Sonntag, 24. August 2014

Kinderkurzroman: Der Geist im Puppenhaus 9.Fortsetzung




Der Geist im Puppenhaus  9. Fortsetzung

Lotte spielte mit dem Bauernhof. Eine Zeit lang schaute Max ihr zu, dann wurde es ihm zu langweilig und er begab sich wieder nach unten, um zu sehen, wie weit die Möbel aufgestellt waren. Es war schon fast alles fertig. Die Männer brachten nur noch ein Sofa herein. Max hüpfte darauf und ließ sich tragen. Lisa sah ihn und musste lachen.
„Ist das so lächerlich, wenn wir uns hier abschleppen?“ Fragte der eine Mann etwas verdrießlich.
„Ich muss nur lachen, weil Max auf dem Sofa sitzt und sich von ihnen tragen lässt.“ Klärte Lisa den Mann auf.
„Wer ist Max, ein Tier?“ Wollte dieser wissen.
„Nein, unser Hausgeist!“ Antwortete Lisa und musste wieder lachen, weil Max Faxen machte.
„Veräppeln kann ich mich alleine, freche Göre!“ Wurde der Mann jetzt echt sauer. Nun nutzte Max das Sofa als Trampolin. Lisas Großmutter kam aus ihrem Zimmer und sagte: „Hier muss das Sofa herein und an die rechte Wand gestellt werden.“ Dann musste sie lachen, weil Max weiter seinen Blödsinn auf dem Möbelstück machte.
„Sind wir so lustig anzusehen?“ Fragte jetzt der andere Mann.
„Nein, aber Max macht so ein Blödsinn“ Entgegnete die Großmutter.
„Ja, ich weiß schon! Ihr Hausgeist!“ Antwortete der Mann.
„Ach, sie kennen ihn schon? Er ist ein netter Junge. Max, spring runter, das Sofa ist auch ohne dich schon schwer genug.“ Meinte die Oma.
„Der wiegt doch nichts!“ Teilte Lisa ihr mit. Die Männer stellten das Möbelstück auf seinen Platz und der eine Mann sagte zu seinem Kollegen: „Lasst uns abhauen, die sind nicht ganz richtig im Kopf!“ In dem Moment machte sich Max sichtbar und saß als Junge auf dem Sofa.
„Die sind ganz fit im Kopf! Darf ich mich vorstellen, ich heiße Max.“ Grinste der Geist die Männer an. „Bloß weg hier!“ Rief einer der Männer seinem Mitarbeiter zu und sie rannten, als wenn der leibhaftige Teufel hinter ihnen her wäre. Max war jedoch schneller und empfing sie am Auto.
„Sie brauchen doch keine Angst haben. Ich wollte mich bedanken, dass sie mich getragen haben.“ Der Geist kicherte und schwebte durch den Wagen.
„Hilfe!“ Riefen die Männer und sprangen in ihr Auto und rasten davon.
„Ärgerst du öfters die Menschen?“ Meinte Lisa.
„Ja, sonst ist es zu langweilig.“ Antwortete Max.
„Wo ist Lotte eigentlich? Hat sie jemand gesehen?“ Fragte Karl.
„Sie ist auf dem Dachboden und spielt dort.“ Wusste Max zu berichten. „Ich habe ihr ein Bauernhaus mit Tieren gezeigt. Sie war ganz begeistert. Gott sei dank, denn sie hatte es auf mein Puppenhaus abgesehen, aber da wohne ich schon lange drin.“
„Du wohnst in einem Puppenhaus? Wie geht das denn?“ Fragte Karl und auch Lisa staunte.
„Ich kann mich klein machen“, antwortete Max.
„Ist es auf dem Dachboden nicht zu kalt?“ Fragte die Oma. Max musste wieder lachen.
„Geister frieren nicht, aber es ist nett, dass du so besorgt um mich bist.“ Antwortete er.


Fortsetzung folgt...

Copyright2014by Helga Pikulik

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