Mittwoch, 18. Dezember 2013

Eine Kindergeschichte: Oskar u. Tina



Oskar und Tina



Der kleine Hund Oskar hatte sich bei der Frau gut eingelebt und er war nicht mehr so scheu. Er ließ sich von einigen Dorfbewohnern sogar streicheln und er war der Liebling des Dorfes. In den Sommerferien kam Tina, die Enkelin der Frau für zwei Wochen zu Besuch. Sie war das erste Mal alleine mit dem Zug gekommen und ihre Großmutter holte sie mit Oskar vom Bahnhof ab. Tina war schon sehr gespannt auf den kleinen Hund, denn ihre Großmutter hatte ihr am Telefon schon viel von ihm erzählt. Tina war genau so in Tieren vernarrt wie ihre Großmutter. Sie hatte sogar ein eigenes Pony. Außerdem besaß sie noch eine kleine junge Katze und mehrere Zwergkaninchen. Sie konnte die Tiere aber nur halten, weil sie mit ihren Eltern und Geschwistern einen größeren Bauernhof besaßen und viel Platz für die Tiere hatten. Oskar beschnüffelte Tina und begrüßte sie dann stürmisch. Tina gab ihm ein Leckerlie und streichelte ihn.
„Ich glaube du magst die Gerüche unserer Tiere zu hause. Ich habe mich nämlich von allen verabschiedet“, sagte Tina. Oskar mochte Tina gleich gerne leiden. Sie würden bestimmt gute Freunde werden.
Tina machte sich am anderen Tag auf, um einzukaufen. Sie wollte auch noch bei ihrer Freundin Henriette vorbei schauen, die sie im letzten Urlaub hier im Dorf kennengelernt hatte. Seitdem schrieben sie sich fleißig und telefonierten oft.
Sie schellte an der Tür. Es dauerte etwas länger, bis jemand die Tür öffnete. Tina befürchtete schon, Henriette nicht anzutreffen, doch dann ging die Tür auf und Henriette blieb fast der Mund offen stehen.
„Hallo, Henny!“, sagte Tina und sie freute sich, dass ihre Überraschung gelungen war.
„Tina! Mein Gott, wo kommst du denn her? Du hast mir ja gar nicht mitgeteilt, dass du kommst. Komm rein! Mensch, was freue ich mich. Wie lange bleibst du?“, fragte Henriette. „Ich muss gleich wieder weg, ich bin auf der Durchreise und wollte nur Hallo sagen“, foppte Tina sie.
„Oh, wie schade!“ meinte Henriette und ihre Stimme klang ganz traurig.
„Quatsch! Ich bleibe zwei Wochen,“ sagte Tina und lachte.
„Man Tina, du kannst das Ärgern nicht lassen, aber ich freue mich riesig!“ Henriette umarmte sie.


Fortsetzung folgt...


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