Freitag, 6. April 2018

Das Apfelmännchen 1. Fortsetzung Kindergeschichte



Das Apfelmännchen     1. Fortsetzung


Der Verkäufer schloss die Tüte und Evelin legte sie in ihren Einkaufskorb.

„Oh, bist du schon wieder zurück?“, fragte Anna erstaunt.
„Ja, Mutti. Es ist entsetzlich kalt, da macht es keinen Spaß, länger als nötig draußen herumzulaufen.“
„Gut, dass ich in meiner warmen Stube sitze,“ antwortete Anna.
„Ich lege die Äpfel in die Obstschale. Ich muss jetzt gehen. Morgen schaue ich wieder vorbei“, verabschiedete sich Evelin.
„Ist gut mein Kind“, sagte ihre Mutter.
„Dann will ich mir mal einen Apfel schälen“, dachte Anna und ging zur Obstschale und wollte einen Apfel nehmen, da erblickte sie ein kleines grünes Männchen, das auf einem Apfel saß und die Beine baumeln ließ. Es hatte eine braune Wildleder-Hose und ein rot kariertes Hemd an. Auf dem Kopf trug es einen dunkelgrünen Filzhut mit einer Feder. Anna war etwas erschrocken, aber dann sah sie sich das Männchen genauer an und stellte fest, dass es weinte.
„Hallo, wer bist du denn?“, fragte sie.
Das Männchen schluchzte und und schaute Anna an.
„Ich bin ein Apfelmännchen und die Verkäuferin hat mich mit den Äpfeln in die Tüte geladen.“ Und schon weinte es noch mehr.
„Du musst doch nicht weinen, ich tue dir doch nichts“, tröstete Anna das Männchen.
Das zog nun ein kleines weißes Tuch aus seiner Hosentasche und putzte sich die Tränen ab und schnäuzte sich das Näschen.
„Wirklich nicht?“, es schaute Anna ängstlich an.
„Nein, warum sollte ich?“, entgegnete Anna. „Willst du dich mit mir auf mein Sofa setzen? Du kannst mir dann etwas über dich erzählen.“
„Das Apfelmännchen war einverstanden und Anna nahm es vorsichtig in die Hand und setzte es auf das Sofa.
„Erschrecken sie nicht“, warnte das Männchen die Frau. "Ich zauber mich jetzt größer." Und schwupps, saß neben Anna ein Junge, ungefähr einen halben Meter groß. Anna staunte nicht schlecht.
„Ich heiße Jakob“, stellte sich das Männchen vor.
„Und mein Name ist Anna. Wohnst du auf dem Wochenmarkt?“
Jakob kicherte.
„Nein, dort bin ich mit einer Apfellieferung des Bauern, der auf dem Markt sein Obst verkauft, gelandet.“
„Wie kommst du denn wieder zurück?", wollte Anna wissen.
„Das weiß ich auch nicht“, antwortete Jakob traurig und Tränen stiegen ihm schon wieder in die Augen.
„Nicht weinen, wir finden schon eine Möglichkeit. Möchtest du etwas essen?“
„Ja, gerne. Einen Apfel!“, und schon lächelte Jakob wieder.
„Wenn es mehr nicht ist, ich wollte mir gerade einen abschälen.“
Nach einer Weile saßen die zwei gemütlich auf dem Sofa und knabberten ein Apfelstück nach dem anderen.


Fortsetzung folgt...

(c)



















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