Freitag, 3. Oktober 2014

Die Burg 4. Fortsetzung Kinderroman




Die Burg

„Wir sind doch keine Babys!“, schimpfte Simone.
„Doch, seid ihr!“ Antwortete Max.
„Jetzt fangt nicht schon wieder an zu streiten! Ihr könnt die Beiden mitnehmen und Vati und ich unternehmen einmal etwas ohne euch.
„Ich bin doch kein Kindermädchen!“, maulte Max. Aber er gönnte seinen Eltern die Ruhe.
„Seid bloß morgen pünktlich fertig, sonst bleibt ihr hier. Und es werden keine Puppen und Teddys mitgenommen!“ Ermahnte Max die Zwillinge. Jens fand es super in der Familie zu sein. Da war ständig etwas los. Bei ihm zu hause ging alles so ruhig von statten.
„Und Arras, wer nimmt den mit?“ Wollte Hanna wissen.
„Am Besten immer der,der fragt!“, grinste ihr Vater.
„Auch das noch!“, stöhnte Max. „Dann wären wir ja fast komplett. Wollt ihr nicht auch mitkommen?“, fragte er seine Eltern.
„Nein danke, wo bleibt denn da die Erholung!“, antwortete seine Mutter.

Am anderen Morgen brachen die Kinder auf. Sie hatten sich alle einen Rucksack gepackt und aus Annas schaute natürlich ein Stofftier heraus.
„Keine Teddys, habe ich gesagt!“ Erinnerte Max sie.
„Das ist ein Affe, der darf mit!“ Widersprach Anna und grinste. Max gab sich geschlagen.
„Ich habe mein Eichhörnchen mit!“, flüsterte Simone ihrer Zwillingsschwester zu.
„Ich sagte ja, Babys!“, ärgerte Max sie, denn er hatte das noch gehört.
„Selber!“, antwortete Simone und schnitt eine Grimasse.
Nach einer Stunde hatten sie die Burg erreicht.
„Ihr bleibt immer bei uns!“ Gab Max den Zwillingen Anweisung. „Ihr seht ja, wie groß diese Burg ist. Wenn wir euch verlieren, müsst ihr immer hier bleiben. Keiner wird euch jemals wiederfinden“, scherzte Max.
„Mensch ärger die Beiden nicht, die bekommen ja Angst!“, fauchte Hanna Max an.
„Sicher findet man euch wieder, es laufen ja überall Touristen herum. Wir sind ja nicht alleine. Aber bleibt immer bei uns.“ Sagte sie zu ihren Schwestern.
„Ich habe eine Idee, Ihr geht für euch in die eine Hälfte der Burg und ich besichtige mit Jens die andere Seite. In zwei Stunden treffen wir uns hier am Eingang. Dann machen wir ein Picknick und tauschen Fotos aus und berichten von interessanten Sehenswürdigkeiten. Wenn wir zusammenbleiben schaffen wir nicht die Besichtigung der ganzen Burg!“
„Einverstanden!", sagte Hanna. "Wir nehmen den Hund mit. Der muss uns vor den Burggeistern beschützen. War ein Scherz.“ Wandte sie sich an die Zwillinge, die schon wieder skeptisch schauten.
„Also, auf geht es! Komm Jens!“, gab Max dass Kommando. „Vergesst nicht Fotos zu machen!“, rief er den Mädchen noch nach.
„Das ist aber auch ein großer Kasten, wie lange die wohl früher daran gebaut haben.“ Meinte Jens.
„Na, ein paar Tage schon“, scherzte Max .
„Wir müssen mindestens noch einen Tag daransetzen, die Burg zu besichtigen. Das schaffen wir heute nicht alles, auch wenn wir uns aufgeteilt haben.“ Stellte Jens fest. „Das scheint hier ein alter Rittersaal zu sein. Die Rüstungen, die hier herumstehen, scheinen  nicht bequem zu sein. Das die damals darin überhaupt kämpfen konnten.“
„Probiere doch mal eine an!“ Schlug Max vor.
„Bloß nicht.“ Lehnte Jens ab. „Nachher klemmen die und ich komme nicht mehr heraus. Stell dir mal vor, mit dem Ding fällt man um, da kommt man nie wieder hoch.“
„Welchen Gang nehmen wir jetzt?“, fragte Jens, als sie aus dem Saal heraus kamen.
„Ich schlage vor, den rechten, der sieht so schön gruselig aus.“ Meinte Max.
„Da liegt eine Absperrungskette auf der Erde.“ Stellte Jens fest. „Höchstwahrscheinlich hat die jemand aus Blödsinn abgehängt. Dieser Gang soll wohl nicht benutzt werden.“
„Dann schauen wir doch einmal, warum nicht.“ Schlug Max vor und die Jungen begaben sich in den Gang. Irgendwann wurde das Licht spärlicher und man konnte nur schlecht etwas erkennen.
„Hol mal deine Taschenlampe aus deinem Rucksack, die scheinen hier Strom zu sparen.“ Meinte Max.
„Vielleicht war deswegen der Gang abgesperrt, weil die Beleuchtung nicht richtig funktioniert.“ Vermutete Jens und kramte in seinem Rucksack herum. „Da ist sie ja, natürlich ganz unten.“ Er beleuchtete den Gang mit der Taschenlampe.
„Also, die anderen Flure waren bei Weitem nicht so lang. Wir gehen schon ziemlich lange immer nur gerade aus, ohne dass irgendein Zimmer oder Saal erscheint. Merkwürdig.“ Stellte Jens fest.
„Du hast Recht!“ Bestätigte Max. Und es ist inzwischen ganz dunkel. Gut, dass du deine Taschenlampe mit hast.“
„Max, der Gang hat sich verändert, wir sind in einem Raum.“ Jens leuchtete mit seiner Lampe den kleineren Raum aus.
„Nichts weiter zu sehen!“, sagte er. „Da geht der Gang weiter.“ Stellte er fest.
„Leuchte noch einmal rundherum!“, forderte Max ihn auf. „Fällt dir nichts auf?“
„Nein, außer dass das Mauerwerk total anders aussieht. Noch älter als das der Burg bislang.“ Antwortete Jens und leuchtete wieder in den dunklen Gang.
„Das ist der Weg, dem wir folgen, nicht wahr?“ Fragte Max. „Und wenn du in die Runde leuchtest, ist keine andere Abzweigung mehr vorhanden. Wo sind wir hergekommen? Überall sind Mauern!“ Jens leuchtete und tastete die Wände ab.
„Mist, das kann doch gar nicht sein. Ich bin doch nicht verrückt!“, rief er. „Was geht hier vor?“ Plötzlich zündeten sich wie von Geisterhand in dem dunklen Gang Fackeln an, die an den Wänden hingen.
„Ich glaube ich spinne“, meinte Jens.
„Ich schätze, dass hier ist eine Tourismus-Attraktion.“ Vermutete Max.
„Dann lass uns weiter gehen, vielleicht ist der Gang gleich zu Ende. Die Burg ist ja nur begrenzt groß und wir sind schon so weit gelaufen.“ Erwiderte Jens. Sie fingen an schneller zu laufen, konnten es nicht abwarten, endlich irgendwo wieder auf Menschen zu treffen. Doch so weit sie auch liefen, sie trafen niemanden. Inzwischen wurden die Wände immer Felsen ähnlicher und der Boden immer feuchter.
„Das hat hier schon lange mit der Burg nichts mehr zu tun!“ Stellte Jens fest.




Fortsetzung folgt...


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