Mittwoch, 26. März 2014

Gedichte

Liebe


Liebe ist stürmisch
Wie ein rauschender Wasserfall
Wie ein Orkan

Aber auch still
Wie Schmetterlinge in der Luft
Und Wolken am Himmel

Aber auch glühend
Wie das Abendrot am Himmel
Wie eine brennende Flamme

Pass auf dass sie nicht erlischt





Geh nicht

Loslassen können
doch ich kann es nicht
ich will dich halten
doch du entfernst dich von mir
begreifen
ich will es nicht
bleib bei mir
öffne dem Tod nicht die Tür






Copyright2014by Helga Pikulik

letzte Fortsetzung: Freundschaft






Freundschaft


Gegen Morgen waren die meisten eingeschlafen. Einige lagen auf Liegen oder Bänken, manche hatten Decken auf der Wiese ausgebreitet und sich darauf schlafen gelegt. Andere. waren nach hause gegangen. Willi war mit seinen Eltern mitgefahren und hatten Henrike mitgenommen, um sie zu hause abzusetzen. Hier und da saßen noch welche in kleinen Gruppen zusammen und diskutierten über irgend etwas. Ina wollte ja noch mit Jonny zum Pony gehen, aber Jonny schlief auf einer Decke. In seinem Arm Sarah. Ina wunderte sich etwas, aber sie hatte die letzte Stunde nur mit Herrn Lehmann gesprochen, da hatte Jonny sich wohl andere Unterhaltung gesucht, und komischer Weise störte es sie nicht.
„Wollen sie mein Pony sehen? Ich habe es zum Geburtstag bekommen“, fragte Ina ihren Lehrer.
„Ja, gerne!“, antwortete er und sie gingen gemeinsam in den Stall.
„Hier sind ja schon einige Ponys“, stellte Herr Lehmann fest.
„Meine Tante und mein Onkel haben noch zwei neue Ponys gekauft, dass sind diese zwei. Ich hatte sie noch nicht einmal gesehen, so aufgeregt war ich über mein Pony. Das ist Samy! Mein Pony!“ Ina war vor der letzten Box stehen geblieben und lockte Samy an.
„Hier liegt noch ein großes Paket mit einer Schleife. Ist das ein Geschenk für dich?“, fragte Herr Lehmann.
„Ach, dass habe ich ganz vergessen, meine Schwester hat mir das Geschenk hier hingelegt. Ich bin gespannt, was es ist.“ Sagte Ina und packte das Geschenk aus. „Wahnsinn! Ein neuer Sattel!“, freute sich Ina.
„Darum sagte mein Bruder, er müsste mit seiner Freundin noch los, weil sie einen Sattel kaufen wollte“, antwortete ihr Lehrer.
„Dann ist dieser Frederic ihr Bruder?“, fragte Ina.
„Ja, mein Halbbruder“, antwortete Herr Lehmann.
Ina hatte sich ihrem Pony zugewandt. Ihr Lehrer stand hinter ihr. Sie spürte seinen Atem.
„Wir dachten, Frederic wäre schwul, und dann kam er heute; und er ist der Freund meiner Schwester.“ Sagte Ina und drehte sich um. „Diese Augen sind zum verlieben!“, dachte sie und ein merkwürdiges Gefühl durchfuhr sie. Ganz anders, als wenn sie Jonny anschaute, obwohl sie überzeugt war, Jonny zu lieben.
Herr Lehmann legte seine Hand auf Inas Arm. „Ich glaube, du hast gespürt, dass ich dich mag, sagte er. Aber du bist meine Schülerin und erst sechzehn.“
„Ich mag sie auch“, flüsterte Ina verlegen.
„Ich heiße Thomas“, sagte ihr Lehrer, und nahm sie in den Arm und Ina legte ihren Kopf auf seine Schulter.
„Jetzt müsste die Zeit stehen bleiben“, dachte Ina. Thomas küsste ihr Haar.
„Ich werde in Kürze nach Bremen ziehen und meinen Lehrerberuf aufgeben. Ich habe eine gute Stelle als Mathematiker in der freien Wirtschaft angenommen“, teilte Thomas Ina mit.
„So weit weg?“, stellte Ina traurig fest.
„So weit ist Bremen gar nicht. Mein Bruder wohnt doch hier, da kann ich oft am Wochenende herkommen, wenn du willst.“
„Sicher will ich das!“, antwortete Ina.
„Du bist noch sehr jung. Du machst bald dein Abi, und dann wirst du sicher studieren oder eine Ausbildung machen. Wir wollen sehen, wie es mit uns wird. Vielleicht ist dir auch der Altersunterschied zu groß“, sagte Thomas.
„Ich liebe dich“, erwiderte Ina, „und so viel älter bist du auch nicht. Ich will nach dem Abi Kunsttherapeutin werden. Das kann ich in Ottersberg studieren, nicht weit von Bremen.“ Strahlte Ina Thomas an.
„Versuchen wir es, aber so lange ich hier Lehrer bin, muss unsere Freundschaft unser Geheimnis bleiben“, bat er sie, „sonst komme ich in Teufels Küche. Aber das sind nur noch zwei Wochen, dann habe ich meine Referendarzeit um."
„Dann gehst du schon?“, fragte Ina erschrocken.
„Nein, dann habe ich noch ein Monat Zeit, nur für dich!“ entgegnete Thomas.
Ina streichelte Samy. „Was mache ich denn mit meinem Pony, wenn ich in Ottersberg bin?“
„Du kannst es doch jedes Wochenende besuchen. Vielleicht kannst du mir das Reiten beibringen, dann schaffe ich mir auch ein Pferd an.“ Schlug Thomas vor. Aber das dauert ja noch etwas. Mach mal erst dein Abi.“
„Ja Herr Lehrer!“ antwortete Ina.
Thomas nahm sie in den Arm und küsste sie und Ina wusste, mit ihm wollte sie durchs Leben gehen.


Ende




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Montag, 24. März 2014

FOTOS





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                       Original Foto:


Foto aus meinem

Garten verändert




















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8. Fortsetzung: Freundschaft





Freundschaft

Plötzlich stand Herr Lehmann vor ihnen in Feuerwehrklamotten.
„Herzlichen Glückwunsch, Fräulein Ina. Schön, dass so ein Feuerchen ihre Geburtstagsparty nichts
anhaben konnte!“, wandte er sich an Ina.
„Ans zu Bett gehen denkt hier wohl zur Zeit keiner, das war alles so aufregend“, antwortete diese.
„Das glaube ich gerne. Gut, dass niemand verletzt wurde. Die Scheune war nicht mehr zu retten, aber die daneben stehenden Gebäude“, sagte der Lehrer.
„Ich wusste ja gar nicht, dass sie bei der freiwilligen Feuerwehr sind“, stellte Jonny fest.
„Hat sich auch noch nicht so herum gesprochen, zum Glück brennt es hier im Ort nicht so oft“, entgegnete Herr Lehmann.
„Setzen sie sich doch“, forderte Ina ihn auf, „sie haben nach dem Feuer bestimmt Durst.“
„Danke, die Einladung nehme ich an.“
„Thomas! Willst du nicht mitfahren?“, rief ein Feuerwehrmann.
„Nein, ich fahre mit meinem Bruder zurück oder gehe zu Fuß, danke!“, antwortete Herr Lehmann.
„Mir geht es wie euch, nach so einem Brandt, kann ich auch nicht schlafen und brauche etwas Abwechselung.“ Meinte der Lehrer.
„Wir können ja Mathe lernen!“, schlug jemand aus der Reihe vor.
„An mir soll es nicht scheitern“, sagte Herr Lehmann und lachte.
„Er lacht wie ein junger Schulbub!“, dachte Ina. Sie konnte sich nicht erklären, warum sie sich unheimlich freute, dass ihr Lehrer anwesend war.
„Herr Lehmann, ich möchte mich bei ihnen entschuldigen, ich habe ihre Reifen vom Fahrrad zerschnitten. Ich komme für den Schaden auf. Und ich werde auch den Unterricht nicht mehr stören!“, brachte Willi mutig hervor.
„Alles okay, das Rad ist schon wieder fertig, ich tüftle gerne. Wenn du besser lernst, war das die Reifen wert!“, erwiderte sein Lehrer.
„Herr Lehmann ist froh, dass du sein Haus nicht abgefackelt hast!“, rief Fred und handelte sich für diese Bemerkung von Sarah einen Stoß in die Rippen ein. Alle waren mäuschenstill.
„Der hätte als Feuerwehrmann ja sofort gelöscht! Das macht ja keinen Spaß!“, machte Willi jetzt selbst einen Witz und alle, auch Herr Lehmann mussten lachen. Das beklemmende Gefühl, jetzt in Willis Anwesenheit ja nichts Falsches zu sagen; war weg. Es wurden noch ein paar Witze gerissen, aber nie auf Kosten anderer. Und dann stimmte Eric ein lustiges Lied an und alle sangen mit.




