Freitag, 15. August 2014

1. Fortsetzung vom Kurzroman: Der Geist im Puppenhaus


Der Geist im Puppenhaus  1. Fortsetzung 

„Willst du mitkommen?“ Fragte Lotte ihren Vater, der seine Zeitung schon ziemlich dicht vor seinem Gesicht hielt, um in die Diskussion über die Existenz von Geister nicht hineingezogen zu werden.
„Willst du?“ Wiederholte Lotte ihre Frage, weil ihr Vater nicht antwortete und seine Zeitung noch ein Stück höher zog.
„Nein, heute nicht“, antwortete er endlich.
„Warum nicht?“, wollte Lotte wissen.
„Weil ich die Zeitung lesen möchte, ich heute mit dem Küchendienst dran bin und nachher noch arbeiten muss.“ Entgegnete er.
„Ist Kunst machen und Bücher schreiben arbeiten?“ Nervte Lotte weiter ihren Vater.
Karl legte die Zeitung auf den Tisch und schaute seine Tochter an.
„Nein, das ist mein Hobby. Ab und zu verdiene ich damit Geld. Aber ich bin Journalist und was ich da so schreibe ist Arbeit."
„Gibt es heute wieder Pizza oder Nudeln, wenn du Küchendienst hast?“ Wechselte Lotte das Thema.
„Ich kann auch Pfannkuchen machen oder Milchreis!“ Verteidigte sich ihr Vater.
„Ich möchte die leckere Suppe, die du das Letzte mal gekocht hast.“ Wünschte sich Lotte.
„Dann koche ich die, die war aus der Dose. Das geht noch einfacher.“ Freute sich Karl.
„Wo würdest du anfangen zu suchen, wenn du auf Geisterjagd gehen würdest?“ Wollte Lotte wissen.
„So viel ich weiß, gibt es keine Geister. Aber du kannst ja mal auf dem Dachboden oder im Keller nachschauen oder in der alten Scheune. Pass aber auf, dass du die Treppen nicht herunterfällst!“ Schlug Karl seiner Tochter vor und wandte sich wieder seiner Zeitung zu.
„Komm Henry, wir gehen zuerst in den Keller“, sagte Lotte zu dem Hund.



Fortsetzung folgt...





Copyright2014by Helga Pikulik







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen