Gehasster Liebling
„Setzt
euch ganz dicht zusammen und umarmt euch, dann wärmt ihr euch mit
eurer Körperwärme gegenseitig“, schlug Tom vor. Aber das half
nichts, wir zitterten um die Wette. Tom nahm seine Taschenlampe und
ging weiter in die Höhle.
„Bleib
hier“, rief ich, „wer weiß, was dich da hinten erwartet!“
„Hast
du Angst um mich?“, hallte seine Stimmer aus der Tiefe der Höhle.
Es
dauerte eine ganze Weile, bis Tom wieder auftauchte. Den Arm voller
Holz.
„Hast
du jemanden getroffen, der dir aus Mitleid Brennholz geschenkt hat“,
versuchte ich Zähneklappern zu scherzen.
„So
ähnlich, aber dem nützt es nichts mehr!“, erwiderte Tom und er
machte einen bedrückten Eindruck. Wir fragten nicht weiter, aber
irgendeine Begegnung musste er gehabt haben. Wollte er uns nicht
aufregen und schwieg deshalb?
Tom
suchte einige Steine für eine Feuerstelle und kurze Zeit später
erhellte ein Feuer den vorderen Teil der Höhle. Tom baute aus
Zweigen ein Gestell nahe der Feuerstelle.
„Zieht
euch aus!“, ordnete er an.
„Bist
du verrückt?“, konterte Eva Maria.
„Nein,
nur besorgt. Wir müssen aus den nassen Klamotten raus. Stellt euch
nicht so an. Wenn ihr BH und Slip anlasst, ist es doch kein
Unterschied zum Bikini meinte er und zog seinen Pulli aus und hängte
es in die Nähe des Feuers. Ungeniert folgte die Hose. Er hatte eine
schicke Boxershorts an, stellte ich fest. Die behielt er Gott sei
Dank an. Seine athletischer Körper kam jetzt richtig zur Geltung.
Eva
Maria fing an , ihre nasse Kleidung auszuziehen und pfiff das Lied:
„So ein Mann, so ein Mann....“
„Willst
du dir den Tod holen, in den nassen Sachen?“, fragte mich Tom.
„Okay“,
sagte ich und zog meine Kleidung auch aus.
„Ihr
habt doch hübsche Figuren und eure Unterwäsche sieht wirklich aus
wie ein Bikini“, sagte Tom, nachdem er alles aufgehangen hatte.
„Bitte nicht pusten, sonst fällt mein Wäscheständer zusammen“,
scherzte er.
„Und
dann womöglich ins Feuer“, meinte Eva Maria.
„So,
jetzt gehen wir zum gemütlichen Teil über“, kündigte Tom an und
kramte im Rucksack herum. Er holte ein kleines Päckchen hervor und
faltete den Inhalt auseinander. Es handelte sich um eine dünne
Folie, eine Seite für Kälte, die andere Seit zum Wärmen.
„Schleppst
du immer einen ganzen Verbandskasten mit?“, fragte ich.
„Nein,
nur das nötigste. Rückt mal dicht zusammen.“ Er hing uns die
Folie um.
„Und
du musst frieren?“, fragte ich.
„Ich
mach mir warme Gedanken“, antwortete er und lächelte mich an.
„Mach dir keine Sorgen, ich bin ziemlich abgehärtet.“
„Eigentlich
wussten wir kaum etwas über Tom. Als er damals neu in unsere Klasse
kam, fanden wir ihn sehr arrogant und eingebildet. Er hatte schnell
Freunde gefunden und galt bald als Schwarm der meisten Mädchen an
unserer Schule. Wir hassten ihn, weil er uns seit einem Jahr nervte.
Nun lernten wir ihn von einer ganz anderen Seite kennen. Er war nett,
hilfsbereit und fürsorglich. Und er konnte gut küssen“, schoss es
mir durch den Kopf.
„Also,
ich wollte euch eigentlich morgen zum Picknick einladen und hatte mir
schon einige Sachen eingepackt. Natürlich keine frischen Brötchen
und Aufschnitt und warmen Kaffee.“ Erzählte er uns.