Fortsetzung folgt...


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Freitag, 21. März 2014

7. Fortsetzung: Freundschaft



Freundschaft


„Wir könnten ja mal zusammen ausreiten“, schlug Jonny vor.
„Gerne!“, freute sich Ina.
Jonny zog Ina beim Tanzen näher an sich heran. Sein Mund strich sacht über ihren Hals und näherte sich ihrem Mund.
„Riecht das hier nicht irgendwie verbrannt?“, fragte Stefan.
Ina schaute erschrocken hoch. Im Gedanken noch immer bei Jonny und den nahenden Kuss.
„Was ist?“, fragte sie.
„Es riecht stark verbrannt“, wiederholte Stefan seine Feststellung.
„Jetzt rieche ich es auch!“, sagte Jonny
„Ich auch“, bestätigte es Ina.“
„Die Scheune brennt!“, rief Michaela, „alles raus hier, aber nicht drängen! Frederic hat einen jungen Mann bei der Scheune getroffen und ihn festgehalten. Wir haben die Feuerwehr schon angerufen!“
Alle rannten aus der Scheune. Jemand hatte das große Scheunentor ganz geöffnet, so konnte ein Gedränge verhindert werden.
„Das ist aber ein schönes Feuerchen dir zu Ehren!“, scherzte Stefan.
„Das finde ich nun gar nicht witzig!“, antwortete ich.
Plötzlich knallte es ohrenbetäubend und Feuerwerkskörper gingen in die Luft und bildeten am Himmel Sterne in den schönsten Farben. Aber keiner konnte die schönen Augenblicke in der Luft genießen. Das Knallen ging weiter. Es müssen unwahrscheinlich viele Böller im Feuer losgegangen sein.
„Endlich ist die Feuerwehr da!“, sagte meine Tante. „Gott sei Dank, dass das Feuer so früh bemerkt wurde. Man mag gar nicht daran denken, was hätte sonst passieren können.“
„Die Scheune ist nicht mehr zu retten,“ teilte uns Inas Onkel mit. Die Feuerwehr versucht zu verhindern, dass das Feuer auf andere Gebäude überspringt. Ich habe den Trecker vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Das Wohnhaus und die Ställe sind weit genug entfernt.“
„Wir schauen nachher nach den Ponys!“, schlug Ina Jonny vor, „aber erst will ich sehen, wen Frederic da geschnappt hat.“
„Ich glaube wir vermuten das Gleiche!“, sagte Jonny.
Sie gingen ins Haus und fanden ein total in Tränen aufgelösten Willi.
„Ich wollte euch doch nur mit meinen Knallern erschrecken!“, schluchzte Willi. „Aber plötzlich brannte das Heu, welches draußen lag. Ich habe versucht es zu löschen, aber die Flammen wurden immer größer und dann brannte mit einem Male die Scheune. Ich wollte sie nicht anzünden, bitte glaubt mir! Ich wollte euch warnen, aber ich war wie gelähmt, bis mich dieser Mann mit einem male schnappte. Da wurde mir erst richtig klar, in welcher Gefahr ihr alle ward.“
„Nun trink mal erst etwas und versuche dich zu beruhigen, du zitterst ja am ganzen Körper!“, redete Inas Tante sanft auf Willi ein, und legte eine Decke um seine Schulter. „Zum Glück hat es nur die Scheune erwischt und kein Mensch ist zu Schaden gekommen“, tröstete sie ihn.
„Wie können sie zu mir noch so nett sein?“, wo ich doch ihre Scheune abgefackelt habe“, fragte Willi.
„Du hast es nicht extra gemacht. Und wir sind froh, dass dir nichts passiert ist. Stell dir vor, du wärst noch da gewesen; als die Böller alle hochgingen!“, redete Ina auf Willi ein.
„Der junge Mann hat mich da aus den Flammen, die mich inzwischen umzingelten, raus geholt. Ich weiß nicht, wie ich das jemals wieder gut machen kann. Ich mache aber wirklich nur Mist, ich weiß auch nicht, was mit mir los ist;“ stellte Willi fest.
„Einsicht ist der beste Weg zu Besserung! Den Satz kennst du doch sicher auch. Willkommen in der Klassengemeinschaft, und wir werden schon auf dich aufpassen!“, teilte Jonny ihm mit.
„Danke!“, brachte Willi hervor und fing wieder an zu schluchzen. „Meine Eltern werden mich jetzt in ein Internat stecken, dann fühle ich mich noch mehr allein.
„Wir werden deine Eltern überzeugen, das du hier bleiben kannst, und wir dafür sorgen werden, das du dein Abitur schaffst. Wir lernen jetzt immer mit mehreren Freunden und helfen uns dabei untereinander. Nur unser Treffpunkt ist gerade abgebrannt.“ Sagte Ina.
„Platz haben wir zu hause genug!“, schlug Willi vor. „Wenn es euch nichts ausmacht, könnt ihr euch bei uns treffen. Im Sommer ist es im Pavillon sehr schön, er ist ziemlich groß und wem es zu heiß wird, der kann eine Runde im Schwimmbecken drehen.“ Willi hatte endlich zu weinen aufgehört.
„Hört sich gut an!“, meinte Jonny.
„Da kommt ein ziemlich großer schwarzer Wagen auf den Hof gefahren“, konnte Michaela durchs Fenster erkennen.
„Das sind meine Eltern, wir haben sie vorhin angerufen“, sagte Willi.
„Schätzelein!“, kam seine Mutter auf ihn zu. „Was machst du für Sachen, du hättest verbrennen können!“ Sie umarmte ihn. Inzwischen war auch sein Vater herein gekommen.
„Guten Abend!“, wünschte er. „Das mit ihrer Scheune tut mir leid. Hoffentlich ist keiner verletzt worden?“, fragte er.
„Zum Glück nicht, aber ihr Sohn hat nicht nur die anderen, sondern sich selber in große Gefahr gebracht. Sie können froh sein, dass der Freund meiner Nichte ihn aus den Flammen geholt hat“; klärte ihn meine Tante auf und wies auf Frederic. Der Vater ging auf ihn zu und umarmte ihn.
„Wie kann ich ihnen bloß danken. Sie haben ihr eigenes Leben für meinen Sohn aufs Spiel gesetzt. Was kann ich für sie tun?“, fragt er Frederic.
„Das war doch selbstverständlich!“, antwortete dieser. „Vielleicht haben sie mit ihrer Gattin mal Zeit, meine Galerie zu besuchen, ich würde mich freuen, so prominente Gäste zu empfangen. Das ist gute Werbung.“
„Sie sind Künstler? Wunderbar, ich liebe Kunst. Wir kommen auf jeden Fall.“
„Elli, nun lass mich auch mal unseren Sohn in die Arme schließen. Mensch, Willi, was machst du bloß immer für Blödsinn! Ist dir eigentlich klar, dass du deine Mitschüler und dich in große Gefahr gebracht hast? Ich mag gar nicht daran denken, was hätte passieren können.“ redete der Vater auf ihn ein. Während er ihn umarmte.
„Ich wollte sie nur erschrecken und dafür Böller anzünden und anschließend einige Raketen hochjagen. Aber plötzlich brannte es und ich wollte das Feuer austreten, aber es breitete sich so schnell aus, dass ich auf einmal mitten in den Flammen stand und dann fing die Scheune auch noch Feuer. Jetzt ist sie abgebrannt. Muss ich jetzt ins Gefängnis? Oder in ein Internat?“, fragte Willi und fing wieder an zu weinen.
„Weder noch“, tröstete sein Vater ihn. „Wenn es zur Anzeige kommt, könnte es sein, dass du mehrere Sozialstunden leisten musst. Ich habe vorhin an der Straße mit der Polizei gesprochen und ihnen unsere Personalien gegeben. Ich habe ihnen versprochen, morgen mit dir aufs Polizeirevier zu kommen. Wir nehmen Herrn Koch, unseren Rechtsanwalt mit. Nun beruhige dich und habe keine Angst mehr.“
„Aber du hast doch gar keine Zeit!“, antwortete Willi.
„Die Zeit nehme ich mir!“Entgegnete seine Vater. „Wir haben dich viel zu sehr allein gelassen. Wir werden in Zukunft versuchen, das wieder gut zu machen. Leider können wir dir die fehlende Zeit in deiner Kindheit nicht mehr zurückgeben, aber die für die Zukunft! Es ist schlimm, dass erst so etwas passieren musste, bis deine Eltern endlich aufwachen und merken, wie allein du bist.“ Er umarmte Willi noch fester. Und Willi? Er schluchzte nur und umarmte seinen Vater, als wollte er ihn nie wieder loslassen. Kurz danach saßen meine Tante und mein Onkel mit Willis Vater am Tisch und redeten über eine neue Scheune, mit so einer Begeisterung, als wenn sie sich alle freuten, dass die alte abgebrannt war. Willis Mutter fachsimpelte mit Frederic und Michaela über Kunst.
Keiner dachte heute Nacht ans Schlafe.
„Willi, geht es dir wieder besser? Oder zittern dir noch die Beine. Ich glaube du hattest einen Schock.“, stellte Ina fest.
„Hatte der Sanitäter auch gemeint und wollte mich mit ins Krankenhaus nehmen. Aber ich wollte nicht mit. Mir geht es auch schon besser. Ich hatte so Angst vor meinen Eltern, ich habe immerhin die Scheune abgefackelt, und die wird eine Stange Geld kosten, anscheinend bin ich ihnen das wert!“, stellte Willi überrascht fest.
„Sicher bist du das!“, rief sein Vater rüber, der das Gespräch mitbekommen hatte. „Aber nicht, dass du dir das zur Gewohnheit machst, irgendwelche Gegenstände zu vernichten, um festzustellen, wie wertvoll du für uns bist.“ Ina und Jonny nahmen Willi mit nach draußen.
„Die sind ja alle noch da!“, stellte Ina fest. Ihre Gäste hatten sich hinten in der Nähe vom Ponystall niedergelassen und waren am Würstchen grillen. Natürlich hatten sie die Getränke und die Musik vor den Flammen gerettet. Typisch. Sogar den Rest vom kalten Buffet war jetzt draußen aufgebaut. Ein Feuer flackerte und knackte in einem dafür gefertigten Behälter. Es war richtig gemütlich, läge nicht dieser verbrannte Geruch in der Luft. Eric hatte sich Inas Gitarre geschnappt und spielte und sang dazu Lieder und alle versuchten mitzusingen. Henrike hatte sich zu Willi gesellt und sie unterhielten sich lebhaft.


