Der Geist im Puppenhaus 9. Fortsetzung
Lotte
spielte mit dem Bauernhof. Eine Zeit lang schaute Max ihr zu, dann
wurde es ihm zu langweilig und er begab sich wieder nach unten, um zu
sehen, wie weit die Möbel aufgestellt waren. Es war schon fast alles
fertig. Die Männer brachten nur noch ein Sofa herein. Max hüpfte
darauf und ließ sich tragen. Lisa sah ihn und musste lachen.
„Ist
das so lächerlich, wenn wir uns hier abschleppen?“ Fragte der eine
Mann etwas verdrießlich.
„Ich
muss nur lachen, weil Max auf dem Sofa sitzt und sich von ihnen tragen
lässt.“ Klärte Lisa den Mann auf.
„Wer
ist Max, ein Tier?“ Wollte dieser wissen.
„Nein,
unser Hausgeist!“ Antwortete Lisa und musste wieder lachen, weil
Max Faxen machte.
„Veräppeln
kann ich mich alleine, freche Göre!“ Wurde der Mann jetzt echt
sauer. Nun nutzte Max das Sofa als Trampolin. Lisas Großmutter kam
aus ihrem Zimmer und sagte: „Hier muss das Sofa herein und an die
rechte Wand gestellt werden.“ Dann musste sie lachen, weil Max
weiter seinen Blödsinn auf dem Möbelstück machte.
„Sind
wir so lustig anzusehen?“ Fragte jetzt der andere Mann.
„Nein,
aber Max macht so ein Blödsinn“ Entgegnete die Großmutter.
„Ja,
ich weiß schon! Ihr Hausgeist!“ Antwortete der Mann.
„Ach,
sie kennen ihn schon? Er ist ein netter Junge. Max, spring runter,
das Sofa ist auch ohne dich schon schwer genug.“ Meinte die Oma.
„Der
wiegt doch nichts!“ Teilte Lisa ihr mit. Die Männer stellten das
Möbelstück auf seinen Platz und der eine Mann sagte zu seinem
Kollegen: „Lasst uns abhauen, die sind nicht ganz richtig im Kopf!“
In dem Moment machte sich Max sichtbar und saß als Junge auf dem
Sofa.
„Die
sind ganz fit im Kopf! Darf ich mich vorstellen, ich heiße Max.“
Grinste der Geist die Männer an. „Bloß weg hier!“ Rief einer der Männer
seinem Mitarbeiter zu und sie rannten, als wenn der leibhaftige
Teufel hinter ihnen her wäre. Max war jedoch schneller und empfing
sie am Auto.
„Sie
brauchen doch keine Angst haben. Ich wollte mich bedanken, dass sie
mich getragen haben.“ Der Geist kicherte und schwebte durch den
Wagen.
„Hilfe!“
Riefen die Männer und sprangen in ihr Auto und rasten davon.
„Ärgerst
du öfters die Menschen?“ Meinte Lisa.
„Ja,
sonst ist es zu langweilig.“ Antwortete Max.
„Wo
ist Lotte eigentlich? Hat sie jemand gesehen?“ Fragte Karl.
„Sie
ist auf dem Dachboden und spielt dort.“ Wusste Max zu berichten.
„Ich habe ihr ein Bauernhaus mit Tieren gezeigt. Sie war ganz
begeistert. Gott sei dank, denn sie hatte es auf mein Puppenhaus
abgesehen, aber da wohne ich schon lange drin.“
„Du
wohnst in einem Puppenhaus? Wie geht das denn?“ Fragte Karl und
auch Lisa staunte.
„Ich
kann mich klein machen“, antwortete Max.
„Ist es auf dem Dachboden nicht zu kalt?“ Fragte die Oma. Max musste
wieder lachen.
„Geister
frieren nicht, aber es ist nett, dass du so besorgt um mich bist.“
Antwortete er.
Fortsetzung
folgt...
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Helga Pikulik
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