Samstag, 28. April 2018

Die Knochenmänner Kurzroman



Die Knochenmänner


„Hallo, Taxi!“, winkte ich dem Wagen zu, der langsam vor dem Osnabrücker Bahnhof fuhr. Es war ein schönes Taxi in rot. In der Farbe hatte ich es noch nie gesehen. Der Wagen hielt neben mir und am Steuer saß ein sehr sympathischer junger Mann. Ich stieg ein.
„Bitte zum Ortsteil Dodesheide!“, sagte ich und ließ mich entspannt in den Sitz fallen. Doch kaum waren wir losgefahren, verriegelten sich die Türen.
„Was soll das?“, fragte ich den Fahrer und rüttelte panisch an dem Türgriff. Der junge Mann antwortete auf meine Frage nicht und fuhr einfach weiter, ohne auf mein Schimpfen zu reagieren. Längs waren wir durch den Ortsteil Dodesheide gefahren und hatten Osnabrück verlassen. Das Taxi war die Straße zum Nettetal heruntergefahren und fuhr Richtung Wittekindburg. Der Wagen verwandelte sich mit einmal in ein altes klapperiges kleines Auto. Ich schrie entsetzt auf, denn der junge Mann hatte sich in ein Knochengerüst verwandelt und grinste mich mit seinem zahnlosen Mund an. Verweste Stofffetzen hingen an seinen Rippen. Ich geriet total in Panik. Das Knochengerüst lachte krächzend.


Fortsetzung folgt...


(c)

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