Montag, 30. April 2018
Nach Ostern Kindergeschichte
Nach Ostern
Ostern war vorbei und die Hasen
und Hühner hatten alle Farben und Pinsel säuberlich fürs nächste
Jahr zurückgestellt.
„Ich wünsche euch einen guten
Heimweg!“, sagte der Oberste der Hasen, er war der älteste und hatte viel
Erfahrung. „Seid vorsichtig, geht dem Fuchs aus dem Weg und ruht
euch von der Arbeit aus. Es hat wiedermal alles hervorragend
geklappt. Ich danke euch dafür.“
Hansi war das jüngste Häschen
und durfte in diesem Jahr das erste Mal dabei sein, die Eier für
Ostern zu bemalen.
„Deine Eier sind sehr schön
bemalt, du bist ein Naturtalent!“, hatte der älteste der Hasen ihn gelobt.
Hansi war sehr stolz auf sich. Es hatte Spaß gemacht, die Eier zu
bemalen, aber es war auch ganz schön anstrengend. Jetzt war er ehrlich gesagt froh, dass alles fertig war und
er nach Hause gehen konnte. Also machte er sich auf den Weg.
„Sollte der Fuchs nur kommen“,
dachte er vor sich hin. „Dem werde ich zeigen, wer der schnellere
ist. Alle Kinder haben jetzt so schöne bunte Eier und ich habe noch
nicht mal eins.“ Hansi wurde mit einmal traurig.
„Hallo, kleiner Hase, so
alleine?“
Hansi zuckte zusammen. Hinter
ihm stand der Fuchs. Hansi hatte ihn nicht kommen gehört.
„Hast du für mich und meine
Kinder keine bunten Eier? Das ist nicht nett. Meine Kinder werden
sehr enttäuscht sein, aber über einen leckeren Hasenbraten werden
sie sich auch freuen“, der Fuchs grinste Hansi an und kam noch
einige Schritte nähern.
„Ach, her je. Mein junges
Hasenleben ist schon zu ende. Fortlaufen kann ich nicht mehr, der
Fuchs würde mich sofort einholen. Warum habe ich nicht besser
aufgepasst“, dachte der kleine Hase und ihm kamen die Tränen.
Fortsetzung folgt...
(c)
Samstag, 28. April 2018
Die Knochenmänner 1. Fortsetzung Kurzroman
Die Knochenmänner
Mit seinen knochigen Händen
lenkte er den Wagen durch Gestrüpp und zwischen Bäumen den Berg zur
Wittekindburg hoch. Ich hielt mir die Hände vor mein Gesicht, doch
komischer Weise passte der Wagen überall durch. Die Kreatur neben
mir kicherte und strich mir mit der Knochenhand übers Haar. Wie
ekelig, mir lief ein kalter Schauer über den Rücken.
Plötzlich
tauchte vor uns eine dunkle Wolke auf. Der Knochenmann fuhr direkt
hinein. Als wir wieder klare Sicht hatten, tat sich eine düstere
Ebene auf. Keine Spur mehr vom Nettetal und Wittekindburg. In der
Ferne lag ein dunkles Gebirge, auf das der Wagen direkt zu fuhr.
„Wo
sind wir hier?“, fragte ich. Aber das Knochengestell schwieg und
grinste nur. Was ich auch fragte, ich bekam keine Antwort. Ab und zu
ließ es sein fieses Lachen ertönen und schlug dabei mit einer Hand
aufs Lenkrad. Die Knochenfinger klapperten und es sah aus, als wenn
sie jeden Moment auseinander fielen. Da der Wagen mit einer
unheimlichen Geschwindigkeit fuhr, was man der Klapperkiste gar
nicht zutraute, erreichten wir bald das Gebirge. Wir fuhren in eine
Höhle. Überall liefen dort Knochengerüste herum. Der Wagen hielt
und ich konnte die Tür öffnen.
„Los
aussteigen!“, befahl der Knochenmann mit quiekender Stimme. Er
packte mich am Arm und führte mich in ein Verließ, das er hinter
mir mit einem Eisentor verschloss. Wäre meine Lage nicht so traurig,
hätte ich mich über dieses Knochenmännchen schlapp gelacht, denn
es hatte einen ganz komischen Gang mit seinen dünnen Knochenbeinen
und seine Stimme hörte sich ulkig an. Ich rüttelte an dem Tor und
schrie:
„Ich
will nach Hause, ihr Blödmänner!“, ich bemerkte, dass das Tor nicht zugeschlossen war und wollte es gerade öffnen.