Fortsetzung folgt...


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Dienstag, 18. März 2014

6. Fortsetzung: Freundschaft



Freundschaft


„Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich ein eigenes Pony habe“, freute Ina sich.
„Und jetzt hast du noch eine schöne Party“, erwidert Sarah, „wie ich dich kenne, würdest du am liebsten die ganze Nacht bei deinem Pony hocken.“
„Da hast du recht, Samy ist ganz alleine“, sagte Ina.
„Die anderen Ponys sind auch im Stall“, antwortete Sarah, „du hast vor lauter Aufregung gar nicht gesehen, dass deine Tante und dein Onkel sich zwei neue größere Ponys angeschafft haben. Sie sind für deine Cousinen. Aber gehe jetzt bloß nicht zurück, um die Tier anzuschauen.“
„Die habe ich echt nicht gesehen, ich war so mit Samy beschäftigt, ich würde wirklich gerne zurück gehen“, meint Ina, „aber die Party ruft!“
„So ist es brav!“, freute sich Sarah, „und nun hinein in die Scheune.“
Als sie in die Scheune kamen, sangen alle Gäste für Ina ein Geburtstagslied und übergaben ihr anschließend ein großes Paket mit einer riesigen Schleife.
„Das Geschenk ist von uns allen und wir möchten uns bedanken für die Einladung!“, sagte Eric.
„Ich danke euch, ich bin gespannt, was hier drin ist“, antwortete Ina und fing an, das Paket auszuwickeln. Ein Kasten nach dem anderen folgte beim ausbacken.
„Mit mir könnt ihr es ja machen, am Ende springt mir noch eine Maus oder so etwas entgegen“, Ina musste bei der Vorstellung lachen.
„Uns ist alles zuzutrauen“, rief Stefan.
Jetzt stieß Ina auf ein längliches Päckchen, welches in rotem Seidenpapier eingewickelt war. Als sie es öffnete, entfuhr ihr ein kleiner Freudenschrei.
„Reitstiefel! Super! Habt ihr das mit dem Pony etwa gewusst? Und keiner hat es mir zugeflüstert? Vielen Dank an euch alle für das Geschenk!“, wandte sich Ina an ihre Gäste, „und nun geht’s endlich los! Musik!“
„Das Buffet ist einsame Spitze!“, stellte Beate fest.
„Heute Nacht grillt meine Schwester noch Würstchen“, antwortete Ina.
„Wir werden gemästet!“, meinte Joachim, „darum lass uns schnell wieder tanzen, damit wir ein paar Kalorien verbrauchen!“, er schnappte sich Beate und schon waren sie auf dem Tanzboden verschwunden.
„Die Party ist echt toll“, meinte Sarah, als sie mit Ina draußen an die frische Luft ging.
„Ich habe auch das Gefühl, als wenn sich alle pudelwohl fühlen“, freute sich Ina.
„War das nicht Willi?“, fragte Jonny plötzlich hinter ihnen.
„Kannst du einen erschrecken!“, Sarah war richtig zusammen gefahren.
„Wieso?“, fragte Jonny und musste lachen. „Hast du ein schlechtes Gewissen?“
„Nein, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass uns jemand folgt“, entgegnete Sarah.
„Wo hast du Willi gesehen?“, wollte Ina wissen.
„Der ist gerade hinter die Scheune gelaufen. Lasst uns doch mal nachschauen!“, schlug Jonny vor.
„Ja, kommt mit!“ antwortete Ina. Sie liefen dort hin, wo Willi gewesen sein sollte.
„Futsch!“, stellte Jonny fest.
„Da hinten läuft er über die Wiese!“, rief Sarah und zeigte die Richtung mit der Hand an.
„Also habe ich keinen Geist gesehen!“, war Jonny erleichtert, „denn Willi auch noch als Geist, das könnte ich nicht ertragen.
„Willi bleibt beim Hochsitz stehen. Der fühlt sich sehr sicher, dass wir ihn nicht sehen. Womit hantiert der denn da herum? Schade, kann man nicht erkennen, der wuselt da an der Böschung herum“, entdeckte Sarah.
„Wer weiß, was der wieder ausheckt?“, vermutete Ina. „Er hätte ja auch zur Party kommen können, aber er hält es noch nicht mal für nötig, sich bei Herrn Lehmann zu entschuldigen. Und zu Meike und Henrike war er auch nicht grade nett, da wäre auch eine Entschuldigung fällig.
„Nun mach dir kein schlechtes Gewissen, wir wollen ihn nicht isolieren, aber er muss sich auch ändern. Mein Bruder und ich haben uns die ganze Zeit gewundert, dass dieser Typ bei euch in der Klasse den Ton angab. Aber inzwischen wissen wir, dass er manchen bedrohte, der nicht nach seiner Nase tanzte. Man kann auch mal Blödsinn in der Schule machen, da können Stefan und ich ein Lied von singen, was wir als Zwillinge in unserer alten Schule schon angestellt haben. Aber man darf es nicht übertreiben! Schließlich ziehen wir als Schüler immer den Kürzeren. Aber das hat unsere Klasse wohl endlich begriffen, noch rechtzeitig, um das Abitur einigermaßen hinzu bekommt.“
„Hallo Jonny, was hältst du denn da für Reden?“, hörten wir Stefan rufen. „Ihr werdet vermisst!“
„Wir haben Willi gesehen. Er war hier bei der Scheune. Und nun ist er dort hinten am Hochsitz und weiß der Teufel, was er da macht. Man kann es nicht erkennen, teilte Jonny seinem Bruder mit.“
„Den Willi darf man nicht unterschätzen, der ist irgendwie verhaltensgestört!“, erklärte uns Stefan.
„Da spricht der Psychiater!“, scherzte Sarah, „aber ich glaube du hast recht.!“
„Sind wir nicht auf einer Party? Ich frage mich, was machen wir hier hinter der Scheune und fachsimpeln über Willi, zumal dort auch noch ein Misthaufen liegt?“, fragte Sarah. Sie mussten alle lachen und gingen gemeinsam zur Scheune zurück. Dabei legte Jonny wie selbstverständlich seinen Arm um Inas Schultern. Ein kribbeliges Gefühl durchzog sie. Jonny hatte fast den ganzen Abend mit ihr getanzt.
„Nach Samy ist das mein schönstes Geburtstagsgeschenk“, dachte sie und war einfach glücklich.
 „Oh, toll! Du grillst schon Würstchen!“, lobte Ina ihre Schwester, als sie am Tor der Scheune wieder angelangt waren.
„Das habe ich dir ja versprochen!“, antwortete Michaela, „herzlichen Glückwunsch kleine Schwester, wir haben uns ja heute noch nicht gesehen. Dein Pony ist ja echt süß, ich habe es mir gerade angeschaut. Dein Geschenk habe ich dir neben der Box hingelegt, vielleicht hast du nachher noch Lust, deinem Pony noch mal gute Nacht, Beziehungsweise guten Morgen zu wünschen, ich weiß ja nicht, wie lange ihr es heute aushaltet. Noch ist ja super Stimmung. Übrigens habe ich meinen Freund gebeten, gleich her zukommen, ich hoffe er stört nicht.“
„Du hast einen Freund?“, fragte Ina überrascht.“
„Ist das so ungewöhnlich, einen Freund zu haben?“, antwortete Michaela.
„Du hast mir das nicht erzählt!“, sagte Ina etwas vorwurfsvoll.
„Du darfst wohl alles essen, aber nicht alles wissen!“, Michaela musste lachen, als sie Inas enttäuschtes Gesicht sah. „Ach Ina, wann sollte ich dir denn so etwas erzählen? Wir haben uns in der letzten Zeit so wenig gesehen.“
„Dann behalten wir auch für uns, dass ich dein Freund bin!“, scherzte Jonny. Alle mussten lachen. Nur Ina grübelte, ob Jonny einen Witz gemacht hatte, oder ob er es ernst meinte.
„Schön wäre es!“, dachte sie.
Inzwischen kamen immer mehr aus der Scheune. Sie wurden vom Grillgeruch angelockt. Plötzlich fuhr ein knallroter Sportwagen auf den Hof.
„Da ist mein Freund, jetzt lernst du ihn direkt kennen, wandte Michaela sich an ihre Schwester.“
„Ich glaube es nicht, der Schwule!“, entfuhr es Stefan.
„Wieso der Schwule? Frederic ist nicht schwul! Er ist Künstler! Und er legt viel Wert auf sein Äußeres. Woher kennt ihr ihn eigentlich?“, fragte Michaela.
„Wir haben ihn mit unserem Mathelehrer gesehen. Und wie er ging und sich bewegte, dachten wir er sei schwul“, erklärte Ina.
„Man hat manchmal zu schnell Vorurteile!“, sagte Michaela.
„Wir haben nichts gegen Schwule!“, stellte Ina klar.
„Wer ist schwul?“, fragte Michaelas Freund, der inzwischen näher gekommen war.
„Du!“, lächelte Michaela ihn an.
„Scherzkeks!“, meinte er nur. „Hast du noch ein Würstchen für mich?“, fragte er. „Wo ist denn das Geburtstagskind?“
„Hier!“, meldete ich mich. „Mein Geburtstag ist leider schon seit einer Stunde vorbei, aber wir feiern noch weiter.
„Herzlichen Glückwunsch!“, er zückte ein kleines Päckchen aus seiner Tasche und übergab es Ina.
„Danke schön!“, sagte Ina überrascht und packte das Geschenk aus. „Ein himmlisches Parfüm!“, freute sich Ina.
„Schön, wenn es dir gefällt“, meinte Frederic.
„Es ist echt super!“, antwortete Ina.
„Nun lasst uns noch tanzen!“, schlug Jonny vor und entführte Ina auf die Tanzfläche.
„Ich finde das toll, das Henrike, Meike und Kalle doch noch zur Party gekommen sind“, sagte Ina.
„Stefan hat sich gefreut. Er hat Meike gleich aufgefordert und nun sind sie fast unzertrennlich“, stellte Jonny fest. „Wie wir !“
„Meinst du das ernst?“, fragte Ina.
„Du bist mir gleich aufgefallen, als wir vor drei Monaten in eure Klasse kamen.








