Sonntag, 7. September 2014

Roman: Lux - Germeon 4. Fortsetzung




Lux - Germeon       4. Fortsetzung


„Sie kommen wirklich aus einer anderen Welt?“ Mia starte Germeon an.
„Das ist doch alles nur Quatsch!“ Antwortete ich. Germeon holte seine Turnschuhe unter dem Tisch hervor. „Sie sind wirklich trocken, Rain hatte Recht.“ Ich schaute ihn verblüfft an.
„Wie kommen die hier her?“ Fragte ich.
„Rain hat sie hergezaubert, er sieht es nicht gerne, wenn ich mit Strümpfen durch die Stadt laufe. Ich würde dann für zu viel Aufsehen sorgen.“ Antwortete Germeon und zog seine schmutzigen Socken aus und schlüpfte in die Turnschuhe.
„Darf ich die Socken deines Vaters entsorgen? Sie haben den Weg hierher ohne Schuhe nicht so gut überstanden.“ Meinte er.
„Gib mal her, ich werfe sie in den Müll!“, Sagte Mia und ging mit den Socken fort.
„Henriette, ich möchte so gerne , dass du mir glaubst. Ich habe mich in dich verliebt und ich möchte dich nicht schon wieder verlieren. Komm doch bitte mit in die Welt wo ich lebe. Ich kann dich jeder Zeit wieder nach hause bringen, wenn du willst.“
„Germeon, ich vertraue dir und komme mit. Ich bin auch viel zu neugierig, ob das stimmt mit der anderen Welt.“ Entschied ich mich. Germeon stand auf und kam auf mich zu. Ich stand ebenfalls auf. „Können wir noch vorher zu mir nach hause gehen, ich möchte noch ein paar Sachen mitnehmen, oder geht das nicht?“ fragte ich.
„Sicher geht das. Rain hat mir auch Kleidung mitgebracht. Dann kann ich mich bei dir umziehen!“ Erwiderte Germeon und nahm eine Tasche hoch und stellte sie auf einen Stuhl. Ich konnte schwören, dass dieser Rain keine Tasche mit hatte, als er ins Café kam. Allmählich fing ich an, an den ganzen Unsinn zu glauben. Simsalabim, zaubert er doch einfach mal Kleidung her. Wie praktisch. „Wo kommt die Kleidung her?“ Wollte ich wissen.
„Von zu hause, Rain hat sie hergezaubert.“ Antwortete Germeon, als wenn es das selbstverständlichste von der Welt wäre. Er umarmte mich.
„Ich bin so glücklich, dass du mitkommst.“
„Okay!“ Sagte ich, dann lass uns gehen. Mia kam ins Café gestürmt.
„Ich war gerade beim Juwelier, der hat mir das ganze Gold abgekauft. Ich habe Geld! Ich fahre in Urlaub!“ Freute sie sich.
„Möchten sie auch mit in unsere Welt kommen? Sie würden dort einen wunderschönen Urlaub erleben.“ Schlug Germeon ihr vor.
„Um Gottes Willen, nein! Ich fahre in den Schwarzwald zu meiner Schwester!“ Antwortete sie.
„Gehst du wirklich mit in diese komische Welt, wenn es sie überhaupt gibt?“ Fragte Mia mich.
„Ja, ich muss doch jetzt wissen, ob das alles stimmt, was die Herren erzählt haben!“ Entgegnete ich.
„Mädchen passe auf dich auf!“ Riet sie mir.
„Das mache ich schon!“ Antwortete Germeon und wir verabschiedeten uns von Mia.
„Sage diesem Rain bitte meinen herzlichsten Dank! Er kann bei mir jeder Zeit um sonst Whisky trinken.“ Bat Mia. Germeon lachte.
„Werde ich ihm ausrichten, wird er sich drüber freuen. Aber so viel trinkt er auch nicht. Das war heute eine Ausnahme!“ Erwiderte Germeon.
„Wegen seiner Tochter! Er war sehr traurig. Aber Alkohol hilft da auch nicht!“ Meinte Mia und brachte uns zur Tür. Auf dem Weg nach hause erzählte Germeon mir von seiner Heimat. Wie schön es dort sei und welche seltsamen Tiere es dort gab. Es hörte sich an, als erzählte er mir ein Märchen. Zu Hause zog ich mir einen Pulli und eine Jeans an und packte ähnliche Kleidung ein.