„Lass
es lieber zu!“, ertönte hinter mir aus einer dunklen Ecke eine
Mädchenstimme. Erschrocken drehte ich mich um.
Fortsetzung folgt...
(c)
Die Knochenmänner Kurzroman
Die Knochenmänner
„Hallo,
Taxi!“, winkte ich dem Wagen zu, der langsam vor dem Osnabrücker
Bahnhof fuhr. Es war ein schönes Taxi in rot. In der Farbe hatte ich
es noch nie gesehen. Der Wagen hielt neben mir und am Steuer saß ein
sehr sympathischer junger Mann. Ich stieg ein.
„Bitte
zum Ortsteil Dodesheide!“, sagte ich und ließ mich entspannt in
den Sitz fallen. Doch kaum waren wir losgefahren, verriegelten sich
die Türen.
„Was
soll das?“, fragte ich den Fahrer und rüttelte panisch an dem
Türgriff. Der junge Mann antwortete auf meine Frage nicht und fuhr
einfach weiter, ohne auf mein Schimpfen zu reagieren. Längs waren
wir durch den Ortsteil Dodesheide gefahren und hatten Osnabrück
verlassen. Das Taxi war die Straße zum Nettetal heruntergefahren und
fuhr Richtung Wittekindburg. Der Wagen verwandelte sich mit einmal in
ein altes klapperiges kleines Auto. Ich schrie entsetzt auf, denn der
junge Mann hatte sich in ein Knochengerüst verwandelt und grinste
mich mit seinem zahnlosen Mund an. Verweste Stofffetzen hingen an
seinen Rippen. Ich geriet total in Panik. Das Knochengerüst lachte
krächzend.
Fortsetzung folgt...
(c)
Das Apfelmännchen Kindergeschichte 2. Fortsetzung
Das Apfelmännchen
Nach einer Weile
klingelte es an der Haustür. Als Anna öffnete, stand ihre Enkelin
vor der Tür.
„Hallo, Jenny, das
ist aber schön, dass du mich besuchst, komm rein.“
„Oh, wo hast du denn
diese große Puppe her? Jenny ging auf das Apfelmännchen zu.
„Jenny, erschrecke dich nicht, das ist keine Puppe!“, sagte ihre Oma.
„Ich bin keine
Puppe!“, rief das Apfelmännchen zeitgleich und Jenny wich
erschrocken mit einem Aufschrei zurück.
„Was ist das?“
„Es ist ein
Apfelmännchen und heißt Jacob. Er ist mit den Äpfeln auf dem
Wochemarkt in die Tüte geraten, die deine Mutter mir heute besorgt
hatte. Es ist ganz lieb, du brauchst keine Angst haben“, erklärte
die Oma.
„Wie passt das große
Männchen in eine Obsttüte mit Äpfeln?“, fragte Jenny ungläubig.
„Er ist eigentlich
ganz klein, aber er kann sich größer zaubern.“
Jenny schaute sich eine
Weile das Männchen an. Dann lächelte sie es an und meinte:
„Hallo, Jacob, ich
bin Jenny und elf Jahre alt.“
„Und ich bin Jacob,
noch sehr jung, aber wieviel Jahre weiß ich nicht, wir zählen die
Jahre nicht.“
„Wie kommst du denn
wieder nach Hause?“
„Das fragte deine Oma
auch schon, ich weiß es nicht.
„Vielleicht steht auf
der Tüte der Name von dem Obstbauer“, Anna stand auf und ging in
die Küche und holte die Obsttüte aus dem Papiermüll. „Wir haben
Glück, die Adresse ist sogar abgedruckt mit dem Bauernhaus.“
Jacob schaute sich die
Tüte an.
„Ja, da wohne ich,
das ist das Haus!“, freute er sich.
„Papa holt mich
gleich ab, dann können wir Jacob nach Hause bringen.“
„Wie schön, ich war
schon ganz traurig, weil ich dachte, dass ich nie mehr meine Eltern
und Geschwister sehen werde“, freute sich Jacob.
„Wo wohnt ihr
Apfelmännchen denn dort im Bauernhaus?“, fragte Jenny.
„Wir wohnen auf der
großen Diele unter einer Treppe, die zum Heuboden hinauf geht. Der
Bauer Hansen lagert im Apfelkeller seine Ernte. Da holen wir uns
immer einige Äpfel. Im Herbst nehmen wir aber das Fallobst von der
Wiese.“
„Da kommt mein Vater,
er wird dich bestimmt nach Hause fahren“, Jenny lief zur Tür und
öffnete ihrem Vater. Der staunte nicht schlecht, als er Jacob sah
und war sofort bereit ihn nach Hause zu fahren, als er die Geschichte
von ihm hörte.
„Anna, vielen Dank!
Vielleicht sehen wir uns mal wieder“, verabschiedete sich Jacob und
grinste.
„Pass lieber auf,
dass du nicht zwischen die Äpfel für den Verkauf kommst!“,
ermahnte Anna ihn.
Als Jenny und ihr Vater
mit Jacob auf den Hof des Bauern fuhren, stand der gerade vor der
Scheune. Jenny stieg aus.
„Guten Tag, Herr
Hansen“, begrüßte sie ihn.
„Welch ein netter
Besuch, sagte Herr Hansen. Was kann ich für dich tun?“
„Wir haben ihr
Apfelmännchen nach Hause gebracht. Es war in die Verkaufstüte
meiner Mutter heute auf dem Wochemarkt geraten. Zum Glück stand ihre
Anschrift auf der Tüte, denn Jacob, so heißt das Männchen, war
schon sehr traurig.“
Nun war auch Jacob
ausgestiegen und ging auf den Bauer zu.
„Ich bin ein
Apfelmännchen und wohne bei ihnen“, stellte er sich vor.
„Ich weiß, unter der
alten Treppe zum Heuboden“, antwortete Herr Hansen.
„Sie kennen uns ?“,
staunte Jacob.
„Schon lange, als ich
ein Kind war, zeigte mir mein Opa die Apfelmännchen in unserem Haus.
Er gebot mir, sie nicht zu stören oder zu verjagen, denn sie würden
Glück ins Haus bringen. Wenn ich die Äpfel für den Verkauf
einpacke, dann bleibt lieber so lange aus dem Keller raus.“
„Wenn sie von unserer
Existenz wissen, dann brauchen wir uns ja nicht mehr verstecken“,
meinte Jacob.
„Jetzt gehe schnell zu
deiner Familie. So wie ich das mitbekommen habe, sind die schon ganz aufgeregt vor Angst um dich.“
„Danke, dass ihr mich
hier her gebracht habt“, wandte sich Jacob an Jenny und ihren
Vater, der mittlerer Weile auch ausgestiegen war und lief zum Haus,
um seine Familie wieder zu sehen.
„Sie haben ja einen
Hofladen“, bemerkte Jennys Vater.
„Ja, schon länger,
antwortete Herr Hansen. „Wir verkaufen ja nicht nur Äpfel, unser
Angebot ist vielfältig. Sie können gerne reinschauen.“
„Das würde ich
gerne, meine Frau sucht schon länger nach so einem Laden in unserer
Nähe.“
„Dann hat Jacob mir
ja einen neuen Kunden gebracht“, stellte Herr Hansen fest.
„Sie sagten doch
vorhin, Apfelmännchen bringen Glück ins Haus“, Jenny grinste
Herrn Hansen an.
„Da hast du Recht“,
bestätigte dieser. „Willst du unsere Tiere sehen?“
„Das ließ Jenny sich
nicht zweimal sagen.
Wenn ihre Mutter im Hofladen einkaufte, begleitete Jenny sie immer und besuchte dann auch oft Jacob und die vielen Tiere.
Wenn ihre Mutter im Hofladen einkaufte, begleitete Jenny sie immer und besuchte dann auch oft Jacob und die vielen Tiere.
Ende
(c)
Sonntag, 22. April 2018
Donnerstag, 19. April 2018
Mittwoch, 18. April 2018
Freitag, 6. April 2018
Das Apfelmännchen 1. Fortsetzung Kindergeschichte
Das Apfelmännchen 1. Fortsetzung
Der
Verkäufer schloss die Tüte und Evelin legte sie in ihren
Einkaufskorb.
„Oh,
bist du schon wieder zurück?“, fragte Anna erstaunt.
