor verschloss. Wäre meine Lage nicht so traurig, hätte ich mich über dieses Knochenmännchen schlapp gelacht, denn es hatte einen ganz komischen Gang mit seinen dünnen Knochenbeinen und seine Stimme hörte sich ulkig an. Ich rüttelte an dem Tor und schrie:
„Ich will nach Hause, ihr Blödmänner!“, ich bemerkte, dass das Tor nicht zugeschlossen war und wollte es gerade öffnen.
„Lass es lieber zu!“, ertönte hinter mir aus einer dunklen Ecke eine Mädchenstimme. Erschrocken drehte ich mich um.

Fortsetzung folgt...

(c)

Maite Kelly - Liebe ist Liebe (Lyric Video)

Die Knochenmänner Kurzroman



Die Knochenmänner


„Hallo, Taxi!“, winkte ich dem Wagen zu, der langsam vor dem Osnabrücker Bahnhof fuhr. Es war ein schönes Taxi in rot. In der Farbe hatte ich es noch nie gesehen. Der Wagen hielt neben mir und am Steuer saß ein sehr sympathischer junger Mann. Ich stieg ein.
„Bitte zum Ortsteil Dodesheide!“, sagte ich und ließ mich entspannt in den Sitz fallen. Doch kaum waren wir losgefahren, verriegelten sich die Türen.
„Was soll das?“, fragte ich den Fahrer und rüttelte panisch an dem Türgriff. Der junge Mann antwortete auf meine Frage nicht und fuhr einfach weiter, ohne auf mein Schimpfen zu reagieren. Längs waren wir durch den Ortsteil Dodesheide gefahren und hatten Osnabrück verlassen. Das Taxi war die Straße zum Nettetal heruntergefahren und fuhr Richtung Wittekindburg. Der Wagen verwandelte sich mit einmal in ein altes klapperiges kleines Auto. Ich schrie entsetzt auf, denn der junge Mann hatte sich in ein Knochengerüst verwandelt und grinste mich mit seinem zahnlosen Mund an. Verweste Stofffetzen hingen an seinen Rippen. Ich geriet total in Panik. Das Knochengerüst lachte krächzend.


Fortsetzung folgt...


(c)