Meinen Parker quetschte ich auch noch in die Reisetasche und war eigentlich fertig. Germeon zog sich in einem anderen Zimmer um. Ich rief meine Eltern an und teilte ihnen mit, dass ich zu Freunden in den Urlaub fahre. Den Studenten legte ich einen Zettel hin, dass sie das Haus möglichst heile lassen sollten, falls sie wilde Partys feierten. Ich wäre im Urlaub. Als Germeon das Zimmer betrat, blieb mir fast der Mund offen stehen. Er hatte die gleiche Kleidung wie Rain an, nur sein Umhang war schwarz und von innen rot. Die Turnschuhe hatte er gegen halbhohe Stiefel ausgetauscht, so wie Rain sie trug. Welch eine Ähnlichkeit hatte er mit Rain. Um seinem Hals hing eine goldene Kette und seine Hand zierten einige Ringe. Er hatte ebenfalls einen Stab an seinem Gürtel, allerdings nicht aus Gold.
„Du siehst ja toll aus!“, sagte ich. Er kam auf mich zu. Sachte streichelte er mein Haar und näherte sich meinem Gesicht. Er küsste meine Stirn und meine Wangen. Er schaute mich fragend an. Ich schloss meine Augen und unsere Lippen fanden sich. Diesen Moment wollte ich für immer festhalten. Ich wusste, dass ich Germeon über alles liebte. „Wir müssen gehen, wenn wir Rain noch treffen wollen.“ Riss mich Germeon aus dem schönen Traum. Er gab mir noch einen Kuss und nahm meine Tasche. Wir fuhren mit einem Taxi zu Germeons Urgroßmutter. Es war eine sehr stattliche ältere Dame. Ich hatte sie öfters im Kindergarten gesehen, wenn sie ihre Urenkelin abholte. Sie kannte mich auch gleich wieder.
„Sie wollen mit Germeon in die Welt der Magie reisen?“, fragte sie.
„So recht kann ich noch gar nicht daran glauben.“ Antwortete ich.
„Die Welt gibt es!“ bestätigte sie mir. „Ich komme auch daher.“ Erstaunt schaute ich sie an.
„Seid ihr schon da?“ Hörten wir Rain rufen und sahen wie er aus dem Swimmingpool stieg. „Wollt ihr auch erst noch ein paar Runden schwimmen?“ Rief er und kam auf uns zu mit einem Handtuch in der Hand.
„Das ist heute viel zu kalt!“ Antwortete ich.
„Ach was, dass ist erfrischend!“ Meinte er. „Hat Germeon dich überzeugen können, mit in unsere Welt zu kommen?“ Es war mehr eine Feststellung von Rain als eine Frage. Er rubbelte sich mit dem Handtuch durch die Haare. Der Mann sah verdammt gut aus. Er trug nur eine knappe Badehose. Sein Körper war gut durchtrainiert. Er hatte eine tolle Figur. Rain merkte, dass ich ihn musterte und lächelte mich an. Ich wurde unwillkürlich rot. Er hatte im Moment nichts mehr von seinem stolzen und arrogantem Gehabe an sich. Er sah unheimlich verführerisch aus und er war sich dem auch bewusst. Er kam näher auf mich zu und strich mir übers Haar. „Germeon ist ein Glückspilz, dass er dich gefunden hat. Seine Hand verweilte an meinem Hinterkopf und ich spürte sein Verlangen, mich zu umarmen. Seine stahlblauen Augen schauten mich liebevoll an und sein wunderschöner roter Mund war so verführerisch. Seine athletische Figur ließ mein Herz stärker klopfen. Dieser Mann hatte etwas an sich, was jede Frau anzog. Für ein paar Sekunden gab es nur noch mich und ihn. Dann ließ er mich los. „Ich ziehe mich schnell an, dann können wir in unser Land zurück. Obwohl, ich möchte lieber zu Zara, sagte er.“
„Ist okay!“ Antwortete Germeon und legte demonstrativ seinen Arm um mich, weil Rain mich schon wieder mit seinem Blick fixierte. „Ich könnte jemanden zum Abtrocknen gebrauchen!“ Scherzte er und schaute mich immer noch an.
„Rain, nun mach das du ins Haus kommst!“ Sprach jetzt seine Großmutter ein Machtwort, da sie das Flirten von ihm nicht mehr mit ansehen konnte. Rain zwinkerte mir zu und ging ins Haus.