„Oh,
schade, den könnten wir jetzt gebrauchen. Und ein leckeres
Käsebrötchen“, schwärmte Eva Maria.
„Hör
damit auf, ich merke erst jetzt, dass ich einen riesigen Hunger
habe!“, fauchte ich.
„Vielleicht
wird man davon satt, wenn man sich die Lebensmittel vorstellt?“,
schlug Eva Maria vor.
„Witzbold!“,
antwortete ich.
„Typisch
Mädchen, man kann nichts zu Ende erzählen, dann fallen sie einem
schon ins Wort. Vorhin, als ich unterwegs etwas erzählen wollte,
habt ihr mich auch unterbrochen. Da bin ich auch nicht mehr zum Ende
gekommen!“
„Das
war Manuela!“, rief Eva Maria laut, um alle Schuld von sich zu
weisen. Und dann kam das Gewitter,und dann....“
„Ruhe“,
rief Tom so laut, dass es in der Höhle noch einige Male nachhallte.
Das
war natürlich was für Eva. „Wie heißt der Bürgermeister von
Wesel?“, rief sie ganz laut.
„Esel,
Esel!“, klang es zurück.
„Und
seine Frau?“, rief sie wieder.
„Hast
wohl heute einen Clown gefrühstückt?“, fragte Tom, das Echo nicht
mehr abwartend.
„Wie
heißen seine Kinder?“, rief ich nun und musste lachen.
„Rinder,
Rinder, Rinder!“, hörte sich das Echo an.
„Tom
liebt Manuela!“, schrie Eva Maria.
„Ela,
Ela, Ela, Ela!“
„Hört,
das Echo freut sich!“, spann nun Eva Maria.
„Jetzt
ist Schluss mit Lustig!“, sprach Tom ein Machtwort. Doch wieder zu
laut, so das es aus der Höhle hallte: „Ich, ich, ich!“
Wir
mussten alle drei lachen und vergaßen für einen Moment die Kälte
und den Hunger.
„Was
ich euch eigentlich mitteilen wollte...“
„Mach
es nicht so spannend!“, fiel ich ihm ins Wort, und Eva und ich
mussten schon wieder lachen.
„Also,
wenn ihr nicht wollt, ich kann auch alleine essen!“, stellte Tom
fest.
„Habe
ich gerade das Wort Essen gehört?“, fragte Eva Maria. „Warum
sagst du nicht gleich, dass du etwas zum Essen mit hast.“
„Weil
ihr mich nicht ausreden lasst!“, antwortete Tom.
„Da
braucht man doch nicht erst drüber reden! Einfach auspacken und
verteilen. Wir sind am Verhungern!“, erklärte Eva Maria Ihm.
Erzählen kannst du anschließend, wie du an was Essbarem gekommen
bist!“ Sie schaute gierig auf seinen Rucksack und formte ihre Hände
zu Krallen, als wenn sie jeden Moment zum Angriff übergehen wollte!
Sie machte so ein komisches Gesicht dabei und fauchte, dass jetzt Tom
und ich lachen musste.
„Wenn
das so weiter geht mit dem Lachen, verhungern wir wirklich noch“,
sagte Tom, nach dem er sich wieder etwas beruhigt hatte, denn er
hatte sich beim Lachen mit seiner eigenen Speichel verschluckt. Er
musste immer noch Husten. „Mensch, habe ich mich doll
verschluckt!“, sagte er .
„Du
bist aber noch da!“, bemerkte Eva Maria frech und grinste, ging
dann zum provisorischen Kleiderständer und hing vorsichtig die
Wäsche um. „Sie wird wahrhaftig trockener“, stellte sie
überrascht fest.
„Glaubst
du, ich baue aus lauter Langeweile so einen tollen Wäscheständer?“,
fragte er und sprang zur gleichen Zeit auf, um diesen zu retten.
Mensch passt doch auf, gleich ist das gute Stück kaputt“, fauchte
er Eva Maria aus Spaß an.
„Eingebildet
bist du gar nicht?“, entgegnete sie ihm, „so ein wackeliges
Gestell kann ich auch bauen“.
