Montag, 23. Februar 2015
Gedicht
Whysky
So lange warst du mein kleiner Freund
Fast ein Kind für mich
Ich liebe dich
Mein kleiner Hund
Ich bitte dich
Werde doch gesund
Verlass mich nicht
Ich könnt es nicht ertragen
Du schaust mich an
Als würdest du fragen
Was ist mit mir
Warum geht es mir so schlecht
Wer nimmt mir die Entscheidung ab
OP oder nicht
Wirst du es überstehen
Ich kann nicht in die Zukunft sehen
Kann dir nur meine Liebe schenken
Kann dich nur streicheln
Mit meinen Händen
Kleiner Whysky ich habe dich lieb
(c)
Donnerstag, 5. Februar 2015
Lass uns zum Regenbogen gehen 2. Fortsetzung - Ein Weihnachtsmärchen für Kinder
Lass uns zum Regenbogen gehen
Die Kinder bedankten sich bei der Fee und dann fuhr die
Kutsche los. Immer weiter ins Regenbogenland. Die Landschaft wurde
immer felsiger und sie fuhren durch Täler und über Berge und
plötzlich fuhren sie auf einen großen See zu. Die Geschwister
erschraken, denn die Kutsche fuhr mit gleichmäßiger Geschwindigkeit
und kam dem Wasser immer näher. Liselotte und Nico schrien auf, aber
plötzlich hob die Kutsche ab und die Schmetterlinge flogen über den
See und die Kutsche berührte das Wasser nicht.
„Wir fliegen!“, rief Nico begeistert. „Ist das
nicht toll?
„Ich habe mich so erschrocken“, antwortete seine
Schwester und holte tief Luft. „Ich dachte, wir sausen ins Wasser.“
„Angsthase!“, rief Nico lachend. Sanft setzten die
Schmetterlinge die Kutsche aufs andere Ufer auf und es ging weiter,
nur die Landschaft hatte sich verändert. Sie lag in einem dunklen
Schatten und der Wald wurde vom Nebel durchzogen und sah bedrohlich
aus. Seltsame Laute drangen durch die Baumkronen und jagten den
Kindern Angst ein. Doch die Kutsche fuhr unbeirrt weiter. Die Bäume
wurden immer uriger. Oft glaubten die Kinder Gesichter in den
knorrigen Baumstämmen zu erkennen oder es kam ihnen vor, als winkten
die Äste ihnen zu. Plötzlich stoppte die Kutsche. Die Kinder
erschraken und schauten aus den offenen Fenstern der Kutsche.
„Warum halten wir?“ Rief Liselotte dem Kutscher zu.
„Bleibt auf jedem Fall in der Kutsche!“ Ermahnte
Fabian sie. „Der Zauberer hält uns hier auf. Wir befinden uns in
seinem Gebiet.“ Noch ehe das Mädchen antworten konnte, trat ein
großer schwarz gekleideter Mann mit einem roten Umhang zu den
Kindern ans Fenster.
„Na, ihr Zwei! Das ist aber sehr lieb von euch, dass
ihr mich hier besucht. Wollt ihr nicht aussteigen? Wie wäre es mit
einer schönen Tasse Kakao und Kuchen?“
„Oh, ja!“ freute sich Nico. „Liselotte, lass uns
hier Pause machen!“
„Weißt du nicht mehr, was die Fee uns geraten hat?
Nicht aussteigen, wenn wir den Zauberer treffen! Und der Elfenjunge
rief es uns gerade auch zu. Wir müssen weiter nach Frau Holle. Du
willst doch sicher auch am Heiligen Abend zu hause sein?“
„Nach Frau Holle wollt ihr? Was wollt ihr bei der
alten Frau? Sie hat ja sogar den Winter verschlafen!“ Sagte der
Zauberer höhnisch und lachte laut.
„Dann werden wir sie wecken!“, antwortete Liselotte.
„Dann viel Spaß!“ Meinte der Zauberer und entfernte
sich mit schallendem Gelächter. Die Schmetterlinge flogen weiter und
zogen die Kutsche hinter sich her. Nach längerer Zeit wurde die
Landschaft endlich wieder heller und farbiger. Überall blühten
bunte Blumen und die Bäume sahen freundlicher aus. Irgendwann hielt
die Kutsche vor einem großen Tor an. Dahinter lag ein wunderschöner
Garten mit einem kleinen weißen Haus mit roten Dachziegeln. An den
Hauswänden blühten die schönsten Rosen. Ein kleiner Bach
plätscherte so vor sich hin, auf dem einige Enten schnatternd
schwammen
„Was wollt ihr hier?“ Fragte ein kleines Männchen,
welches vor dem Tor stand.
„Wir wollen zu Frau Holle!“, entgegneten die Kinder.
„Frau Holle wohnt hier, aber sie empfängt keine
Gäste“, antwortete das Männchen und es sah sehr traurig aus.
„Was ist denn passiert?“, wollte Nico wissen.
„Frau Holle schläft schon seit Wochen, dabei müsste
sie es schon längst schneien lassen“, sagte das Männchen.
„Warum weckt sie denn niemand?“, wollte Liselotte
wissen.