Das Apfelmännchen Kindergeschichte 2. Fortsetzung







Das Apfelmännchen

Nach einer Weile klingelte es an der Haustür. Als Anna öffnete, stand ihre Enkelin vor der Tür.
„Hallo, Jenny, das ist aber schön, dass du mich besuchst, komm rein.“
„Oh, wo hast du denn diese große Puppe her? Jenny ging auf das Apfelmännchen zu.
„Jenny, erschrecke dich nicht, das ist keine Puppe!“, sagte ihre Oma.
„Ich bin keine Puppe!“, rief das Apfelmännchen zeitgleich und Jenny wich erschrocken mit einem Aufschrei zurück.
„Was ist das?“
„Es ist ein Apfelmännchen und heißt Jacob. Er ist mit den Äpfeln auf dem Wochemarkt in die Tüte geraten, die deine Mutter mir heute besorgt hatte. Es ist ganz lieb, du brauchst keine Angst haben“, erklärte die Oma.
„Wie passt das große Männchen in eine Obsttüte mit Äpfeln?“, fragte Jenny ungläubig.
„Er ist eigentlich ganz klein, aber er kann sich größer zaubern.“
Jenny schaute sich eine Weile das Männchen an. Dann lächelte sie es an und meinte:
„Hallo, Jacob, ich bin Jenny und elf Jahre alt.“
„Und ich bin Jacob, noch sehr jung, aber wieviel Jahre weiß ich nicht, wir zählen die Jahre nicht.“
„Wie kommst du denn wieder nach Hause?“
„Das fragte deine Oma auch schon, ich weiß es nicht.
„Vielleicht steht auf der Tüte der Name von dem Obstbauer“, Anna stand auf und ging in die Küche und holte die Obsttüte aus dem Papiermüll. „Wir haben Glück, die Adresse ist sogar abgedruckt mit dem Bauernhaus.“
Jacob schaute sich die Tüte an.
„Ja, da wohne ich, das ist das Haus!“, freute er sich.
„Papa holt mich gleich ab, dann können wir Jacob nach Hause bringen.“
„Wie schön, ich war schon ganz traurig, weil ich dachte, dass ich nie mehr meine Eltern und Geschwister sehen werde“, freute sich Jacob.
„Wo wohnt ihr Apfelmännchen denn dort im Bauernhaus?“, fragte Jenny.
„Wir wohnen auf der großen Diele unter einer Treppe, die zum Heuboden hinauf geht. Der Bauer Hansen lagert im Apfelkeller seine Ernte. Da holen wir uns immer einige Äpfel. Im Herbst nehmen wir aber das Fallobst von der Wiese.“
„Da kommt mein Vater, er wird dich bestimmt nach Hause fahren“, Jenny lief zur Tür und öffnete ihrem Vater. Der staunte nicht schlecht, als er Jacob sah und war sofort bereit ihn nach Hause zu fahren, als er die Geschichte von ihm hörte.
„Anna, vielen Dank! Vielleicht sehen wir uns mal wieder“, verabschiedete sich Jacob und grinste.
„Pass lieber auf, dass du nicht zwischen die Äpfel für den Verkauf kommst!“, ermahnte Anna ihn.
Als Jenny und ihr Vater mit Jacob auf den Hof des Bauern fuhren, stand der gerade vor der Scheune. Jenny stieg aus.
„Guten Tag, Herr Hansen“, begrüßte sie ihn.
„Welch ein netter Besuch, sagte Herr Hansen. Was kann ich für dich tun?“
„Wir haben ihr Apfelmännchen nach Hause gebracht. Es war in die Verkaufstüte meiner Mutter heute auf dem Wochemarkt geraten. Zum Glück stand ihre Anschrift auf der Tüte, denn Jacob, so heißt das Männchen, war schon sehr traurig.“
Nun war auch Jacob ausgestiegen und ging auf den Bauer zu.
„Ich bin ein Apfelmännchen und wohne bei ihnen“, stellte er sich vor.
„Ich weiß, unter der alten Treppe zum Heuboden“, antwortete Herr Hansen.
„Sie kennen uns ?“, staunte Jacob.
„Schon lange, als ich ein Kind war, zeigte mir mein Opa die Apfelmännchen in unserem Haus. Er gebot mir, sie nicht zu stören oder zu verjagen, denn sie würden Glück ins Haus bringen. Wenn ich die Äpfel für den Verkauf einpacke, dann bleibt lieber so lange aus dem Keller raus.“
„Wenn sie von unserer Existenz wissen, dann brauchen wir uns ja nicht mehr verstecken“, meinte Jacob.
„Jetzt gehe schnell zu deiner Familie. So wie ich das mitbekommen habe, sind die schon ganz aufgeregt vor Angst um dich.“
„Danke, dass ihr mich hier her gebracht habt“, wandte sich Jacob an Jenny und ihren Vater, der mittlerer Weile auch ausgestiegen war und lief zum Haus, um seine Familie wieder zu sehen.
„Sie haben ja einen Hofladen“, bemerkte Jennys Vater.
„Ja, schon länger, antwortete Herr Hansen. „Wir verkaufen ja nicht nur Äpfel, unser Angebot ist vielfältig. Sie können gerne reinschauen.“
„Das würde ich gerne, meine Frau sucht schon länger nach so einem Laden in unserer Nähe.“
„Dann hat Jacob mir ja einen neuen Kunden gebracht“, stellte Herr Hansen fest.
„Sie sagten doch vorhin, Apfelmännchen bringen Glück ins Haus“, Jenny grinste Herrn Hansen an.
„Da hast du Recht“, bestätigte dieser. „Willst du unsere Tiere sehen?“
„Das ließ Jenny sich nicht zweimal sagen.

Wenn ihre Mutter im Hofladen einkaufte, begleitete Jenny sie immer und besuchte dann auch oft Jacob und die vielen Tiere.

Ende







(c)

Freitag, 6. April 2018

Farbe II



















  







Das Apfelmännchen 1. Fortsetzung Kindergeschichte



Das Apfelmännchen     1. Fortsetzung


Der Verkäufer schloss die Tüte und Evelin legte sie in ihren Einkaufskorb.