Fortsetzung folgt...


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Montag, 17. März 2014

5. Fortsetzung: Freundschaft



Freundschaft



„Versuche Fred auf der Party zu erobern!“, riet Ina ihr.
Inzwischen saßen die beiden Mädchen im Café und rührten in ihrer Trinkschokolade.
„Ich liebe es hier zu sitzen und uns verwöhnen zu lassen“, sagte Ina.
„Sagte ich ja, deine Tante ist super!“, entgegnete Sarah; „Und was Fred betrifft, ich habe das Gefühl, der steht nicht auf mich.“
„Ich weiß ja auch nicht, ob Jonny mich mag, aber das wird uns nicht erschüttern. Andere Mütter haben auch schöne Söhne“, sagt Ina.
„Meinst du das ernst?“, fragte Sarah ungläubig.
„Nein, schnüff!“, erwiderte Ina und musste lachen.
Endlich war der Tag da. Ina wurde sechzehn, die Scheune war wunderschön geschmückt und ein tolles Buffet aufgebaut. Alle Gäste hatten sich vor der Scheune versammelt. Auch Ina durfte noch nicht hinein, bis ihre Eltern die Tür öffneten. Ina mochte ihren Augen nicht trauen: „Nein, ich glaub ich träume. Ist das wirklich für mich?“, rief Ina begeistert! Da stand mitten in der Scheune ein Pony „Samy soll es heißen!“, bestimmte Ina. Sie ging langsam auf das Tier zu und streichelte es. „Endlich ist mein größter Wunsch in Erfüllung gegangen.“
„Es ist wirklich ein schönes Tier“, sagte Jonny, der auf einmal neben Ina stand.“
„Verstehst du etwas von Pferden?“, fragte Ina.
„Ja, würde ich doch sagen“, antwortete er. „Mein Vater hat mehrere Pferde. Er züchtet sie.“
„Ehrlich?“, staunte Ina und freute sich, dass Jonny sie angesprochen hatte, und dass er sich für Pferde interessierte. „Die Party ist eröffnet!“, rief Ina. „Ich bringe nur das Pony in Sicherheit.“
Ina bedankte sich bei ihren Eltern, ihrer Großmutter und bei ihrer Tante und ihrem Onkel, die alle zusammen ihr das Pony geschenkt hatten.
„Du kannst das Pony hier in den Stall stellen“, sagt ihre Tante. „Die letzte Box ist frei:“
Ina streichelte ihr Pony und erzählte ihm, dass sie jetzt feiern müsste und Morgen für ganz lange wieder käme.
„Gute Nacht Samy“, verabschiedete Ina sich von ihrem Pony.



Fortsetzung folgt...


