3. Fortsetzung: NEBELGEISTER
„Wir haben sie in den See geworfen“, antwortete jemand auf
Jochens Frage.
„Da wird man sie sofort finden, am Wochenende gehen viele Leute
dort spazieren!“, sagte Jochen.
„Wir haben die Leiche natürlich beschwert, die taucht nicht
wieder auf.“ entgegnete der Komplize.
„Okay, wie könnt ihr mich so erschrecken. Morgen wird der Stoff
abgeholt, dann bekommt ihr euren Anteil wie immer. Und dann ist
Schluss, es wird zu heiß. Unser Vorteil ist, dass wir einen weniger
zum Teilen haben und diesmal geht es um eine hohe Summe.
„Alles klar, Boss, dann bis Morgen“, hörten wir und liefen
schnell weiter den Gang entlang, in der Hoffnung, uns irgendwo
verstecken zu können und wir fanden wieder eine Tür, die Gott sei
Dank nicht verschlossen war. Schnell huschten wir in den Raum.
„Das
war knapp“; stellte ich fest.
„Habt ihr auch gerade was gehört?“, fragte Jochen. Unser Herz
stand fast still.
„Nein, das war sicher eine Ratte, wer soll um diese Zeit hier
sein? Normaler Weise kommt hier nie einer runter!“ Die Männer
entfernten sich.
„Hast du gehört?“, das war die Stimme vom Hausmeister sagte
Isabel aufgeregt.
„Ja, ich habe sie auch erkannt. Also eine Dreierbande. Diese
Halunken. Wen die wohl umgebracht haben,“ entgegnete ich.
„Lass uns um die Ecke schauen, vielleicht erkennen wir den
Dritten,“ schlug Isabel vor. Wir öffneten leise die Tür und
schlichen zur Ecke.
„Habe ich doch Recht gehabt, dass ich etwas gehört habe. Von
wegen Ratte. Ihr seid die Ratten und Ratten muss man töten. Los
zurück!“ Jochen sperrte uns in das Zimmer, in dem wir vorher
waren. „Hier könnt ihr schreien bis ihr schwarz werdet. Es wird
euch keiner hören! Niemand wird hier je runter kommen. Diese Gewölbe
werden schon lange nicht mehr als Keller genutzt, man nimmt den neuen
Keller vom Anbau. Ich kann euch sowie so nicht ausstehen! Ich werde
eure Tante über euren Verlust hinwegtrösten!“ Er schmiss die Tür
zu und wir hörten wie er den Schlüssel umdrehte und sich lachend
entfernte.
„Mist, wir sitzen ganz schön in der Falle!“, sagte ich.
„Du hast doch die Taschenlampe!“, erinnerte mich Isabel.
„Ja klar, ich bin auch zu doof, aber ich bin immer noch so
geschockt, dass mir das Nahe liegende nicht einfällt.“ Ich
schaltete die Lampe an. „Der Raum ist größer als ich dachte,“
stellte ich fest.
„Es ist ein Gewölbe, riesig groß“, sagte Isabel, „vielleicht
gibt es hier noch einen Ausgang.“
Fortsetzung folgt..
Copyright2013by Helga Pikulik