Gehasster Liebling
„Wir
lassen dich nicht sterben, wir brauchen dich ,Herrin! Wir holen
sofort Hilfe!“, sagte die große Schlange. Ich hörte, wie sie
ihren Artgenossen mitteilte, dass ich sehr krank sei und sie sich mit
einigen Schlangen aufmachen wollte, um Hilfe zu holen.
„Die
Schlangen holen Hilfe!“, sagte ich zu Tom und fiel in einen tiefen
Schlaf.
Als
ich wieder aufwachte, wusste ich nicht wo ich war. Über mir
erstreckten sich riesige Baumkronen mit großen hellgrünen Blättern.
Von den Zweigen hingen wunderschöne rosa weiße längliche Blühten.
Jetzt erst bemerkte ich, dass ich in einer Hängematte lag. Die Sonne
glitzerte durch die Blätter. Es war also Tag, aber wie bin ich hier
her gekommen. Nur langsam kam meine Erinnerungen zurück. Ich war
krank und wir waren in einer Höhle. Und dann kamen die Schlangen.
„Sie
ist aufgewacht!“, hörte ich Tom sagen. Er trat näher an die
Hängematte, hinter ihm erschien Eva Maria. Wie ein Film liefen
Bilder vor meinen Augen ab: Wir trockneten unsere Kleidung. Seine
Hand lag auf ihrer. Er schaute sieh an, zu lange. Er liebt Eva Maria,
er weiß es nur nicht oder will es sich nicht eingestehen. Schlangen
sprechen mit mir. Holen Hilfe.
„Manuela!
Hörst du mich!“, rief Tom
„Tom“,
flüsterte ich, denn meine Stimme gehorchte mir nicht. „Wo bin
ich?“
„Du
warst sehr krank“, erklärte Tom, „die Schlangen haben wirklich
Hilfe geholt, wie du es gesagt hast. Wir sind hier im Land der
Schlangenmenschen. Sie haben dich mit ihren Medikamenten, es waren
wohl mehr Kräuter, geheilt. Du bist sehr schnell gesund geworden.“
„Wie
lange habe ich geschlafen ?“, fragte ich.
„Drei
Tage“, antwortete Tom.
„Ich
stamme von Schlangenmenschen ab!“ , erinnerte ich mich.
„ich
weiß“, sagte Tom, „man hat es uns erzählt.“
„Ich
möchte aufstehen, könnt ihr mir helfen, denn ich bin etwas schwach
auf den Beinen. Drei Tage schlafen, so was kann auch nur mir
passieren.“
„Klar,
klettere aus deiner Hängematte raus, wir helfen dir“, sagte Eva
Maria.
Fortsetzung
folgt...
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Helga Pikulik