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Donnerstag, 13. März 2014

4. Fortsetzung: Freundschaft




Freundschaft



Kalle, du Weichei!“, rief Willi.
„Selber Weichei! Von dir Hampelmann haben wir uns die ganze Zeit einschüchtern lassen. Du kannst mich mal gern haben! Große Schnauze und nichts dahinter!“, schimpfte Kalle. Er nahm seinen Rucksack und haute ab.
Jetzt war auch der Letzte davon überzeugt, dass Willi nicht der richtige Umgang war, so lange er sich so benahm.
„Lass mich endlich los, du Idiot!“, forderte Willi Stefan auf.
„Wie heißt das Zauberwort?“, fragte Stefan.
„Du sollst mich loslassen! Das werdet ihr noch bereuen, euch mit mir angelegt zu haben!“
„Mach das du weg kommst, du Großmaul!“
Stefan ließ Willi los, und dieser haute schimpfend und Drohungen aussprechend ab. Vorher steckte er noch schnell sein Messer wieder ein.
„Also, ich schlage vor, wir treffen uns heute Abend in der Scheune. Üben dort für die anstehende Englischarbeit und dann seid ihr alle so lieb und helft mir die Scheune zu schmücken. Ich habe mit Sarah schon alles dafür besorgt und verhungern werden wir auch nicht, denn meine Cousinen haben zugesagt, für uns Schnittchen zu machen und meine Tante hat garantiert noch einen Kuchen in ihrem Café für uns über. Einverstanden?“, fragte Ina.
„Klar, machen wir“, sagten alle zu.
Sarah begleitet Ina zum Hof ihrer Tante. „Was sagen deine Eltern eigentlich, wenn du so oft bei deiner Tante bist? Du übernachtest auch oft bei ihr“, wollte Sarah wissen.
„Wir wohnen nicht weit weg und ich husche am Tag öfters nach Hause“, antwortete Ina. „Aber meine Eltern haben nichts dabei. Meine Tante ist die Schwester meiner Mutter und die verstehen sich super. Und es ist ja auch meine Partentante. Ich habe von klein an zu ihr eine gut Beziehung. Auf dem Bauernhof konnte ich immer spielen und meine Tante passte auch einige Jahre auf mich auf, als meine Mutter noch arbeiten ging, bis mein Bruder und anschließend meine Schwester geboren wurde. Und jetzt hat meine Mutter mit den Zwillingen voll zu tun. Die fangen gerade an zu laufen. Ich finde, die haben nur Blödsinn im Sinn. Aber meine Oma wohnt bei uns, die hilft meiner Mutter. Sonst müsste ich wohl mehr helfen.“
„Und deine große Schwester? Die ist doch jetzt ausgelernt, will die keine eigene Wohnung? Ich würde mir an ihrer Stelle sofort eine schöne Wohnung suchen“, wollte Sarah wissen.
„Michaela hat vor zu Studieren. Dafür spart sie jetzt und sie konnte in der Firma nach der Lehre auch noch bleiben. Außerdem fühlt sie sich zu hause pudelwohl. Die ist in den Zwillingen total verschossen und freut sich, wenn sie auf die beiden abends aufpassen kann. Dadurch haben meine Eltern auch mal frei. Ich finde die Kleinen auch goldig, aber darauf aufpassen, bloß nicht. Hat man einen gebändigt, macht der andere schon wieder Unsinn. Meine Schwester kann mit Kindern besser umgehen. Ich habe vor ein paar Tagen nur eine Stunde aufgepasst. Ich war fix und fertig“, erzählte Ina.
„Wenn ihr alle zusammen seid, ist bestimmt richtig Trubel bei euch oder?“ Meinte Sarah.
„Ich rufe dich dann an“, beschloss Ina, „du warst schon lange nicht mehr bei uns, weil wir uns immer hier treffen. Übrigens kommen meine Geschwister auch zur Party, die Zwillinge natürlich nicht und die anderen beiden dürfen auch nur eine Stunde bleiben. Michaela wird die Würstchen grillen.“
„Ist das nicht toll, wie schnell die Mitschüler sich zum Vorteil geändert haben?“ Sagte Sarah.
„Die hatten endlich Mut, sich gegen Willi zu entscheiden. Vor allem Stefan und Jonny ließen sich von Willi nichts sagen. Willi hatte immer versucht, die anderen gegen die neuen Mitschüler aufzuhetzen, doch da spielten die meisten nicht mit. Und die wollen doch alle ihr Abi schaffen, dann mussten sie sich endlich ändern. Letztlich haben sie auch gemerkt, dass Willi nur ein großes Mundwerk hat, aber im Grunde ein Feigling ist. Er passte nur immer einzelne Schüler ab und bedrohte sie. Keiner mochte etwas gegen ihn unternehmen, sonst wäre er sicher schon von der Schule geflogen.“antwortete Ina.
„Die Eltern haben glaubig so viel Einfluss auf die Schule. Immerhin ist sein Vater hier in der Gegend der größte Arbeitgeber. Die Eltern sollen der Schule schon hohe Summen gespendet habe“, meinte Ina.
„Aber sitzen geblieben ist er vor zwei Jahren trotzdem“, stellte Sarah fest.
„Leider, sonst hätten wir ihn nicht in unserer Klasse. Übrigens habe ich mich gestern mit einem aus seiner ehemaligen Klasse unterhalten. Da wurde Willi total gehänselt, weil er mit allem so angab was er hatte. Die Eltern sind nun mal stink reich, aber was nützt Willi das, wenn sie kaum Zeit für ihn haben. Er ist hauptsächlich bei seinen Großeltern aufgewachsen und die haben ihn total verwöhnt, und die Eltern natürlich auch, wenn sie mal Zeit hatten“, wusste Ina zu berichten.
„Jetzt haben wir fast schon Mitleid“, meinte Sarah,  "aber was der schon alles für Mist gemacht hat, und der ist zwei Jahre älter als wir, der müsste doch eigentlich vernünftig sein.“
„Sieh mal, meine Tante winkt uns zu, wir sollen ins Café kommen. Die hat garantiert wieder leckeren Kuchen mit einer Trinkschokolade für uns“, sagte Ina.
„Oh, lecker! Deine Tante ist toll!“, antwortete Sarah. „Ich freue mich schon auf heute Abend!“
„Aufs Englisch lernen?“, fragte Ina und grinste.
„Nein, aufs Schmücken!“, entgegnete Sarah.
„Und auf Fred!“, ärgerte Ina sie.
„Ich habe den Eindruck, der steht mehr auf dich!“, seufzte Sarah.
„Da hätte er Pech. Ich finde den Jonny süß“, tröstete Ina sie. „Hast du dir den Herrn Lehmann mal richtig angeschaut? Der hat schöne Augen. Direkt zum Verlieben!“
„Mach keinen Blödsinn! Du kannst dich doch nicht in deinen Lehrer verlieben! Dann lieber Jonny, aber dann magst du doch sicher auch Stefan, der sieht genau so aus“, wollte Sarah wissen.
„Der steht aber auf Meike und irgendwie ist Jonny anders als sein Zwillingsbruder.“, klärte Ina Sarah auf.
„Ja, der lernt besser“, entgegnete Sarah.














Fortsetzung folgt...


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Dienstag, 11. März 2014

BILDER









Heute habe ich in meinem Garten die erste Hummel in diesem Jahr gesehen!




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Montag, 10. März 2014

Schmetterling im Frühling





Gedanken im Frühling

Vögel zwitschern in den Zweigen
Blumenblüten springen auf
Suchen der Sonne Licht

Ein Schmetterling
Zart und leicht
Von einer Raupe zum Schmetterling gewandelt
erfreut er sich an seinem neuen Leben

Wie gerne möchte ich mit ihm tauschen


Schmetterling

Kleiner Falter
Zart und fein
Tanzt wie ein Harlekin
Im Sonnenschein


Frühlingsbote

Du kleines Wesen
Zart und fein
Du flatterst hin
Und flatterst her
Das Fliegen
Das fällt dir gar nicht schwer
Verzauberst jeden der dich sieht
Bringst uns den Frühling nah
Du kleiner Harlekin
Tanzt im Sonnenschein so fein
Ich möchte gern ein Falter sein


Paulchen
Paulchen gähnte und reckte und streckte sich. „Oh, ist das hell!“ Er wischte sich mit seinen Fühlern seine Äuglein. „Das wäre geschafft“, er atmete tief durch und versuchte seine Flügel zu spannen, aber sie waren noch zu feucht. Er hatte gerade Schwerstarbeit geleistet, denn er musste aus seinem Puppengehäuse herausklettern. Nun war er schachmatt. Vorsicht Paulchen, da kommt ein Vogel. Glück gehabt, der hatte keinen Hunger.
„Hallo!“, ein Schmetterlingsmädchen kam angeflogen. „Kannst du schon fliegen?“, fragte es mit einer zarten Stimme. Paulchen war sofort hin und weg, als er das hübsche Mädchen sah.
„Ich weiß nicht“, antwortete er und schämte sich etwas, denn er hatte Angst vor dem Fliegen. Seine Flügel waren entfaltet und es konnte los gehen. Doch Paulchen machte seine Flügel nur auf und zu, und noch mal auf und zu und krallte sich mit seinen Beinchen fest, damit er sich nur nicht erhob.
„Wie schön war doch das Leben als Raupe. Man brauchte nicht durch die Gegend flattern, sondern nur immer fressen“, dachte er.
„Komm mit!“, rief das Schmetterlingsmädchen, ich weiß wo herrliche Blumen blühen. Du hast doch sicher Hunger!“
„Und ob ich hungrig bin nach dieser Anstrengung“, dachte er, „aber ich glaube, ich bin nicht schwindelfrei!“
„Nun komm schon! Fliegen macht so viel Spaß!“, rief das Mädchen und flatterte um Paulchen herum.
„Okay, ich wage es!“, rief er und holte noch drei mal Luft, schlug seinen Flügel mehrmals auf und zu und plötzlich erhob er sich in die Lüfte.
„Juchu!“, jauchzte er und flatterte ausgelassen herum.
„Ich heiße Lisa!“, rief ihm das Mädchen zu.
„Und ich Paulchen!“, rief er zurück. „Wie war das mit den Blumen?“
„Folge mir!“, entgegnete Lisa.
Und zwei hübsche Zitronenfalter erhoben sich in die Luft und flatterten froh dahin.



