Gedanken im Frühling
Vögel zwitschern in den
Zweigen
Blumenblüten springen auf
Suchen der Sonne Licht
Ein Schmetterling
Zart und leicht
Von einer Raupe zum
Schmetterling gewandelt
erfreut er sich an seinem
neuen Leben
Wie gerne möchte ich mit
ihm tauschen
Schmetterling
Kleiner Falter
Zart und fein
Tanzt wie ein Harlekin
Im Sonnenschein
Frühlingsbote
Du kleines Wesen
Zart und fein
Du flatterst hin
Und flatterst her
Das Fliegen
Das fällt dir gar nicht schwer
Verzauberst jeden der dich sieht
Bringst uns den Frühling nah
Du kleiner Harlekin
Tanzt im Sonnenschein so fein
Ich möchte gern ein Falter sein
Paulchen
Paulchen gähnte und reckte und streckte sich. „Oh, ist das
hell!“ Er wischte sich mit seinen Fühlern seine Äuglein. „Das
wäre geschafft“, er atmete tief durch und versuchte seine Flügel
zu spannen, aber sie waren noch zu feucht. Er hatte gerade
Schwerstarbeit geleistet, denn er musste aus seinem Puppengehäuse
herausklettern. Nun war er schachmatt. Vorsicht Paulchen, da kommt
ein Vogel. Glück gehabt, der hatte keinen Hunger.„Hallo!“, ein Schmetterlingsmädchen kam angeflogen. „Kannst du schon fliegen?“, fragte es mit einer zarten Stimme. Paulchen war sofort hin und weg, als er das hübsche Mädchen sah.
„Ich weiß nicht“, antwortete er und schämte sich etwas, denn er hatte Angst vor dem Fliegen. Seine Flügel waren entfaltet und es konnte los gehen. Doch Paulchen machte seine Flügel nur auf und zu, und noch mal auf und zu und krallte sich mit seinen Beinchen fest, damit er sich nur nicht erhob.
„Wie schön war doch das Leben als Raupe. Man brauchte nicht durch die Gegend flattern, sondern nur immer fressen“, dachte er.
„Komm mit!“, rief das Schmetterlingsmädchen, ich weiß wo herrliche Blumen blühen. Du hast doch sicher Hunger!“
„Und ob ich hungrig bin nach dieser Anstrengung“, dachte er, „aber ich glaube, ich bin nicht schwindelfrei!“
„Nun komm schon! Fliegen macht so viel Spaß!“, rief das Mädchen und flatterte um Paulchen herum.
„Okay, ich wage es!“, rief er und holte noch drei mal Luft, schlug seinen Flügel mehrmals auf und zu und plötzlich erhob er sich in die Lüfte.
„Juchu!“, jauchzte er und flatterte ausgelassen herum.
„Ich heiße Lisa!“, rief ihm das Mädchen zu.
„Und ich Paulchen!“, rief er zurück. „Wie war das mit den Blumen?“
„Folge mir!“, entgegnete Lisa.
Und zwei hübsche Zitronenfalter erhoben sich in die Luft und flatterten froh dahin.
Copyright2014by Helga Pikulik