„Du musst dir von deinem Onkel nicht alles bieten lassen, auch wenn er der König ist.“ Wandte sie sich an Germeon.
„Rain hat sich seit seine Tochter fort ist sehr verändert. Er ist wieder unberechenbar. Er hatte sich so zum Vorteil verändert, aber jetzt ist er fast wie früher. Er bemüht sich zwar, doch die schwarze Magie und das Verschwinden seiner Tochter macht ihm stark zu schaffen. Zara hat es im Moment nicht leicht mit ihm.“ Antwortete er.
„Lass dich nicht von ihm betören, ich liebe dich!“ Sagte Germeon zu mir und gab mir einen Kuss. „Rain hat eine unwahrscheinliche Ausstrahlung auf Frauen. Sie liegen ihm fast zu Füßen, aber er ist seiner Frau Zara treu! Er flirtet nur gerne. Aber es gab Zeiten vor dieser Ehe, da war er als Frauenheld und Herzensbrecher bekannt.“ Klärte mich Germeon auf.
„Keine Angst, ich bleibe dir treu!“ Antwortete ich und war mir im gleichen Augenblick nicht mehr so sicher; denn Rain kam aus dem Haus auf uns zu. Ganz in weiß gekleidet. Eine bordeauxrote Schärpe um der Taille und einen gleichfarbigen Umhang, der jedoch von innen mit goldenen Fäden durchwebt war. Er trug seinen goldenen Schmuck und dieses mal auch goldene Armbänder. Rain hatte sein schwarzes langes Haar hinten zusammengebunden, was ihn viel jünger aussehen ließ. Ein goldener Reif zierte wieder sein Haupt. Majestätisch und mit stolzer Haltung kam er auf uns zu. Nichts erinnerte mehr an den Rain, der mir vorhin noch schöne Augen gemacht hatte, aber er sah verdammt gut aus.
„Viktoria, bis bald und versuche weiter meine Tochter zu finden. Ich werde die Suche in unserem Land fortsetzen.“ Verabschiedete er sich von seiner Großmutter.
„Sei vorsichtig!“ Ermahnte sie ihn. „Und lass die schwarze Magie ruhen, sonst wird sie bald dich beherrschen!“
„Wenn ich mit ihr meine Tochter retten kann, werde ich sie anwenden!“ Antwortete er und seine Gesichtszüge wurden hart.
„Du hast noch mehr Kinder und eine junge Frau, für die du Verantwortung hast, denke immer daran.“ Gab ihm seine Großmutter mit auf dem Weg. Wir verabschiedeten uns ebenfalls. Wir stellten uns in den Garten dicht zusammen.
„Wir könnten auch mit dem Wagen fahren, aber es wäre ein langer Weg. Wir nehmen den schnelleren. Hoffentlich bist du schwindelfrei. Angst brauchst du nicht haben, wir sind ja bei dir!“
„Wie beruhigend!“, sagte ich und mir war jetzt schon mulmig im Margen. Germeon umarmte mich und Rain uns beide. Rain schlug seinen Umhang um uns und sprach irgendetwas in einer mir fremden Sprache.
Wir tauchten im Hof einer riesigen Burg auf. Ich begutachtete mich erst einmal, ob ich noch im Besitz aller Körperteile war. Rain musste lachen. Ich schaute mich nun um und sah verschiedene Lebewesen um mich herum und die alte große Burg mit dem weiten Burghof.
„Bin ich jetzt im Märchen?“ Fragte ich.
„Wir sind in unserer Welt und befinden uns im Land der Schlangen und Schlangenmenschen. Meine Frau Zara ist die Königin dieses Landes!“ Antwortete Rain stolz.
„Schlangenmenschen?“ Fragte ich. „Na ja, was es nicht alles gibt. Nach diesem turbulenten Flug, oder wie man das nennen soll, glaube ich fast alles.“
„War es so schlimm?“, fragte Germeon und legte den Arm um mich.
„Es war grauenhaft! Ich dachte, ich werde auseinandergerissen. Wenn ich das noch einmal erleben muss, um nach hause zu kommen, entscheide ich mich eventuell fürs Hierbleiben.“ Stöhnte ich.
