Mittwoch, 15. Oktober 2014

Die Burg Kinderroman 5. Fortsetzung



Die Burg

"Spätestens als die Fackeln wie von unsichtbarer Hand angezündet wurden. Hier spukt es!“, versicherte Jens
„Ich glaube eigentlich nicht an Gespenster, aber mir kommt die Sache auch spanisch vor. Wieso war mit einmal der Rückweg nicht mehr da. Inzwischen sind wir in einem felsigen Gang. Überall ist es feucht. Hast du die großen schwarzen Spinnen in den Ecken gesehen?“ Fragte Max.
„Ja, Prachtexemplare.“ Witzelte Jens, aber ihm war ganz mulmig zu mute.
„Hilfe!“ Schrie Max mit einem Male auf und beugte sich zu Boden und hielt seine Arme schützend über seinen Kopf. Jens versuchte die Angreifer, mit seiner Taschenlampe um sich schlagend, zu verjagen. Er hatte Erfolg. Die drei Viecher setzten sich auf einen Felsvorsprung und äugten die beiden Jungs an.
„Was war das denn?“, fragte Max immer noch total erschrocken.
„Keine Ahnung. Da sitzen sie und begaffen uns. Sehen aus wie Fledermäuse mit Vogelfedern.“ Entgegnete Jens. „Nur viel größer.“
„Die haben Menschen ähnliche Gesichter!“, stellte Max fest.
„Ob die uns wieder angreifen, wenn wir weitergehen?“, fragte Jens.
„Wir können es versuchen, ganz langsam!“, meinte Max. Vorsichtig setzten sie einen Schritt vor dem Anderen. Die komischen Wesen beobachteten sie.
„Jens, da hinten ist Licht!“, rief Max aus.
„Leise!“, ermahnte ihn Jens. „Wir schleichen uns heran, es scheint eine Höhle vom Gang abzuzweigen. Wer weiß, was uns noch alles erwartet!“
„Du schaust zu viele Fantasiefilme. Ich bin froh, wenn ich auf Menschen treffe!“, antwortete Max und beschleunigte seine Schritte.
„Du vergisst wohl unsere drei Freunde da auf dem Felsvorsprung. Vielleicht sind da Ungeheuer in der Höhle.“, versuchte Jens ihn zu warnen.
„Selber Ungeheuer!“ Scherzt Max. „Ich höre jemanden sprechen. Es sind bestimmt Touristen von der Burg, die auch diesen Weg gegangen sind.“ Die Jungs hatten den Eingang der Höhle erreicht. Diese war sehr groß und hell erleuchtet. Man glaubte fast in einem Wohnzimmer gelandet zu sein, denn sie war voll eingerichtet mit den schönsten Möbeln. Kostbare Teppiche lagen auf dem Boden und hingen an den Felswänden.
„Lass uns schnell weitergehen, das kommt mir hier unheimlich vor!“, flüsterte Jens.
„Mir auch, diese Typen in der Höhle sind merkwürdig.“ Antwortete Max leise. Als sie sich umdrehten, um den Gang weiter zu folgen, kamen die drei komischen fliegenden Viecher auf sie zu und versperrten ihnen fauchend den Weg.
„So begrüßt man doch keine Gäste, meine kleinen Freunde!“ Sagte der in der Höhle anwesende Mann zu den fauchenden Kreaturen. Dann wandte er sich Max und Jens zu. Er betrachtete sie von oben bis unten.
„Was habt ihr in dem Gang zu suchen? Ihr kommt aus der Welt der Menschen? Ich frage mich, warum man euch hier herein gelassen hat. Könnt ihr mir das erklären?“ Der Mann schaute sie nicht gerade freundlich an. Die beiden Kinder fürchteten sich und mochten nicht antworten.
„Wird es bald, oder muss ich nachhelfen?“ Fuhr der Typ sie böse an. „Wer hat euch geschickt? Da steckt doch garantiert Rain dahinter. Jetzt bedient er sich schon Menschenkinder, um seine Tochter zu suchen? Er fürchtet sich wohl, hierher zu kommen, da schickt er erst euch zum Ausspionieren. Er hat schon alles auf den Kopf gestellt, um uns aufzuspüren. Mir wurde berichtet, dass er uns auf die Schliche gekommen ist und sich auf dem Weg hier her befindet. Dem großen Magier bleibt scheinbar nichts verbogen. Aber ich habe es geschafft, seine Mutter zu töten und ich werde auch ihn besiegen!“ Der Mann mit den schulterlangen blonden Haaren und der braunen Kleidung aus Leder war in dem Höhlenraum hin und her gelaufen.
„Wo sollt ihr ihn treffen und Bericht erstatten?“, fragte er. Er war hinter den beiden Jungs stehen geblieben und fasste sie unsanft in die Haare.
„Aua, das tut weh!“, rief Max.
„Wir kennen keinen Rain und was soll das heißen, dass wir aus der Welt der Menschen kommen? Wo sollen wir denn sonst herkommen, vom Mond?“ Wurde jetzt Jens wütend. Der Mann ließ sie los. „Wenn ihr mich hier auf den Arm nehmen wollt, dann macht euch auf was gefasst!“, drohte er ihnen.




Fortsetzung folgt...


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