Gehasster Liebling
„Bist
du sicher, dass wir den richtigen Weg genommen haben? Wir hätten doch
schon lange da sein müssen!“, fragte ich.
„Ich
bin mir nicht mehr sicher, aber bei drei Abzweigungen konnten wir uns
nur für irgendeine entscheiden. Wegweiser scheinen die hier nicht zu
kennen“, antwortete Eva Maria.
„Diese
Wald kommt mir unheimlich vor. Seit einiger Zeit hat er sich langsam
verändert. Ist nicht mehr normal, so wie man eben einen Wald kennt.
Gut, dass ich die Taschenlampe mit habe, es wird immer düsterer.
Schau dir mal diese knorrigen Bäume an. Als wenn sie leben.
Gespenstisch“, stellte ich fest.
„Manuela
hör auf, mir gruselt es sowie so schon. Weißt du, wo es wieder
zurück geht?“
„Keine
Ahnung! Der Weg wurde immer schmaler und zugewachsener, dadurch sind
wir immer wieder ausgewichen und ich weiß gar nicht, welche Richtung
wir jetzt gehen“, sagte ich.
„Man,
bist du aufbauend, ich weiß auch nicht wo hin. Was machen wir jetzt?
Hast du dein Handy mit?“, fragte Eva Maria.
„Ach
was, wir wollten doch nur zum See.“ Antwortete ich.
„Und
jetzt sind wir im Wald!“ Hörten wir plötzlich eine uns bekannte
Stimme.
Ich
glaube, wir haben uns das erste Mal gefreut, Tom zu sehen.
„Wo
kommst du denn her? Hast du uns etwa verfolgt?“, fragte Eva Maria.
„Ja,
leider!“, entgegnete er. Ich weiß auch nicht, wo wir jetzt sind.
Manuelas Vater hatte die super Idee, ich sollte hinter euch her
gehen, weil es schon so spät wäre. Ich sollte auf euch aufpassen.
Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo ihr überhaupt hin wollt.“
„Wir
wollten nur zum See!“, sagte ich.
„Dann
hättet ihr links abbiegen müssen“, erklärte uns Tom.
„Schön,
dann wissen wir das nächste Mal Bescheid“, stellte ich fest.
„Wenn
es ein nächstes Mal gibt, vielleicht finden wir nie wieder zurück.
Schaut euch doch diese Gegend an. So etwas kenne ich nur aus
Gruselfilmen“, stöhnte Eva Maria.
„Ich
schlage vor, wir suchen uns einen Platz zum Übernachten. Morgen am
Tag sieht alles besser aus“, schlug Tom vor.
Fortsetzung folgt...
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