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Freitag, 7. März 2014

3. Fortsetzung: Freundschaft



Freundschaft


Die beiden Männer stiegen ein und kurz danach hörte man Reifen quietschen und das Auto sauste vom Schulgelände.
„Ist der Lehmann etwa schwul?“, ertönte Willis Stimme hinter einigen Büschen.
„Der Typ, der ihn abholte bestimmt.“ Kalle kam zum Vorschein und ahmte einen Schwulen nach.
Willi, Henrike und Meike folgten ihm. Willi kriegte sich vor Lachen nicht wieder ein.
„Wisst ihr was, das mit dem Fahrrad war eine ganz miese Masche. Ihr seid uns echt zu blöd, macht doch euren Scheiß alleine!“, rief Henrike und wollte mit Meike gehen.
„Hier geblieben , mein Fräulein“, Willi ergriff Meikes Arm und hinderte sie am Weggehen.
„Lass mich los!“, forderte Meike ihn auf, „du tust mir weh!“
„Du bist meine Freundin, und mir läuft man nicht einfach so weg.! Kapiert?“, fragte Wille barsch.
„Das tut weh, lass mich endlich los!!“, jammerte Meike.
„Nun hast du einen kleinen Vorgeschmack, was passiert, wenn du mich verlässt. Du willst doch sicher dein schönes Gesicht behalten, oder!“ Drohte Willi ihr, „ und für dich gilt das gleiche, wandte er sich an Henrike.“ Er ließ Meike los, schleuderte sie aber dabei auf die Erde.
„Jetzt gebe ich euch die Erlaubnis zu gehen. Und denkt daran, kein Wort zu irgendwen, sonst mögt ihr euch nicht mehr im Spiegel betrachte. Nun haut ab!“, befahl Willi.
„Jetzt reicht es mir, dieses Miststück ist schon lange fällig!“, rief Stefan und ging auf Willi zu.
Dieser hatte wohl nicht bemerkt, dass die Mitschüler nach dem Unterricht hinter dem Schulpavillon stehen geblieben waren. Im ersten Moment wirkte er erschrocken, doch hatte er sich wieder schnell gefasst und kam Stefan entgegen.
„Wir müssen Stefan helfen“, sagte Fred und ging los und die anderen hinter her.
„Keine Angst!“, sagte Jonny beruhigend. "Mit den beiden wird Stefan mit links fertig, er wird ihnen auch nicht weh tun, aber beibringen, wie man Mädchen behandelt. Übrigens hat er schon lange ein Auge auf Meike geworfen."
„Echt? Eins haben sie ja gemeinsam, sie sind beide faul, was die Schule betrifft. Aber Stefan will sich ja bessern“, stellte Sarah fest. Inzwischen hatten die Freunde sich Stefan genähert, um einzugreifen, wenn es nötig würde.
„Stefan ist unwahrscheinlich gut in Judo und Karate“, sagte Jonny so leise zu uns, dass Willi es nicht hören konnte. Der baute sich jetzt in voller Größe vor Stefan auf, die Ellenbogen nach außen und die Hände in den Hüften gestützt. Henrike und Meike waren stehen geblieben und schauten aus sicherer Entfernung das Spektakel an.
„Willi wirkt irgendwie plump und stocksteif, anstatt furchteinflößend. Der hat auch nur eine große Klappe und erprobt seine Kräfte an Mädchen“, flüsterte Sarah Ina zu.
„Trotzdem möchte ich dem nicht im Mondschein begegnen“, antwortete Ina.
„Du Ratte! Was willst du?“, fragte Willi grinsend.
„Du feiges Miststück! Du kannst wohl nur Mädchen gegenüber deine Kräfte spielen lassen. Wenn du Meike und Henrike auch nur ein Haar krümmst, mache ich dich fertig. Wir haben deine Drohung ihnen gegenüber gehört. Und was das Fahrrad betrifft, bezahlst du den Schaden und entschuldigst dich bei Herrn Lehmann! Hast du das mit deinem Strohgehirn begriffen?“, fauchte Stefan zurück.
„Ganz schön mutig, dieser Neuankömmling. Man gerade drei Monate an unserer Schule und schon eine große Schnauze. Das Beste für dich und deinem Zwillingsbruder ist es, dass ihr so schnell wie möglich wieder verschwindet. Ich mag es nicht, wenn man mich so blöd anmacht und ich habe auch keine Lust, eure Fratzen die ganzen Schulstunden vor mir zu haben. Wo kommt ihr eigentlich her? Ihr seid doch Ausländer, so wie ihr ausseht. Also, geht dahin wo ihr hergekommen seid und macht euch alle vom Acker, aber etwas plötzlich, sonst gibt es was!“, drohte Willi allen.
„Hast du etwas gegen Ausländer?“, mischte sich Jonny, Stefans Zwillingsbruder, jetzt ein.
„Eigentlich nicht, aber euch Ratten kann ich nicht ab!“,entgegnete Willi, „also haut ab! Und untersteht euch, ein einziges Wort wegen dem Fahrrad zu erwähnen!“, wandte er sich wieder an alle.
„Glaubst du, du kannst uns drohen?“, fragte Stefan.
„Ich glaube, du brauchst einen kleinen Vorgeschmack, was passiert, wenn sich jemand nicht an meinen Anordnungen hält. Kalle, was meinst du dazu?“, sagte Willi.
„Ist schon längs fällig, Boss!“, antwortete Kalle und machte seine Schlagringe an die Hände.
„Jetzt wird es ernst", sagte Ina zu Fred.
„Halt dein Handy bereit, sollte das hier außer Kontrolle geraten, dann bringt euch in Deckung und alarmiert die Polizei!“, gab Fred den Mädchen Anweisungen.
„Wird nicht nötig sein. Ich nimm mir den Gernegroß von Kalle vor“, sagte Jonny.
Willi zückte mit einmal ein Messer aus seinem Gürtel und griff Stefan damit an.
Alle waren so erschrocken, dass sie gar nicht so schnell mitbekamen, wie Willi durch die Luft flog und wie ein Käfer auf dem Rücken lag. Viel zu schwerfällig, schnell wieder aufzustehen.
„Los Kalle, zeig es ihm!“, rief Willi, während er sich aufrappelte und nach seinem Messer greifen wollte, doch Stefan stieß es blitzschnell mit dem Fuß zu Seite und ehe Willi sich versah, hatte Stefan Willis Arm auf dessen Rücken gedreht, so dass dieser außer Gefecht gesetzt war. „Kalle du Feigling! Mach sie alle!“, rief Willi und ächzte, wenn Stefan den Arme noch etwas weiter nach oben bog.
„Kalle, überlege dir dass, oder hast du auch den schwarzen Gürtel?“, fragte Jonny.
„Schon gut, schon gut!“, beschwichtigte Kalle ihn. Und steckte seine Schlagringe wieder in seine Tasche.


Fortsetzung folgt...