„Ja,
Mutti. Es ist entsetzlich kalt, da macht es keinen Spaß, länger als
nötig draußen herumzulaufen.“
„Gut, dass ich in meiner warmen
Stube sitze,“ antwortete Anna.
„Ich
lege die Äpfel in die Obstschale. Ich muss jetzt gehen. Morgen
schaue ich wieder vorbei“, verabschiedete sich Evelin.
„Ist
gut mein Kind“, sagte ihre Mutter.
„Dann
will ich mir mal einen Apfel schälen“, dachte Anna und ging zur
Obstschale und wollte einen Apfel nehmen, da erblickte sie ein
kleines grünes Männchen, das auf einem Apfel saß und die Beine
baumeln ließ. Es hatte eine braune Wildleder-Hose und ein
rot kariertes Hemd an. Auf dem Kopf trug es einen dunkelgrünen Filzhut
mit einer Feder. Anna war etwas erschrocken, aber dann sah sie sich
das Männchen genauer an und stellte fest, dass es weinte.
„Hallo,
wer bist du denn?“, fragte sie.
Das
Männchen schluchzte und und schaute Anna an.
„Ich
bin ein Apfelmännchen und die Verkäuferin hat mich mit den Äpfeln
in die Tüte geladen.“ Und schon weinte es noch mehr.
„Du
musst doch nicht weinen, ich tue dir doch nichts“, tröstete Anna
das Männchen.
Das
zog nun ein kleines weißes Tuch aus seiner Hosentasche und putzte
sich die Tränen ab und schnäuzte sich das Näschen.
„Wirklich
nicht?“, es schaute Anna ängstlich an.
„Nein,
warum sollte ich?“, entgegnete Anna. „Willst du dich mit mir auf
mein Sofa setzen? Du kannst mir dann etwas über dich erzählen.“
„Das
Apfelmännchen war einverstanden und Anna nahm es vorsichtig in die
Hand und setzte es auf das Sofa.
„Erschrecken
sie nicht“, warnte das Männchen die Frau. "Ich zauber mich jetzt größer." Und schwupps, saß neben
Anna ein Junge, ungefähr einen halben Meter groß. Anna staunte
nicht schlecht.
„Ich
heiße Jakob“, stellte sich das Männchen vor.
„Und
mein Name ist Anna. Wohnst du auf dem Wochenmarkt?“
Jakob
kicherte.
„Nein,
dort bin ich mit einer Apfellieferung des Bauern, der auf dem Markt
sein Obst verkauft, gelandet.“
„Wie
kommst du denn wieder zurück?", wollte Anna wissen.
„Das
weiß ich auch nicht“, antwortete Jakob traurig und Tränen stiegen
ihm schon wieder in die Augen.
„Nicht
weinen, wir finden schon eine Möglichkeit. Möchtest du etwas
essen?“
„Ja,
gerne. Einen Apfel!“, und schon lächelte Jakob wieder.
„Wenn
es mehr nicht ist, ich wollte mir gerade einen abschälen.“
Nach
einer Weile saßen die zwei gemütlich auf dem Sofa und knabberten ein
Apfelstück nach dem anderen.
Fortsetzung folgt...
(c)
Donnerstag, 5. April 2018
Das Apfelmännchen Eine Geschichte für Kinder
Das
Apfelmännchen
„Bringst du mir ein paar Äpfel vom Wochenmarkt mit?“,
fragte Anna ihre Tochter.
„Das mache ich“, antwortete diese und verließ das
Haus.
Eisiger Wind schlug ihr entgegen und sie zog ihre Mütze
tiefer in die Stirn. Sie bedauerte die Verkäufer auf dem Markt, die
in der Kälte dort standen. Evelin erledigte ihr Einkäufe und blieb
vor den Äpfeln stehen. Sie entschied sich für zwei verschiedene
Sorten.
„Hallo! Was ist denn nun los?“, rief ein kleines
Männchen, welches zwischen den Äpfeln saß. Aber niemand beachtete
es. Der Verkäufer lud die Äpel in die Tüte und mit ihnen das
Männchen.
„Hilfe! Hört mich denn keiner?“, dass Männchen
hattte Angst, was würde mit ihm geschehen? Der Verkäufer schloss
die Tüte und Evelin legte sie in ihren Einkaufskorb.
Fortsetzung folgt...
(c)
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