Aber
du mochtest nicht so weit in die Höhle gehen, um zu sehen, ob sich
etwas Brennbares darin befindet. Es könnte ja ein böser Drachen in
dieser Höhle hausen, oder ein Bär!“, ärgerte Tom Eva Maria. Sie
standen neben einander seine Hand lag auf ihrer, um den Wäscheständer
zu halten und sie schauten sich an. Etwas zu lange fand ich und
irgend etwas meldete Alarm in meinem Herzen.
„Was
sich liebt, das neckt sich!“, entfloh mir der alte Spruch.
Erschrocken
schauten die Beiden mich an.
„Quatsch,
beteuerten sie fast gleichzeitig.“
„Wie
war das noch mit dem Essen?“, fragte ich möglichst mit gelassener
Stimme. Doch im Herzen spürte ich einen mir unbekannten Schmerz. Ich
hätte heulen können, aber irgendwo hatte ich auch meinen Stolz.
Ich
stand auf und nahm mein noch klammes T-shirt vom Gerüst und zog es
an.
„Das
ist doch noch gar nicht trocken! Du holst dir mindestens eine
Erkältung!“ Versuchte Eva Maria mich umzustimmen.“
Vergeblich,
ich fand es mit einmal blöd, nur mit meinem BH und Slip
herumzulaufen. „Eine Erkältung ist doch sowie so vorprogrammiert,
so nass wie wir waren.“, sagte ich kurz um. Eva merkte meinen
Unterton in der Stimme und hielt es wohl für Besser, nichts mehr zu
sagen. Sie wusste genau, um was es ging. Ich ging zum Ausgang der
Höhle und schaute in die finstere Nacht. Ich brauchte einfach Luft
und wollte alleine sein. Spätestens jetzt musste ich mir
eingestehen, dass ich Tom liebte.
„Story!“,
hörte ich plötzlich Tom sagen, ich hatte ihn gar nicht kommen
hören. „Lag wohl an der Unterwäsche!“
Also
interessierte Evas Unterwäsche ihn wohl mehr als meine, und
natürlich was drin steckte auch.
„Ich
habe doch gar nichts gemacht!“ Versuchte er sich zu rechtfertigen.
„Habe
ich das behauptet?“, fragte ich ihn kühl, lass uns zurück gehen,
hier am Eingang ist es kalt.“
„Es
hat aufgehört zu regnen.“, sagte ich. Meine Stimme wollte mir
nicht ganz gehorchen.
Das
war aber auch ein super Gewitter, überspielte Eva Maria es und ich
war ihr dankbar.
Tom
wühlte mal wieder in seinem Rucksack und zog aus der äußersten
Ecke eine zwar dünne, aber größere Picknickdecke hervor. Die hatte
ich ganz vergessen, aber sie war auch auf dem Boden des Rucksackes.
Er breitete sie aus und hing sie über uns. Die Foliendecke faltete
er wieder zusammen.
„Für
alle Fälle“, meinte er.
Es
lag eine Spannung in der Luft, es war nicht mehr so wie sonst. Ob Tom
noch irgendetwas zu Eva gesagt hatte, als ich zum Ausgang ging, ich
hatte den Eindruck.
„Als
Manuelas Vater mich bat, hinter euch her zu gehen, dachte ich mir,
wir könnten unter Wegs vielleicht schon ein Picknick machen. Also
kramte ich schnell ein paar Sachen zusammen, schmiss sie in meinen
Rucksack und lief dann schnell hinter euch her, um euch nicht aus den
Augen zu verlieren. Da Manuelas Vater vom See gesprochen hatte, lief
ich dort hin, fand euch aber nicht. Da wurde mir die Weggabelung erst
bewusst.
„Da
stimmt doch irgend etwas nicht“, dachte ich mir und lief bis dort
hin zurück. Ich war mir sicher, dass der Weg sich nur einmal zum See
und einmal zum Ort gabelte beziehungsweise zum Bauernhof. Den Weg,
den ihr genommen hattet, existierte bislang nicht. Er wurde auch in
kürze nicht neu angelegt, das hätte man ja sehen können. Mir kam
da die Sache schon unheimlich vor, aber ich schlug denn noch die
Richtung ein und hatte euch auch bald erreicht. Ich nahm an, ihr
hättet euch das mit dem See anders überlegt. Als der Wald dann
immer unheimlicher wurde und ich den Eindruck hatte, dass ihr genau
wie ich nicht mehr wusstet, wie ihr wieder zurück kommen solltet,
habe ich mich zu erkennen gegeben.