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Mittwoch, 5. März 2014

2. Fortsetzung: Freundschaft



Freundschaft


„Falls ihr Hilfe braucht für die Party, nur sagen!“, bot sich Jonny an.
„Das könnten wir schon. Das Schmücken ist nicht so einfach. Irgendwie komme ich immer ins Schwanken, wenn ich auf einer Leiter stehe und die Girlanden fest mache“, antwortete Ina.
„Dann helfe ich auch mit, es wird mir ein Vergnügen sein, dich aufzufangen!“, sagte Fred.
„Wir fangen morgen schon an, denn wir müssen die Scheune noch aufräumen“, meinte Ina, „also, wer Lust hat, herzlich Willkommen.“
„Museum ist nicht unbedingt mein Ding,“ stellte Stefan fest, als wir am anderen Tag mit Frau Maier-Gerden dort hin gingen.
Herr Lehmann begleitete uns ebenfalls, was Willi schon wieder zu blöde Sprüche inspirierte. Doch er hatte heute weniger Zuhörer. Wir hatten beschlossen unser Abi demnächst nicht wegen solch einer Pfeife wie Willi und Konsorten zu versauen. Bislang betrafen seine doofen Sprüche nur Lehrpersonen. Seit ein paar Wochen machte er sich jedoch auf Kosten von Mitschülern lustig. Er spielte sich immer mehr als Boss der Klasse auf. Wer nicht nach seiner Nase tanzte, wurde von ihm bedroht, wenn er sich alleine mit ihm befand. Da sieht man schon, wie feige Willi war. Jetzt hatte er nur noch drei Anhänger. Damit hatte er nicht gerechnet, dass die Überzahl der Klassenkameraden seinen Mist nicht mehr mitmachten. Da sich aber keiner sicher vor ihm fühlte, gingen wir möglichst zu Zweit oder zu Dritt nach Hause.Willi war zwei Jahre älter als wir und hatte eine große, etwas vollschlanke Figur. Er war schon Angst einflößend. Er hatte seinen Mitschülern angedroht, sie würden das noch bereuen, dass sie ihn in Stich gelassen hätten.
„So schlecht ist die Natur Ausstellung doch gar nicht“, meinte Jonny.
„Aber was soll ich da schreiben? Wenn wir zum Bahnhof gegangen wären, da hätte ich wohl Seiten voll schreiben können“, antwortete Stefan. „Wir dürfen uns ja was aussuchen, ich schreibe über die Beleuchtung“, strahlte Stefan.
„Das hat ja auch mit Bio zu tun“, musste Ina lachen.
„Wir dürfen uns was aussuchen!“, betonte Stefan noch einmal.
„Aber es sollte schon mit Bio zu tun haben!“, sagte Herr Lehmann auf einmal hinter uns.
„Habe ich mich erschrocken“, entfuhr es Ina.
„Entschuldigung, das wollte ich nicht!“, meinte Herr Lehmann.
Sie schauten sich kurz in die Augen.
„Verdammt, sieht der gut aus. Und diese Augen, einfach süß der Typ“, dachte Ina.
„Ein hübsches Mädchen, leider meine Schülerin und viel zu jung“, dachte Herr Lehmann.
„Sieh dir zum Beispiel den Buntspecht an“, wandte Herr Lehmann sich an Stefan. „Schau ins Internet oder in Büchern nach und schreib über das Tierchen. Ist doch einfach.“
„Ja, eigentlich schon. Okay, ich schreib über den Vogel. Wie hieß der noch mal?“, fragte Stefan.
„Buntspecht!“, riefen wir gemeinsam und mussten Lachen.
„Ich schreibe über die Armeisen“, rief Fred
Am Ende hatte jeder sein Thema und eine Gruppe verabredete sich mit Ina und Sarah in der Scheune von Inas Tante. Es machte direkt Spaß, gemeinschaftlich zu arbeiten. Die Klasse war zusammen gerückt, hatte endlich eine Klassengemeinschaft. Sie hatten versucht, Willi zu überzeugen, mit dem Unsinn in der Schule aufzuhören, doch er stellte sich stur. Scharrte seine paar Anhänger um sich und ignorierte alle anderen.
Frau Maier-Gerden war mit den Berichten sehr zufrieden und wunderte sich über die plötzliche Mitarbeit. Gestört wurde der Unterricht nur durch Willi und Kalle, welche ihre blöden Sprüche ab ließen. Sie handelten sich eine saftige Strafarbeit ein, obwohl die Lehrerin wusste, dass die beiden die sowie so nicht schrieben. Auch die Mathestunde lief besser. Es war ruhiger als sonst und Herr Lehmann konnte alles besser erklären, denn die Störenfriede hatten es vorgezogen, diese Stunde zu schwänzen.
Nach der Stunde wollte Herr Lehmann nach hause fahren, doch seine Reifen vom Fahrrad waren aufgeschlitzt. Wir konnten uns denken, wer das getan hatte, und Herr Lehmann sicher auch. Er ließ sich seinen Ärger nicht anmerken, sondern griff zum Handy und rief jemanden an. Wir hatten uns in einiger Entfernung zusammengefunden und diskutierten über diesen neue Zwischenfall und wollten nun auch sehen, was Herr Lehmann weiter unternahm. Wir waren ja von Natur aus neugierig.
„Der hat sicher ein Taxi angerufen“, meinte Jonny.
„Eine Sauerei, das mit den Reifen, das ist Willis Handschrift!“, sprach Sarah aus, was alle dachten.
„Der Unterricht war heute gut gelaufen, sogar ich habe die Matheaufgaben kapiert, und das will was heißen“, sagte Stefan. „Vielleicht schaffe ich ja doch noch das Abi.“
„Ich glaube, die meisten von uns müssen sich auf den Hosenboden setzen, um einigermaßen vernünftige Zensuren zu bekommen. Meine Eltern wären fast hintenüber gefallen, als ich ihnen die Zwei in der Biohausaufgabe zeigte. Mein Vater fragte scherzend, ob ich eventuell krank sei oder ob endlich meine Intelligenz zum Vorschein käme“, erzählte Fred.
Und dann blieb uns fast der Mund offen stehen. Ein super knallroter Sportwagen fuhr auf das Schulgelände. Das Dach war heruntergeklappt. Der junge Mann am Steuer stieg aus, aber mit einer Eleganz, die unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Er hatte eine super enge weiße Hose an und trug dazu ein ebenfalls enganliegendes Hemd. Sein Hals zierte ein rotes Halstuch. Sein langes schwarzes Haar hatte er hinten zusammengebunden
„Wenn der nicht schwul ist, so wie der geht und sich bewegt, fresse ich einen Besen“, staunte Jonny.
„Jetzt begrüßen sich der Lehmann und dieser Typ mit einer Umarmung. Unser unauffälliger Lehmann hat so einen geilen Freund, wer hätte das gedacht!“, stellte Eric fest.
„Ob der Lehmann schwul ist?“, fragte Beate.
„Weiß nicht. Wenn, ist es doch auch egal, Hauptsache er erklärt uns Mathe gut!“, antwortete Stefan, „die verfrachten doch glatt das Fahrrad hinten auf den schmalen Rücksitz des Autos."


Fortsetzung folgt...


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Montag, 3. März 2014

Blumenampel etwas anders












                                                                            H E L A U;  ROSENMONTAG











1.Fortsetzung: Freundschaft (ANFANG: siehe18.12.2013)




Freundschaft

Am Morgen brachte Ina die Einladungen mit zur Schule. Da Frau Maier-Gerden noch nicht da war, stellte sich Ina ans Pult mit dem Stapel Einladungen und bat um Ruhe: „Also, da ich am Samstag sechzehn werde, dachte ich mir, könnte ich ja eine Scheunenparty geben. Und da ihr alle so nett seid, lade ich euch alle ein.“ Beifallrufe und Pfiffe erschallten in einer Lautstärke, dass der Lärm wohl noch einige Klassen weiter zu hören war. „Auf den Einladungen steht alles was ihr wissen müsst. Ihr braucht dann nur noch gut Laune mitbringen.“ Ina ließ die Einladungen herumreichen. „Sollte jemand nicht kommen, bitte ich um Nachricht“, sagte sie.
„Super, endlich mal was los!“, freute sich Fred.
„Ja, letzte Zeit war es hier man tote Hose“, antwortete Jonny. Ina und Sarah blinzelten sich zu, damit war es wohl sicher, das Fred zur Party kam.
„Was ist denn hier los?“ brüllte Frau Maier-Gerden gegen den Lärm an.
„Ups!“, entglitt es Ina. Keiner hatte bei dem Krach die Lehrerin herein kommen gehört.
„Vielleicht haben sie eine Erklärung für mich, Fräulein Ina, außer ein Ups“, fragte die Lehrerin.
Ina lief vor Verlegenheit rot an. „Ich habe gerade für meine Geburtstagsparty meine Einladungen verteilt“, sagte sie kleinlaut.
„Das muss ja eine tolle Party werden, wenn sie schon so eine Vorfreude auslöst, als wenn sie die ganze Klasse eingeladen hätten“, meinte Frau Maier-Gerden.
„Das habe ich ja auch!“, entgegnete Ina.
„Ach, und ich werde als einzige nicht eingeladen?“, tat die Lehrerin enttäuscht.
„Oh, sie dürfen gerne kommen, ich wusste nicht...“
„Schon gut, Ina“, unterbrach Frau Maier-Gerden sie, „das war nur ein Scherz, ich glaube, ich wäre die Letzte, die sie und ihre Mitschüler auf ihrer Party sehen möchten.“
„Ach schade!“, meldete sich Fred zu Wort.
„Wir würden uns bestimmt freuen, wenn sie auch kommen!“, bestätigte Jonny und grinste.
„Ich mache euch eine andere Freude. Wir gehen morgen ins Museum, und jeder darf sich ein Thema über die Ausstellung dort aussuchen und einen Bericht darüber schreiben“, teilte die Lehrerin ihnen mit. „Eure Begeisterung hält sich aber in Grenzen“, stellte Frau Maier-Gerden fest.
„Die Mathearbeit war schwer“, meinte Sarah in der Pause.
„Der Lehmann hat gestern Abend bestimmt mit Freuden die Aufgaben ausgeklügelt“, antwortete Stefan, „ich habe die Arbeit garantiert versaut.
„Und was meint unsere Partymaus?“, wandte sich Jonny an Ina.
„Du weißt doch, dass Mathe mein Lieblingsfach ist. Ich fand die Arbeit okay!“, entgegnete Ina.
„Gibt es eigentlich ein Fach, welches dir nicht liegt?“, fragte Stefan.
„Ich bin eben ein wissbegieriger Mensch!“, antwortete sie. „Wir können auf der Party meinetwegen auch Mathe üben, denn ich schätze, die Arbeit wird wegen schlechter Noten wiederholt. Ich gebe zu, wer nicht so gut in Mathe ist, hatte an den Aufgaben ziemlich zu knabbern.
„Der Lehmann kann aber auch nicht erklären.!“, meinte Eric.
„Wie soll er denn, er kommt ja gegen uns nicht an", sagte jemand.
"Ihm ist es mal zu laut. Dann stört es ihn, wenn wir telefonieren oder Spiele auf dem Handy spielen!“, stellte Kalle fest und lachte.
„Neulich hatte er sogar was da gegen, dass ich frühstückte. Ich sollte an der Tafel eine Aufgabe lösen. Ich habe ihn gebeten, das nach dem Frühstück zu machen. Da gibt der mir doch glatt eine Sechs und eine Eintragung ins Klassenbuch. Der tickt doch nicht ganz. Ihr habt es ja erlebt, wie der sich aufregte. Ich hatte schon Angst, der würde einen Herzinfarkt bekommen“, erzählte Willi in seiner stumpfen Art.
„Wisst ihr was, ihr seid einfach nur blöd. Ihr versaut euch doch nur selber eure Zensuren im Zeugnis, nur weil ihr glaubt, es wäre besonders super, einen jungen Lehrer fertig zu machen. Und du Wille, solltest dich besser auf deinen Hosenboden setzen, sonst wirst du ein Jahr wiederholen müssen. Also, ich möchte nicht in die Klasse unter uns. Die haben eine miserable Klassengemeinschaft, besser gesagt, die haben keine Klassengemeinschaft. Jeder hackt da auf jeden herum. Ich glaube, da würde jeder Lehrer von denen lieber bei uns unterrichten. Und das will schon was heißen!“, fauchte Sarah Willi an.
„Hört, Hört! Streberin Nummer zwei ermahnt uns“, machte Willi sich lustig. Einige Jungs und ein paar Mädchen fingen an zu lachen.
„Sarah hat recht, wir finden es tolll, nur Mist zu veranstalten. Aber wenn wir ehrlich sind, doch nur, weil wir entweder stinkenfaul sind, oder weil wir es echt nicht kapieren. Ich möchte kein Jahr wiederholen“, stellte Fred fest.
„Ich eigentlich auch nicht. Wenn wir kein gutes Abi bekommen, kann mancher seinen Berufswunsch vergessen“, sagte Jonny.
„Ich möchte Lehrerin werden“, meinte Johanna, „aber wenn ich mir vorstelle, die Schüler gingen mit mir so um, wie wir mit dem Lehmann, dann bekomme ich Zweifel.“
„Kommt jetzt die große Kehrtwende?“, fragte Willi. „Werden wir alle Streber? Ihr habt doch einen Knall. Wir hatten doch immer super Spaß! Lasst euch doch von den Strebertussis nicht bequatschen!“
„Der hat nichts kapiert!“, stellte Lisa fest.
„Ihr könnt mich mal, und zu deiner beschissenen Party komme ich nicht!“, wandte er sich an Ina. „Blöde Tussi!“, murmelte er noch und zischte dann ab.
Kalle, Henrike und Meike schlossen sich Willi an und meldeten sich ebenfalls ab.
„Die passen alle gut zusammen, höchstwahrscheinlich treffen die sich auch nach den Zeugnissen in der anderen Klasse wieder“, sagte Sarah.
„Die haben dann wenigstens eine kleine Klassengemeinschaft!“, meinte Eric und sie mussten alle lachen.
„Ich glaube, unsere Klasse ist heute etwas zusammengerückt“, stellte Sarah fest, als sie nach hause gingen.
„Und etwas vernünftiger“, hoffte Ina.
„Das wurde aber auch mal Zeit. Die benehmen sich ja bislang wie Bescheuerte.“ Sagte Beate, die sie ein Stück begleitete.
„Bei manchen wächst der Verstand nur langsam oder gar nicht mit“, meinte Sarah.