„Das wäre wunderbar!“, freute sich Germeon. Ich schaute ihn an und holte nur tief Luft. Sicher wollte ich wieder nach hause, aber da muss es doch noch einen anderen Weg geben, hatte Rain wenigstens erwähnt. Aber egal, jetzt war ich erstmals hier und wollte Urlaub machen. Im Märchenland. „Gibt es hier auch Hexen?“ Fragte ich mehr zum Scherz.
„Ja, wir haben in unserer Welt das Hexenland. Wir können es mal besuchen. Es gibt auch Zwerge, Elfen und viele andere Kreaturen.“ Erzählte Germeon begeistert. Rain hatte sich alles mit angehört und sein Blick ruhte mal wieder die ganze Zeit auf mich. Ich hatte das Gefühl, als wenn er mich mit seinen Augen auszöge, so unverschämt wie der guckte. Nun kam er auch noch auf mich zu und Germeon nahm seinen Arm von meinen Schultern und ging etwas zur Seite. „Verdammt, hatte dieser Rain Vorkaufsrecht? Ich erinnerte mich ans Café. Rain setzte sich neben mir und Germeon mir gegenüber. Es hätte eigentlich anders herum sein müssen.
„Ich wünsche dir in unserer Welt einen schönen Aufenthalt. Wenn du möchtest, kannst du und Germeon mit in unser Land der Lux fliegen.“ Unwillkürlich schaute ich auf die alte Burg.
„Gibt es hier Flugzeuge?“, fragte ich erstaunt. Rain lächelte mich verführerisch an.
„Du bist süß!“ Meinte er und ergriff wiedermal meine Hand. „Leider haben wir keine Flugzeuge, es sei denn, ich würde dir eins samt Piloten herzaubern. Aber ich glaube, der Pilot wäre sehr verwirrt und könnte vor Schreck nicht mehr fliegen.“
„Und wie reisen sie hier in dieser Welt?“ Wollte ich wissen.
„Immer verschieden. Meistens auf großen Vögeln. Ich persönlich bevorzuge meinen Drachen.“ Sagte er und merkte wohl, dass ich mich veralbert vorkam. „Du bist sehr misstrauisch, habe ich festgestellt.“ Sagte er und streifte mit seiner freien Hand eine Haarsträhne aus meiner Stirn und verweilte mit seinen Fingern an meiner Schläfe. Wieder lief mir ein kalter Schauer über den Rücken, wie im Café, als er mich berührte. Unsere Blicke trafen sich und ich spürte sein Verlangen nach mehr. Für einen kurzen Augenblick vergaß ich alles um mich und sah nur Rain. Seine Finger strichen langsam meine Wangen entlang zu meinem Mund und glitten leicht über meine Lippen. Ich spürte den starken Wunsch in mir, ihn zu küssen. Sein Gesicht näherte sich dem Meinen und ich spürte seinen Atem.
„Rain, endlich bist du wieder zurück!“ Hörte ich eine freundliche, jugendliche Stimme, die mich wieder auf den Boden der Tatsachen führte. Rain schloss für einen Moment die Augen. Dann sah er mich liebevoll an und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Er legte den Arm um mich und führte mich die paar Schritte zu Germeon. „Ich weiß, dass es deine Freundin ist.“ Sagte er zu ihm und nahm den Arm von meinen Schultern, aber nicht ohne mir noch kurz hinten über den Kopf zu streicheln. „Henriette ist ein wunderbares Mädchen, ich würde mich freuen, wenn du sie für immer gewinnen könntest.“ Inzwischen war ein junges Mädchen näher gekommen und war ein kleines Stückchen weiter von uns stehen geblieben und wartete geduldig. Sie war eine Schönheit, obwohl sie irgendwie fremdartig aussah. Sie schien einige Jahre jünger als ich zu sein. Erst jetzt wandte Rain sich von uns ab und ging auf das Mädchen zu.
„Zara, mein Liebling, hörte ich ihn sagen.“ Ich musste schlucken. Das war seine Frau? Die war ja höchstens siebzehn oder achtzehn. Was muss die wohl gedacht haben, dass Rain mich so anhimmelte. Ich wäre am Liebsten in den Erdboden gesunken. Da hat Rain so eine hübsche junge Frau und flirtet vor der ihren Augen mit mir herum. Und Germeon nahm auch alles so hin. Hatte der König hier im Land alle Rechte? Fragte ich mich. Rain hatte seine Frau in den Arm genommen und küsste sie. „Ich habe dich so sehr vermisst!“ hörte ich ihn sagen. Wenn das man stimmt, schoss es mir durch den Kopf. Mir fielen Germeons Worte wieder ein, dass Rain seiner Frau treu war, er aber gerne flirtete. Dann hatte ich ja nichts zu befürchten und vielleicht war Germeon deswegen so gelassen. Obwohl, ich meinte etwas Wut in seinem Gesicht zu sehen. Ich lehnte mich an ihn und er legte seinen Arm um mich und drückte mich etwas an sich. Rain kam mit seiner Frau auf uns zu und stellte uns ihr vor.
