Der Geist im Puppenhaus 6. Fortsetzung
„Lotte
hat einen Geistertick! Sie behauptet, im Haus spukt es, weil Tante
Else ihr das erzählt hat.“ Flüsterte Efi ihren Schwiegereltern
zu.
„Das
habe ich gehört!“ Rief Lotte und lachte. „Fragt doch Lisa!“
„Irgend
jemand hat oben vor der Treppe mit mir gesprochen. Ich habe aber
keinen Menschen gesehen.“ Erzählte Lisa.
„Dann
lasst uns ins Haus gehen, vielleicht gesellt der Geist sich ja zu
uns!“ Schlug Karl vor und schnappte sich zwei Koffer und ging ins
Haus.
„Sollte
das eine Einladung sein“, fragte der Geist und stand als Junge
plötzlich vor ihm. Vor Schreck ließ Karl die Koffer fallen.
„Wer
bist du denn?“, fragte Karl, „und wo kommst du so plötzlich
her?“
„Ich
bin der Geist und du hast doch gesagt, ich könnte mich zu euch
gesellen.“
„Ich
glaube nicht an Geister.“ Antwortete Karl, nahm die Koffer und ging
weiter. „Geh bitte zur Seite!“, forderte er den Jungen auf.
Dieser kam ihm entgegen und ging durch ihn durch!
„Echt
stark!“, meinte Karl. „Du bist ja wirklich ein Geist!“
„Sag´
ich doch“, antworte der Geist. Draußen schnappten sich alle
irgendwelche Taschen und Koffer und trugen sie in die zukünftigen
Zimmer der Großeltern.
„Finde
ich toll, dass ihr jetzt hier wohnt! Dann bin ich nicht mehr so
alleine“, sagte Lotte.
„Du
bist doch nicht alleine, ihr seid doch fünf Personen.“ Stellte die
Großmutter fest.
„Papa
und Mama arbeiten immer und mein Bruder und meine Schwester wollen
nicht mit mir spielen. Ich habe wohl die Tiere, aber die können
nicht mit mir sprechen.“ Antwortete Lotte.
„Hast
du denn noch keine neue Freundin hier gefunden?“, fragte ihre
Großmutter.
„Nein,
aber ich komme nach den Ferien zur Schule, da lerne ich sicher andere
Kinder kennen.“ Hoffte Lotte. Endlich hatten man alle Taschen in
die Räume geschleppt.
„Wann
kommen denn die Möbeln?“ Fragte Efi ihre Schwiegermutter.
„Die
müssten gleich kommen.“ Entgegnete Sie.
„Dann
lasst uns jetzt Mittagessen. Es gibt Suppe aus der Dose, Karl hat
gekocht.“ Efi forderte alle auf, in die Küche zu kommen, die
zugleich Esszimmer war.
„Ich
mag die Suppe gerne!“ Bemerkte Lotte.
„Ich
will mich ja nicht aufdrängen“, sagte Karls Mutter, „aber ich
würde mich freuen, wenn ich etwas im Haushalt helfen dürfte.“
„Das
wäre toll!“ Meinte Lisa. „Mutti hat sowie so nicht viel Zeit
dafür“. Efi schaute ihre Schwiegermutter an und lachte.
„Ich
mag nicht gerne kochen!“, gab sie zu. „Wenn du willst, kannst du
die Küche gerne übernehmen. Karl und ich helfen dir natürlich
abwechselnd.“
„Das
braucht ihr nicht, ich muss mich ja auch beschäftigen!“ Sagte
Karls Vater.
„Dann
hätten wir das ja geklärt. Jetzt möchte ich euch jemanden
vorstellen. Es ist ein Junge, der schon seit über zweihundert Jahre
hier in diesem Haus spukt. So hat er es mir wenigstens erzählt. Also
nicht erschrecken! Es ist ein echter Geist.“ Teilte Karl seiner
Familie mit.
„Sag´
ich doch!“ Meinte Lotte und war gespannt, wie der Geist aussah.
„Geist!“, rief sie, komm zeig dich.
Fortsetzung
folgt...
Copyright2014by Helga Pikulik
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