„Hoffentlich
hast du nicht nur Konserven ohne Dosenöffner mit“, stichelte Eva
Maria schon wieder. Tom lächelte sie an, so wie er sonst mich
anlächelte. Das tat weh. Aber ursprünglich hasste ich ihn ja, das
musste ich mir nur oft genug ins Gedächtnis rufen. Ich hasste ihn!
Endlich
holte er etwas essbares aus seinem Rucksack. Milchbrötchen, kleinen
runden Käse und Bockwürstchen. Jeder bekam auf einen Pappteller
seine Ration.
“Wir
behalten lieber noch einen Vorrat, wer weiß, wann wir wieder nach
hause finden“, meinte Tom. Eigentlich hatte ich keinen Hunger
mehr. Ich kaute auf meinem Brötchen herum. Mir war kalt und ich
begann am ganzen Körper zu zittern.
„Was
ist denn mit dir los?“, hättest das feuchte T-shirt nicht anziehen
sollen, meinte Eva Maria. Trink doch mal einen Schluck Sekt, ist
alkoholfrei. Sie reichte mir eine Tasse. Ich trank sie in eins leer,
ich hatte so einen Durst, ich hatte das gar nicht bemerkt. Und mir
war auf einmal so heiß und trotzdem zitterte ich noch, denn außen
war mein Körper total abgekühlt. Meine Füße kamen mir wie
Eisklumpen vor. Eva Maria fühlte meine Stirn.
„Mein
Gott, du glühst ja wie Teufel!“, stellte sie fest.
Mir
ging es so schlecht, dass ich mich einfach auf die Erde legte. Ich
wollte nur noch schlafen.
„Sie
hat Fieber“, hörte ich Eva Maria sagen und Tom antwortete:
„Zieh
ihr das feuchte T-shirt aus, mein Pulli ist inzwischen trocken, den
kannst du ihr anziehen, der ist auch etwas wärmer. Sieh mal, da ist
ein größerer Felsvorsprung. Wir legen die Decke als Unterlage
einmal gefaltet darauf, dann kann sie dort gut liegen. Er schüttelte
seinen Rucksack aus.
„Was
hast du vor?“ Fragte Eva Maria ihn.
„Das
nehmen wir als Kopfkissen.“ Antwortete er und faltete den großen
Rucksack zu einem Kissen und legte es oben unter der Decke. Eva Maria
zog mir den Pulli und meine Hose an und anschließend brachten sie
mich in mein neues Bett. Es war sehr hart, aber das war mir egal, die
Erde war auch nicht weicher. Tom deckte mich mit der warmhaltenden
Folie liebevoll zu und streichelte mir übers Haar. Tat das gut.
„Was
braust du denn da? Einen Hexentrank?“, fragte Tom.
„Ich
habe mir aus Steinen einen Herd gebaut. Zwischen den Steinen bleibt
diese Tasse gut hängen. Ich erhitze Zitronenlimonade“, schilderte
Eva ihr Bauwerk.
„Not
macht erfinderisch, aber das kannten auch schon die alten Germanen,“
meinte Tom.
„Die
hatten aber keine Limo in Flaschen mit“, sagte Eva Maria.
„Die
suchten sicher heilende Kräuter“, erwiderte er.
„Du
kannst ja gerne im Dunkeln welche suchen, falls du dich damit
auskennst, nicht dass wir Manuela vergiften!“, zickte Eva zurück
„Ist
ja gut, ich kann mir nur nicht vorstellen, dass heiße Limo hilft, da
ist hauptsächlich Zucker drin,“ entgegnete Tom.
„Aber
das heiße Getränk hilft. Sollte ich den alkoholfreien Sekt warm
machen?“, fragte sie.
„Hoffentlich
platzt die Tasse nicht auseinander. Ist die feuerfest?“, fragte
TOM.