„Das ist meine Frau Zara, sie ist die Königin dieses Landes.“ Sagte er anschließend zu uns und lächelte mich dabei an.
„Ich freue mich, dich in meinem Land begrüßen zu dürfen. Auch dich Germeon! Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen. Fühlt euch wie zu hause. Wenn ihr Wünsche habt, wendet euch bitte ans Personal. Meine Freundin Ria wird euch nachher eure Zimmer zeigen.“ Hieß Zara uns willkommen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Wie konnte so ein junges Mädchen diesen Mann heiraten. Der war schätzungsweise fast doppelt so alt. Höchstwahrscheinlich war sie auch seinem Charme verfallen, wie so viele Frauen vor ihr, so wie Germeon mir erzählt hatte.
„Ihr entschuldigt uns?“ Sagte Rain und legte seinen Arm um Zara und ging mit ihr Richtung Burg. Zwischen durch blieben sie stehen und Rain umarmte seine Frau und sie küssten sich. Wie ein frisch verliebtes Paar. Aber warum flirtet er dann mit mir?
„Hallo, ich bin auch noch da!“ Machte Germeon auf sich aufmerksam. Ich fühlte mich ertappt, denn ich schaute Rain nach und meine Gedanken waren ganz bei ihm. Ich hatte sogar ein leichtes Gefühl der Eifersucht empfunden, als Rain Zara küsste. Bevor Zara und Rain weitergingen, schaute Rain zu mir zurück. Ich merkte seinen Blick trotz der Entfernung auf mich ruhen und im selben Moment zweifelte ich an meinen Verstand. Mir war, als hörte ich Rains Stimme in meinem Kopf. Er warnte mich vor Germeon.
„Du bist total abwesend mein Schatz!“ Stellte Germeon fest. Erschrocken schaute ich ihn an. Aber er lächelte mich an und zog mich an sich und küsste mich. Ich war total verwirrt. Hatte ich mir das mit Rain Stimme nur eingebildet? Dieses Land war gruselig. Am Liebsten würde ich sofort wieder nach hause zurück wirbeln, aber da hatte ich Angst vor. Der Hinweg hatte mir im Moment gereicht.
Warum warnte Rain mich vor Germeon. Der war doch total lieb zu mir und als er mich jetzt küsste, wusste ich, dass ich unendlich in ihm verliebt war.
„Soll ich dir die Drachen zeigen?“ Fragte Germeon und führte mich Richtung Park. Überall wuchsen mir unbekannte Blumen oder Bäume, aber sie waren von einer Schönheit und Farbenpracht, die mich für einen Augenblick Rain vergessen ließen.
„Oh, ein Eichhörnchen!“ Rief ich begeistert, zwischen den fremdartigen Tieren ein bekanntes zu sehen.
„Die fand Rain so drollig, da hat er sie aus der Menschenwelt einführen lassen. Den Tieren gefällt es glaubig gut bei uns. Sie haben sich unheimlich vermehrt. Rain hat sowie so eine Vorliebe für manche Pflanzen und Tiere aus der Menschenwelt Er bringt oft irgendetwas mit, wenn er bei meiner Urgroßmutter war. Wenn ich sehe, wie er dich anhimmelt, hat er auch eine Vorliebe für menschliche Frauen.“ Sagte Germeon und ich hörte seine Eifersucht heraus.
„Du bist süß, wenn du eifersüchtig bis!“, musste ich lachen.
„Muße ich denn einen Grund haben?“, fragte er ernst.
„Man kann nie wissen!“, ärgerte ich ihn.
„Du bist meine Prinzessin!“ Antwortete er und schnappte mich und wirbelte mich in die Runde.
„Ich werde um dich kämpfen und wenn es gegen meinen König ist!“ Behauptete er.

„Ich habe von deinem Kampf aber bis jetzt noch nicht viel gemerkt!“ Stellte ich fest.


Fortsetzung folgt...


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