„Das haben schon viele versucht, aber keiner hat es
geschafft“, erwiderte das Männchen. „Der böse Zauberer hatte
sich mit Frau Holle gezankt und hat daraufhin Frau Holle verzaubert.
Auf jeden Fall wacht sie einfach nicht auf.“
„Lass uns bitte herein. Wir sind extra gekommen, um
Frau Holle zu bitten, dass sie es schneien lässt. Wir wollen
versuchen, sie aufzuwecken“, bettelte Liselotte.
„Meinet wegen, man soll nichts unversucht lassen.“
Antwortete das kleine Männchen und öffnete das große Tor. Danach
führte er die Kinder ins Haus. Frau Holle lag in ihrem Bett und
schlief fest. Sie reagierte weder auf laute Zurufe noch auf das
Rütteln an ihrem Arm.
„Ich werde gegen den Zauberer kämpfen!“, rief
Nico. Aufgebracht zückte er sein Holzschwert und fuchtelte damit
herum.
„Vorsicht!“, rief seine Schwester. Aber da war es
schon zu spät. Nico hatte mit seinem Schwert den großen Wecker
erwischt, welcher auf dem Nachtschrank stand. Im hohen Bogen flog die
Uhr durch die Luft und fiel krachend auf den Boden.
„Ups!“ Meinte Nico und starrte die Einzelteile der
Uhr an, die sich auf dem Boden verteilten.
„Was ist denn hier los? Ein Volksauflauf?“ Rief Frau
Holle, die sich aufrichtete und die Kinder und den kleinen Mann
fragend anschaute.
„Frau Holle, sie sind aufgewacht!“, rief der kleine
Mann.
„Ist das so seltsam?“, fragte Frau Holle und
schüttelte ihren Kopf.
„Sie haben wochenlang geschlafen und keiner Person
gelang es, sie zu wecken. Der böse Zauberer hatte sie verzaubert.“,
sagte der kleine Mann.
„Und dadurch, dass der Wecker zerbrach,ist der Zauber
verschwunden!“, stellte Liselotte fest.
„Was sagt ihr? Wochen lang? Oh, je! Da hätte es doch
schon längs schneien müssen!“, regte sich Frau Holle auf.
„Darum sind wir hier“, antwortete Liselotte. Wir
wollten sie bitten, es am Heiligen Abend auf der Erde schneien zu
lassen, wir wünschen uns nämlich einen Schlitten.“
„Das werde ich jetzt sofort machen, denn ich habe es
euch zu verdanken, dass ich wieder aufgewacht bin. Sonst wäre es mir
noch wie Dornröschen ergangen.“ Erwiderte Frau Holle.
„Wissen eure Eltern eigentlich, dass ihr hier seid?“,
fragte der kleine Mann.
„Nein“, antwortete Liselotte. „Die hätten uns
bestimmt nicht gehen lassen.“
„Dann fahrt ganz schnell zurück! Eure Eltern werden
sich sicher schon Sorgen machen. Ihr müsst in Zukunft immer euren
Eltern Bescheid sagen und nicht einfach so weggehen!“
Die Kinder versprachen es und dann fuhr die Kutsche die
Kinder bis zum Regenbogenanfang, wo sie ihre Räder abgestellt hatten.
Als die Kinder zu hause ankamen, war es schon früh am .Morgen. Leise
schlichen sie sich ins Haus. Doch die Mutter überraschte sie im
Flur.
„Wo wollt ihr denn so früh hin?“ fragte die Mutter
erstaunt.
„Wir waren schon fort und kommen gerade wieder“,
entgegnete Nico.
„Wir waren im Regenbogenland und haben Frau Holle
geweckt, damit sie es schneien lässt“, antwortete Liselotte
zaghaft.
„Ich habe sie geweckt!“, rief Nico stolz. „Mit
meinem Schwert habe ich den verzauberten Wecker zerstört. Da ist
Frau Holle aufgewacht und hat versprochen, es schneien zu lassen. Wir
wünschen uns doch einen Schlitten.“
„Ist es doch schön, wenn Kinder noch so viel Fantasie
haben“, dachte die Mutter.
„ Es ist noch viel zu früh, um draußen zu spielen.
Ich mache gleich das Frühstück, zieht eure Jacken erst mal wieder
aus!“ Sagte die Mutter und ging in die Küche.
„Aber wir waren...“ Nico brach seinen Satz ab, da
Liselotte ihren Zeigefinger auf ihre Lippen legte. Dann schob sie
ihren Bruder vor sich her bis in ihr Zimmer.
„Ist doch gut, wenn Mama meinte, wir wollten nach
draußen. Dann bekommen wir auch keinen Ärger, dass wir alleine fort
waren. Das mit dem Regenbogen hat sie nicht geglaubt“, erklärte
Liselotte ihrem Bruder. In der Zwischenzeit holte ihre Mutter die
Zeitung draußen aus dem Briefkasten. Es schneite dicke Flocken und
im Nu sah die Gegend wie gepuderte aus. Die Mutter blieb einen Moment
stehen und genoss den Anblick des dichten Schneetreibens. Sie schaute
zum Himmel und ihr war, als blitzte sekundenschnell ein farbiger
Bogen durch den Schnee auf.
Ende
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