Fortsetzung folgt...


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Sonntag, 2. März 2014

19. Fortsetzung: Gehasster Liebling




                          Gehasster Liebling


„Halte dich gut fest, wir legen einen Zacken zu!“, rief Kiri mir zu und sauste mit einem Affentempo durch die Luft einem großen Wald entgegen. Die Bäume kamen mir noch riesiger vor, als ich sie hier bis jetzt gesehen hatte. Mächtige Baumkronen streckten sich uns entgegen, als Kiri mit einem Sturzflug zur Landung ansetzte. Der Wald wurde lichter und es tat sich vor uns eine weite Ebene auf. In einem wunderschönen Park stand eine Burg die schon etliche Jahre hinter sich haben musste. So ein wunderschönes Gebäude hatte ich weder auf Bildern noch in Büchern gesehen. Unzählige Türme und Türmchen zierten die Burg. Eine riesige breite Mauer umgab sie und in dem Burghof standen viele kleinere Häuser überrangt mit Rosen ähnlichen Blumen. Sie blühten in den verschiedensten Farben.
Die Dächer der Türme waren in verschiedenen Farben gehalten, die Burg aus Steinen gefertigt, welche Ähnlichkeit mit Bruchsteine hatten. Der Park umgab die Burg und erstreckte sich noch sehr weit und ging irgendwo in eine grüne Ebene mit kleinen Seen und Flüssen über.
Inzwischen waren wir vor der Burg runter gegangen und ich war von Kiri abgestiegen.
„Ich fliege zur Weide hinter der Burg. Dort treffe ich viele Artgenossen“, sagte Kiri und erhob sich in die Lüfte und verschwand hinter der Burg. Ich schaute mich um. Es herrschte reges Treiben. Hier und da landeten ebenfalls Sonnenvögel mit ihren Reitern, andere erhoben sich in die Lüfte. Also nahm weiter keiner Notiz von mir. Auf einer großen Wiese etwas abseits der Burg befanden sich unheimlich viele Sonnenvögel mit ihren Reitern. Es waren Schlangenmenschen, und ihrer Kleidung ließ darauf schließen, dass es Krieger waren.
Und dann sah ich ihn! Einen Vogel mit majestätischer Ausstrahlung. Wohl doppelt so groß wie Kiri und mit einer enormen Flügelweite. Der Vogel hatte ein gelbliches Gefieder mit einigen langen farbigen Schwanzfedern. Auch den mittleren Kopf zierten farbige Federn. Mit den fünf Köpfen und den jeweils großen gebogenen Schnäbeln und den greifenden Krallen war dieses Tier trotz seiner Schönheit sehr Angst einflößend. Jetzt erkannte ich seinen Reiter. Es war Naro. Er musste mich wohl aus der Luft erkannt haben, denn er landetet ziemlich dicht bei mir. Der Vogel kam mit Riesen Schritten auf mich zu und ich dachte mein letztes Stündchen hätte geschlagen. Doch der Vogel stieß mich mit seinem Schnabel sanft an.
„Er will dich nur begrüßen!“, beruhigte mich Naro.
Ich weiß nicht, woher ich den Mut nahm, aber ich streckte meine Hand aus und kraulte dem Vogel den mittleren Kopf. Er gab schnurrende Laute von sich.
„Bist du eine Katze?“, fragte ich.
Der Vogel gab ein Geräusch von sich ,welches wie Lachen klang. „Bist du auch ein Sonnenvogel? Die können auch lachen, habe ich heute festgestellt“, sagte ich. Der Vogel legte seinen Kopf schief, um mein Kraulen voll auszunutzen.
„Cara, du benimmst dich wirklich wie eine Katze. Fliege zu den anderen Vögeln hinter der Burg und belästige diese nicht, die wollen dich nicht Stunden lang streicheln!“, befahl Naro. „Damit du auch weißt, wer dich gerade krault, es ist unsere zukünftige Herrscherin.“
Ruckartig zog Cara ihren Kopf zurück. Sie ging in die Knie und legte ihre Köpfe auf die Erde und schaute total ergeben.
„Ist schon gut, ich bin mir bestimmt nicht zu fein, dich zu kraulen!“, tröstete ich sie.
„Ruckartig ging sie wieder hoch und gab einen klingenden Ton von sich, der wie ein Freudenschrei klang. Und schon hielt sie mir ihren Kopf wieder hin, damit ich ihn kraulte. Ich musste lachen und streichelte ihn natürlich.
„Los, du Schmusekatze, mach dass du losfliegst“, forderte Naro den Vogel auf. Wir traten zur Seite und das große Tier erhob sich in die Lüfte.
„Das müsste Tom sehen“, dachte ich, denn es war einfach ein Erlebnis. Tom, ich hatte ihn schon ganz weit weg geschoben, so viel Neues ließ mich für kurze Zeit alles andere vergessen. Doch nun war er wieder da, nahm Besitz von meinem Herzen. Zweifel kamen, ob ich das Richtige getan hatte. Aber wir werden uns wiedersehen, sicher schon bald.
„Manuela, du kannst dir nicht vorstellen, wie wir es schätzen, dass du zurück gekommen bist. Dein Volk wird dich lieben!“, riss mich Naro aus meinen Gedanken.
Naro gab jemanden ein Zeichen, und zwei wunderschöne Pferde, oder so etwas ähnliches, kamen auf uns zu. Als sie näher kamen, sah ich , dass sie Flügel hatten, die jedoch im Moment dicht am Körper lagen. Das Fell war flauschig und sie hatten eine violette, seidene Mähne. Auf weißem Untergrund zierten unterschiedlich große violette Flecken das Fell.




Fortsetzung folgt...




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