Donnerstag, 12. Dezember 2013

3. Fortsetzung:      NEBELGEISTER


„Wir haben sie in den See geworfen“, antwortete jemand auf Jochens Frage.
„Da wird man sie sofort finden, am Wochenende gehen viele Leute dort spazieren!“, sagte Jochen.
„Wir haben die Leiche natürlich beschwert, die taucht nicht wieder auf.“ entgegnete der Komplize.
„Okay, wie könnt ihr mich so erschrecken. Morgen wird der Stoff abgeholt, dann bekommt ihr euren Anteil wie immer. Und dann ist Schluss, es wird zu heiß. Unser Vorteil ist, dass wir einen weniger zum Teilen haben und diesmal geht es um eine hohe Summe.
„Alles klar, Boss, dann bis Morgen“, hörten wir und liefen schnell weiter den Gang entlang, in der Hoffnung, uns irgendwo verstecken zu können und wir fanden wieder eine Tür, die Gott sei Dank nicht verschlossen war. Schnell huschten wir in den Raum.
„Das war knapp“; stellte ich fest.
„Habt ihr auch gerade was gehört?“, fragte Jochen. Unser Herz stand fast still.
„Nein, das war sicher eine Ratte, wer soll um diese Zeit hier sein? Normaler Weise kommt hier nie einer runter!“ Die Männer entfernten sich.
„Hast du gehört?“, das war die Stimme vom Hausmeister sagte Isabel aufgeregt.
„Ja, ich habe sie auch erkannt. Also eine Dreierbande. Diese Halunken. Wen die wohl umgebracht haben,“ entgegnete ich.
„Lass uns um die Ecke schauen, vielleicht erkennen wir den Dritten,“ schlug Isabel vor. Wir öffneten leise die Tür und schlichen zur Ecke.
„Habe ich doch Recht gehabt, dass ich etwas gehört habe. Von wegen Ratte. Ihr seid die Ratten und Ratten muss man töten. Los zurück!“ Jochen sperrte uns in das Zimmer, in dem wir vorher waren. „Hier könnt ihr schreien bis ihr schwarz werdet. Es wird euch keiner hören! Niemand wird hier je runter kommen. Diese Gewölbe werden schon lange nicht mehr als Keller genutzt, man nimmt den neuen Keller vom Anbau. Ich kann euch sowie so nicht ausstehen! Ich werde eure Tante über euren Verlust hinwegtrösten!“ Er schmiss die Tür zu und wir hörten wie er den Schlüssel umdrehte und sich lachend entfernte.
„Mist, wir sitzen ganz schön in der Falle!“, sagte ich.
„Du hast doch die Taschenlampe!“, erinnerte mich Isabel.
„Ja klar, ich bin auch zu doof, aber ich bin immer noch so geschockt, dass mir das Nahe liegende nicht einfällt.“ Ich schaltete die Lampe an. „Der Raum ist größer als ich dachte,“ stellte ich fest.
„Es ist ein Gewölbe, riesig groß“, sagte Isabel, „vielleicht gibt es hier noch einen Ausgang.“

Fortsetzung folgt..


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