„Schon
wieder was zu meckern?“, fragte Eva Maria zurück. „Hast du einen
besseren Vorschlag?“
„Ja!“,
er machte den Reißverschluss eines Beutels auf den er mit anderen
Sachen aus dem Rucksack geschüttelt hatte und holte einen kleinen
niedlichen Topf zum Vorschein. „Notfallgeschirr. Habe ich immer
dabei, wenn ich auf Wanderschaft gehe.“
Wie
gerne hätte ich jetzt Evas Gesicht gesehen, aber leider drehte sie
mir gerade den Rücken zu. Sie nahm eine andere Tasse und goss die
warme Limo hinein.
„So
ein Kotzbrocken!“,flüsterte sie mir zu, aber noch laut genug, dass
er es hören konnte. Sie flößte mir die Limonade ein. Sie schmeckte
eigentlich ganz gut.
„Werde
bloß wieder schnell gesund, bitte!“ Beschwor mich Eva.
„Klar
mach ich!“, flüsterte ich. Mir ging es so schlecht. Meine Augen
fielen mir zu und ich schlief ein. Aber ich schlief unruhig, träumte
von wilden Pflanzen, die uns angriffen. Bären kamen aus dem hinteren
Teil der Höhle und stürzten sich auf Tom! Eva und ich versuchten
sie mit brennenden Stöcken zu verjagen. Doch sie meinten, sie
möchten nur etwas warme Limo. Dann kam ein Getränkewagen mit drei
Kisten Limonade und Eva machte für die Bären die Limo in der Tasse
warm.
Doch
plötzlich liefen wir alle weg, auch die Bären flüchteten. Etwas
bedrohendes kam hinter uns her und drängte uns immer weiter in die
dunkle Höhle. Dort machten wir einen grausigen Fund. Entsetzt
richtete ich mich auf.
„Hast
du schlecht geträumt?“, fragte mich Eva Maria. „Du hast
phantasiert und im Schlaf geschrien.“ Ich konnte nicht antworten,
ich war einfach zu kaputt. Ich spürte wie Tom meine Stirn fühlte
und hörte wie er zu Eva Maria sagte: „Sie muss sehr hohes Fieber
haben und sie ist nass geschwitzt. Wir brauchen unbedingt einen Arzt.
Sobald die Sonne aufgeht, kann ich die Richtung nach hause bestimmen.
Ich werde Hilfe holen. Magst du mit Eva hier bleiben?“
„Eigentlich
nicht, es ist so unheimlich.“ Antwortete sie.
„Alleine
kann sie hier auch nicht bleiben!“, stellte Tom fest.
„Und
wenn wir aus Zweigen und Blättern eine Trage bauen?“, hatte Eva
Maria die Idee. Ich habe das mal in einem Film gesehen.
„Bist
du bei den Pfadfindern?“, fragte Tom.
„Nein,
aber ich habe handwerkliches Geschick!“, entgegnete sie.
„Na
dann, lass uns anfangen!“, sagte Tom. „Ehrlich gesagt, möchte
ich euch auch nicht gerne hier alleine zurück lassen. Als ich weiter
in die Höhle ging um nach was Brennbaren zu suchen, entdeckte ich,
nachdem ich mich durch ein paar schmale Gänge gedrängt hatte, in
einem größeren Höhlenraum unzählige Schlangenhäute. Das kann man
sich nicht vorstellen, wenn man so was nicht mit eigenen Augen
gesehen hat.“
„Brr!“,
rief Eva entsetzt, „und das hast du uns nicht gesagt?“
„Ich
wollte euch nicht beunruhigen, wo hätten wir denn hin sollen bei dem
Gewitter und der Dunkelheit. Wer weiß, was uns in einer anderen
Höhle erwartet hätte? Vielleicht lebendige Schlangen, da sind mir
die Häute lieber“, versicherte Tom.
„Wir
müssen hier sofort raus!“, rief Eva Maria aufgebracht.
„Warte,
da ist noch mehr, was ich entdeckt habe“, sagte Tom.
Fortsetzung
folgt...
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Helga Pikulik