„Oh, bist du schon wieder zurück?“, fragte Anna erstaunt.
„Ja, Mutti. Es ist entsetzlich kalt, da macht es keinen Spaß, länger als nötig draußen herumzulaufen.“
„Gut, dass ich in meiner warmen Stube sitze,“ antwortete Anna.
„Ich lege die Äpfel in die Obstschale. Ich muss jetzt gehen. Morgen schaue ich wieder vorbei“, verabschiedete sich Evelin.
„Ist gut mein Kind“, sagte ihre Mutter.
„Dann will ich mir mal einen Apfel schälen“, dachte Anna und ging zur Obstschale und wollte einen Apfel nehmen, da erblickte sie ein kleines grünes Männchen, das auf einem Apfel saß und die Beine baumeln ließ. Es hatte eine braune Wildleder-Hose und ein rot kariertes Hemd an. Auf dem Kopf trug es einen dunkelgrünen Filzhut mit einer Feder. Anna war etwas erschrocken, aber dann sah sie sich das Männchen genauer an und stellte fest, dass es weinte.
„Hallo, wer bist du denn?“, fragte sie.
Das Männchen schluchzte und und schaute Anna an.
„Ich bin ein Apfelmännchen und die Verkäuferin hat mich mit den Äpfeln in die Tüte geladen.“ Und schon weinte es noch mehr.
„Du musst doch nicht weinen, ich tue dir doch nichts“, tröstete Anna das Männchen.
Das zog nun ein kleines weißes Tuch aus seiner Hosentasche und putzte sich die Tränen ab und schnäuzte sich das Näschen.
„Wirklich nicht?“, es schaute Anna ängstlich an.
„Nein, warum sollte ich?“, entgegnete Anna. „Willst du dich mit mir auf mein Sofa setzen? Du kannst mir dann etwas über dich erzählen.“
„Das Apfelmännchen war einverstanden und Anna nahm es vorsichtig in die Hand und setzte es auf das Sofa.
„Erschrecken sie nicht“, warnte das Männchen die Frau. "Ich zauber mich jetzt größer." Und schwupps, saß neben Anna ein Junge, ungefähr einen halben Meter groß. Anna staunte nicht schlecht.
„Ich heiße Jakob“, stellte sich das Männchen vor.
„Und mein Name ist Anna. Wohnst du auf dem Wochenmarkt?“
Jakob kicherte.
„Nein, dort bin ich mit einer Apfellieferung des Bauern, der auf dem Markt sein Obst verkauft, gelandet.“
„Wie kommst du denn wieder zurück?", wollte Anna wissen.
„Das weiß ich auch nicht“, antwortete Jakob traurig und Tränen stiegen ihm schon wieder in die Augen.
„Nicht weinen, wir finden schon eine Möglichkeit. Möchtest du etwas essen?“
„Ja, gerne. Einen Apfel!“, und schon lächelte Jakob wieder.
„Wenn es mehr nicht ist, ich wollte mir gerade einen abschälen.“
Nach einer Weile saßen die zwei gemütlich auf dem Sofa und knabberten ein Apfelstück nach dem anderen.


Fortsetzung folgt...

(c)



















Donnerstag, 5. April 2018

Das Apfelmännchen Eine Geschichte für Kinder





Das Apfelmännchen

„Bringst du mir ein paar Äpfel vom Wochenmarkt mit?“, fragte Anna ihre Tochter.
„Das mache ich“, antwortete diese und verließ das Haus.
Eisiger Wind schlug ihr entgegen und sie zog ihre Mütze tiefer in die Stirn. Sie bedauerte die Verkäufer auf dem Markt, die in der Kälte dort standen. Evelin erledigte ihr Einkäufe und blieb vor den Äpfeln stehen. Sie entschied sich für zwei verschiedene Sorten.
„Hallo! Was ist denn nun los?“, rief ein kleines Männchen, welches zwischen den Äpfeln saß. Aber niemand beachtete es. Der Verkäufer lud die Äpel in die Tüte und mit ihnen das Männchen.
„Hilfe! Hört mich denn keiner?“, dass Männchen hattte Angst, was würde mit ihm geschehen? Der Verkäufer schloss die Tüte und Evelin legte sie in ihren Einkaufskorb.



Fortsetzung folgt...



(c)