Freitag, 24. Januar 2014

9. Fortsetzung: GEHASSTER LIEBLING





                          
                          Gehasster Liebling


„Bist du sicher, dass wir den richtigen Weg genommen haben? Wir hätten doch schon lange da sein müssen!“, fragte ich.
„Ich bin mir nicht mehr sicher, aber bei drei Abzweigungen konnten wir uns nur für irgendeine entscheiden. Wegweiser scheinen die hier nicht zu kennen“, antwortete Eva Maria.
„Diese Wald kommt mir unheimlich vor. Seit einiger Zeit hat er sich langsam verändert. Ist nicht mehr normal, so wie man eben einen Wald kennt. Gut, dass ich die Taschenlampe mit habe, es wird immer düsterer. Schau dir mal diese knorrigen Bäume an. Als wenn sie leben. Gespenstisch“, stellte ich fest.
„Manuela hör auf, mir gruselt es sowie so schon. Weißt du, wo es wieder zurück geht?“
„Keine Ahnung! Der Weg wurde immer schmaler und zugewachsener, dadurch sind wir immer wieder ausgewichen und ich weiß gar nicht, welche Richtung wir jetzt gehen“, sagte ich.
„Man, bist du aufbauend, ich weiß auch nicht wo hin. Was machen wir jetzt? Hast du dein Handy mit?“, fragte Eva Maria.
„Ach was, wir wollten doch nur zum See.“ Antwortete ich.
„Und jetzt sind wir im Wald!“ Hörten wir plötzlich eine uns bekannte Stimme.
Ich glaube, wir haben uns das erste Mal gefreut, Tom zu sehen.
„Wo kommst du denn her? Hast du uns etwa verfolgt?“, fragte Eva Maria.
„Ja, leider!“, entgegnete er. Ich weiß auch nicht, wo wir jetzt sind. Manuelas Vater hatte die super Idee, ich sollte hinter euch her gehen, weil es schon so spät wäre. Ich sollte auf euch aufpassen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo ihr überhaupt hin wollt.“
„Wir wollten nur zum See!“, sagte ich.
„Dann hättet ihr links abbiegen müssen“, erklärte uns Tom.
„Schön, dann wissen wir das nächste Mal Bescheid“, stellte ich fest.
„Wenn es ein nächstes Mal gibt, vielleicht finden wir nie wieder zurück. Schaut euch doch diese Gegend an. So etwas kenne ich nur aus Gruselfilmen“, stöhnte Eva Maria.
„Ich schlage vor, wir suchen uns einen Platz zum Übernachten. Morgen am Tag sieht alles besser aus“, schlug Tom vor.

Fortsetzung folgt...


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